Discussion:
Fädeltechnik
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Ralph Aichinger
2019-09-26 09:04:30 UTC
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Nachdem mir der dünne "Wickeldraht" für meine Lochraster-Basteleien
schon ziemlicht taugt (jedenfalls besser als die Litze die ich vorher
immer verwendet habe), möchte ich doch auch mal die Fädeltechnik
probieren.

Findet man irgendwo eine kurze Einführung wie man das "richtig" macht,
z.B. die Sache mit den Kämmen, wie man die Drähte von ICs wegführt etc.
Auf Youtube findet man zwar zig Videos wie man einen Druckbleistift
(oder sonstiges Röhrl) zu einem Fädelstift umbaut, aber kaum glaubwürdige
Demonstrationen der Fädeltechnik an sich, die auch Sinn ergeben.
Ich bin mir sicher, wenn Firmen wie Vero oder RoadRunner ein paar
Videos produzieren würden, dann würden sie auf einen Schlag 10x soviele
Produkte verkaufen. Seriously.

Vorweg gleich ein paar Fragen: IC-Fuß neben IC-Fuß (7-Segment-Displays
die im Block nebeneinanderstehen), das sollte gehen, oder? Einmal um
jeden Fuß rumwickeln, dann verlöten, oder wie macht man das?

Gibts irgendwelche "Regeln" die zwar technisch nicht erforderlich
sind (ich vermute irgendwie kreuz und quer gespannt funktioniert genauso
in den meisten Fällen), die aber aus arbeitsorganisatorischer Sicht
sinnvoll sind?

TIA
/ralph
--
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ausserirdische sind gesund
Johannes Bauer
2019-09-26 09:16:31 UTC
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Post by Ralph Aichinger
Vorweg gleich ein paar Fragen: IC-Fuß neben IC-Fuß (7-Segment-Displays
die im Block nebeneinanderstehen), das sollte gehen, oder? Einmal um
jeden Fuß rumwickeln, dann verlöten, oder wie macht man das?
Du meinst mehrere direkt nebenanander liegende through-hole Komponenten
direkt verbinden? Das mache ich üblicherweise auf Lochraster direkt mit
Zinn. Wenn viel Strom fließen soll lege ich noch einen Kupferdraht
"ein". Fädeldraht wickele ich nicht um Pins, wenn man korrigieren muss
weil man was falsch gemacht hat, ist das mir zu viel Aufwand.

Sieht dann in etwa so aus:
Loading Image...

Bild ist von hier: https://www.mikrocontroller.net/topic/255705

Gruß,
Johannes
--
"Performance ist nicht das Problem, es läuft ja nachher beides auf der
selben Hardware." -- Hans-Peter Diettrich in d.s.e.
Ralph Aichinger
2019-09-26 09:21:29 UTC
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Post by Johannes Bauer
Du meinst mehrere direkt nebenanander liegende through-hole Komponenten
direkt verbinden?
Nein, das "Nicht verbinden", also vermeiden von Kurzschlüssen.
Post by Johannes Bauer
Das mache ich üblicherweise auf Lochraster direkt mit
Zinn. Wenn viel Strom fließen soll lege ich noch einen Kupferdraht
"ein". Fädeldraht wickele ich nicht um Pins, wenn man korrigieren muss
weil man was falsch gemacht hat, ist das mir zu viel Aufwand.
OK, also vorher Lötzinn auf den through-hole-Draht, mit der
Pinzette (oder dem Stift direkt?) Fädeldraht hinhalten, verlöten?
Post by Johannes Bauer
Bild ist von hier: https://www.mikrocontroller.net/topic/255705
Danke!

/ralph
--
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ausserirdische sind gesund
Eric Bruecklmeier
2019-09-26 09:25:31 UTC
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Post by Ralph Aichinger
Post by Johannes Bauer
Du meinst mehrere direkt nebenanander liegende through-hole Komponenten
direkt verbinden?
Nein, das "Nicht verbinden", also vermeiden von Kurzschlüssen.
Ja, das geht gut.
Post by Ralph Aichinger
Post by Johannes Bauer
Das mache ich üblicherweise auf Lochraster direkt mit
Zinn. Wenn viel Strom fließen soll lege ich noch einen Kupferdraht
"ein". Fädeldraht wickele ich nicht um Pins, wenn man korrigieren muss
weil man was falsch gemacht hat, ist das mir zu viel Aufwand.
OK, also vorher Lötzinn auf den through-hole-Draht, mit der
Pinzette (oder dem Stift direkt?) Fädeldraht hinhalten, verlöten?
Rumwickeln wird schon sauberer, aber hat halt (wie angesprochen)
Nachteile bei Änderungen. Ansonsten Draht verzinnen und direkt mit dem
Stift an bzw. in die Lötstelle bringen - kann ungünstig werden, wenn
dort viele Drähte ankommen. Aber irgendwas ist ja immer...
Post by Ralph Aichinger
Post by Johannes Bauer
Bild ist von hier: https://www.mikrocontroller.net/topic/255705
Danke!
/ralph
--
Ich muss nicht kultiviert *aussehen* - ich bin es.

Profiklaus in d.r.f.
Heinz Schmitz
2019-09-26 09:46:09 UTC
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Post by Eric Bruecklmeier
Aber irgendwas ist ja immer...
Die ursprüngliche Fädeltechnik sollte wohl ohne Löten gehen: Die
scharfen Kanten der Pins und der kräftige Zug am Faden sollten bei
gleichzeitig mehreren Umwicklungen einen ausreichenden Kontakt
geben?
Ich habe seinerzeit mal mit einem Set experimentiert, der Löten ohne
Abisolieren vorsah: Die Lackisolierung machte sich bei Löttemperatur
davon. Das stank allerdings so sehr, dass man das nur unter einem
guten Abzug oder im Freien machen sollte.

Grüße,
H.
Eric Bruecklmeier
2019-09-26 09:48:07 UTC
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Post by Heinz Schmitz
Post by Eric Bruecklmeier
Aber irgendwas ist ja immer...
Die ursprüngliche Fädeltechnik sollte wohl ohne Löten gehen: Die
scharfen Kanten der Pins und der kräftige Zug am Faden sollten bei
gleichzeitig mehreren Umwicklungen einen ausreichenden Kontakt
geben?
Das ist wirerap, funktioniert auch so, hat aber nichts mit Fädeln zu tun
Post by Heinz Schmitz
Ich habe seinerzeit mal mit einem Set experimentiert, der Löten ohne
Abisolieren vorsah: Die Lackisolierung machte sich bei Löttemperatur
davon.
Ganu das ist Fädeln.
Ralph Aichinger
2019-09-26 09:52:20 UTC
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Post by Heinz Schmitz
Post by Eric Bruecklmeier
Aber irgendwas ist ja immer...
Die ursprüngliche Fädeltechnik sollte wohl ohne Löten gehen: Die
scharfen Kanten der Pins und der kräftige Zug am Faden sollten bei
gleichzeitig mehreren Umwicklungen einen ausreichenden Kontakt
geben?
Wire Wrap, das mein ich hier aber nicht. Ich meine die Fädeltechnik
mit Löten eines Drahts dessen Isolierung abschmilzt.
Post by Heinz Schmitz
Ich habe seinerzeit mal mit einem Set experimentiert, der Löten ohne
Abisolieren vorsah: Die Lackisolierung machte sich bei Löttemperatur
davon. Das stank allerdings so sehr, dass man das nur unter einem
guten Abzug oder im Freien machen sollte.
Das meine ich.

/ralph
--
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ausserirdische sind gesund
Helmut Schellong
2019-09-26 13:14:19 UTC
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Post by Heinz Schmitz
Post by Eric Bruecklmeier
Aber irgendwas ist ja immer...
Die ursprüngliche Fädeltechnik sollte wohl ohne Löten gehen: Die
scharfen Kanten der Pins und der kräftige Zug am Faden sollten bei
gleichzeitig mehreren Umwicklungen einen ausreichenden Kontakt
geben?
Das ist die WireWrap-Technik.
Dabei findet eine Kaltverschweißung mit den scharfen Kanten statt.
--
Mit freundlichen Grüßen
Helmut Schellong ***@schellong.biz
www.schellong.de www.schellong.com www.schellong.biz
http://www.schellong.de/c.htm
Volker Bartheld
2019-09-26 09:50:58 UTC
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Post by Johannes Bauer
IC-Fuß neben IC-Fuß [in Fädeltechnik verbinden] Einmal um
jeden Fuß rumwickeln, dann verlöten, oder wie macht man das?
Du meinst mehrere direkt nebenanander liegende through-hole Komponenten
direkt verbinden? Das mache ich üblicherweise auf Lochraster direkt mit
Zinn.
Müßte man noch kurz klären, ob Lochraster mit oder ohne Lötaugen gemeint
ist. Im Interesse des Seelenfriedens vergißt man am besten, daß letztere
Kategorie existiert. Streifenraster finde ich auch nicht so prickelnd,
obwohl manche drauf schwören (z. T. wegen Ähnlichkeit zu Steckbrettern).
Post by Johannes Bauer
Fädeldraht wickele ich nicht um Pins, wenn man korrigieren muss
weil man was falsch gemacht hat, ist das mir zu viel Aufwand.
Jup. Das Vorhaben "IC Auslöten" gerät dann oft zur abendfüllenden
Beschäftigung.
Post by Johannes Bauer
https://www.mikrocontroller.net/attachment/141359/lochr2.gif
So kenne ich das auch. Das Teil rechts unten in

Loading Image...

habe ich so aufgebaut, allerdings mit Silberdraht für längere Distanzen.
Vorher in Eagle geroutet, einseitig mit 100 mil Grid, dann kann man das
quasi 1:1 auf die Lochrasterplatte übertragen. Luxus sind dann
FR4-Lochrasterplatinen mit verzinnten, viereckigen Augen:

https://www.reichelt.de/laborkarte-fr4-rm-2-54-mm-64-pol-re-319lf-p105484.html

Kostet auch nicht die Welt. Bei größeren Projekten trotzdem vorher den
Psychiater Deines geringsten Mißtrauens befragen und nur dann angehen, wenn
die bessere Hälfte aus dem Haus ist.

Ciao,
Volker
Ralph Aichinger
2019-09-26 09:56:54 UTC
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Post by Volker Bartheld
Müßte man noch kurz klären, ob Lochraster mit oder ohne Lötaugen gemeint
ist. Im Interesse des Seelenfriedens vergißt man am besten, daß letztere
Kategorie existiert.
Ja, da gebe ich dir recht ;)
Post by Volker Bartheld
Streifenraster finde ich auch nicht so prickelnd,
obwohl manche drauf schwören (z. T. wegen Ähnlichkeit zu Steckbrettern).
Ich glaube man braucht sehr viel räumliches Vorstellungsvermögen,
sehr viel topologische Intuition und sehr viel Platz dafür. Wenn
man auch nur mäßig komplexe Digitalschaltungen machen will, dann finde
ich es sehr schwierig.
Post by Volker Bartheld
Jup. Das Vorhaben "IC Auslöten" gerät dann oft zur abendfüllenden
Beschäftigung.
Das Vorhaben hab ich nicht ;)
Post by Volker Bartheld
Post by Johannes Bauer
https://www.mikrocontroller.net/attachment/141359/lochr2.gif
habe ich so aufgebaut, allerdings mit Silberdraht für längere Distanzen.
Vorher in Eagle geroutet, einseitig mit 100 mil Grid, dann kann man das
quasi 1:1 auf die Lochrasterplatte übertragen. Luxus sind dann
https://www.reichelt.de/laborkarte-fr4-rm-2-54-mm-64-pol-re-319lf-p105484.html
Kostet auch nicht die Welt. Bei größeren Projekten trotzdem vorher den
Psychiater Deines geringsten Mißtrauens befragen und nur dann angehen, wenn
die bessere Hälfte aus dem Haus ist.
Haha! Das kenn ich.

/ralph
--
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ausserirdische sind gesund
Wolfgang Allinger
2019-09-26 12:57:00 UTC
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Post by Ralph Aichinger
Post by Volker Bartheld
Müßte man noch kurz klären, ob Lochraster mit oder ohne Lötaugen gemeint
ist. Im Interesse des Seelenfriedens vergißt man am besten, daß letztere
Kategorie existiert.
Ja, da gebe ich dir recht ;)
Post by Volker Bartheld
Streifenraster finde ich auch nicht so prickelnd,
obwohl manche drauf schwören (z. T. wegen Ähnlichkeit zu Steckbrettern).
Ich glaube man braucht sehr viel räumliches Vorstellungsvermögen,
sehr viel topologische Intuition und sehr viel Platz dafür. Wenn
man auch nur mäßig komplexe Digitalschaltungen machen will, dann finde
ich es sehr schwierig.
Post by Volker Bartheld
Jup. Das Vorhaben "IC Auslöten" gerät dann oft zur abendfüllenden
Beschäftigung.
Das Vorhaben hab ich nicht ;)
Fädeln? Nur mit IC-Sockeln! Dann gibbet/gabs(?) noch Stromschienen für 5V
und GND,
Dann noch die Reihe von 'Pollern' zwischen die IC Sockel und dann noch die
Kämme um 'Kabelkanäle' zu frickeln.

So hab ich ganze Prototypen von EURO-Karten voller IC gebaut.



Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig)
Wolfgang
--
Ich bin in Paraguay lebender Trollallergiker :) reply Adresse gesetzt!
Ich diskutiere zukünftig weniger mit Idioten, denn sie ziehen mich auf
ihr Niveau herunter und schlagen mich dort mit ihrer Erfahrung! :p
(lt. alter usenet Weisheit) iPod, iPhone, iPad, iTunes, iRak, iDiot
Volker Bartheld
2019-09-26 17:45:44 UTC
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Post by Ralph Aichinger
Bei größeren [Fädel]Projekten trotzdem vorher den
Psychiater Deines geringsten Mißtrauens befragen und nur dann angehen, wenn
die bessere Hälfte aus dem Haus ist.
Haha! Das kenn ich.
OK, Du bist gewarnt. Normalerweise schicke ich ja nicht so oft
YouTube-Links rum, aber sowas hier



muß echt jeder in dse gesehen haben. Auch die anderen Projekte sind geil.
Da lernst Du mehr als in so mancher Hochschule.

Volker
Hanno Foest
2019-09-26 10:17:18 UTC
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Post by Volker Bartheld
Post by Johannes Bauer
Fädeldraht wickele ich nicht um Pins, wenn man korrigieren muss
weil man was falsch gemacht hat, ist das mir zu viel Aufwand.
Geht. Mein CuL 0,3mm hab ich meist nur halb bis maximal einmal um die
Pins gewickelt. Das läßt sich noch recht leicht wieder abzupfen.
Post by Volker Bartheld
Jup. Das Vorhaben "IC Auslöten" gerät dann oft zur abendfüllenden
Beschäftigung.
Ich glaub, das mußte ich nie. Allenfalls umverdrahten. Außerdem: Man
benutzt ja Sockel. Selbst wenn man falsch lag, kann man den ja "umwidmen".

Hanno
Ralph Aichinger
2019-09-26 10:19:51 UTC
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Post by Hanno Foest
Ich glaub, das mußte ich nie. Allenfalls umverdrahten. Außerdem: Man
benutzt ja Sockel. Selbst wenn man falsch lag, kann man den ja "umwidmen".
Neulich hab ich einen Sockel eingelötet, nur um feszustellen, daß beim zweiten
oder dritten mal rausziehen des Controllers ein Kontakt aus dem Sockel
abgerissen ist. Ich glaub in Zukunft verwende ich nur mehr gedrehte Sockel
für wichtige Sachen.

/ralph -- und nein, ich hab den Sockel nicht ausgelötet, sondern mache die
Platine vermutlich neu.
--
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ausserirdische sind gesund
Hanno Foest
2019-09-26 10:32:47 UTC
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Post by Ralph Aichinger
Post by Hanno Foest
Ich glaub, das mußte ich nie. Allenfalls umverdrahten. Außerdem: Man
benutzt ja Sockel. Selbst wenn man falsch lag, kann man den ja "umwidmen".
Neulich hab ich einen Sockel eingelötet, nur um feszustellen, daß beim zweiten
oder dritten mal rausziehen des Controllers ein Kontakt aus dem Sockel
abgerissen ist. Ich glaub in Zukunft verwende ich nur mehr gedrehte Sockel
für wichtige Sachen.
Gedrehte "Präzisions"sockel leiern aus, Doppelfeder reißen raus.
Irgendwas ist immer... das sind halt keine Steckverbindungen für viele
Zyklen. Zumindest kann man aber bei den gedrehten Sockeln einen weiteren
huckepack setzen, das hält dann wieder gut. (Oder bei Platzproblemen
Kabelbinder um Sockel + IC).

Für Tests hab ich einen Nullkraftsockel, an den ein gedrehter Sockel
gelötet ist, der wiederum in einem billigen Doppelfedersockel steckt.
Die schlanken Pins des Doppelfedersockels kann man in andere Sockel
stecken, ohne daß die ausleiern. Und falls die Pins mal abbrechen, nimmt
man halt einen neuen Doppelfedersockel.

Hanno
Wolfgang Allinger
2019-09-26 13:00:00 UTC
Antworten
Permalink
Post by Hanno Foest
Post by Ralph Aichinger
Post by Hanno Foest
Ich glaub, das mußte ich nie. Allenfalls umverdrahten. Außerdem: Man
benutzt ja Sockel. Selbst wenn man falsch lag, kann man den ja "umwidmen".
Neulich hab ich einen Sockel eingelötet, nur um feszustellen, daß beim
zweiten oder dritten mal rausziehen des Controllers ein Kontakt aus dem
Sockel abgerissen ist. Ich glaub in Zukunft verwende ich nur mehr gedrehte
Sockel für wichtige Sachen.
Gedrehte "Präzisions"sockel leiern aus, Doppelfeder reißen raus.
Irgendwas ist immer... das sind halt keine Steckverbindungen für viele
Zyklen. Zumindest kann man aber bei den gedrehten Sockeln einen weiteren
huckepack setzen, das hält dann wieder gut. (Oder bei Platzproblemen
Kabelbinder um Sockel + IC).
Für Tests hab ich einen Nullkraftsockel, an den ein gedrehter Sockel
gelötet ist, der wiederum in einem billigen Doppelfedersockel steckt.
Die schlanken Pins des Doppelfedersockels kann man in andere Sockel
stecken, ohne daß die ausleiern. Und falls die Pins mal abbrechen, nimmt
man halt einen neuen Doppelfedersockel.
Jau, so macht man das als Profi. Und gleich noch Sockel mit eingebautem C
für VCC/GND



Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig)
Wolfgang
--
Ich bin in Paraguay lebender Trollallergiker :) reply Adresse gesetzt!
Ich diskutiere zukünftig weniger mit Idioten, denn sie ziehen mich auf
ihr Niveau herunter und schlagen mich dort mit ihrer Erfahrung! :p
(lt. alter usenet Weisheit) iPod, iPhone, iPad, iTunes, iRak, iDiot
Gerhard Hoffmann
2019-09-26 13:21:18 UTC
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Post by Wolfgang Allinger
Jau, so macht man das als Profi. Und gleich noch Sockel mit eingebautem C
für VCC/GND
Wie beschissen die sind, kannst du in dem Artikel sehen, den ich in
dem heute gestartetem Abblock-thread verlinkt habe.

Gruß, Gerhard
Hanno Foest
2019-09-26 15:44:27 UTC
Antworten
Permalink
Post by Gerhard Hoffmann
Post by Wolfgang Allinger
Jau, so macht man das als Profi. Und gleich noch Sockel mit eingebautem C
für VCC/GND
Wie beschissen die sind, kannst du in dem Artikel sehen, den ich in
dem heute gestartetem Abblock-thread verlinkt habe.
Im Vergleich mit SMDs direkt auf der Platine und ohne Sockel etc. kann
das schon sein. Die Frage ist aber ja wohl eher, ob es besser geht als
Sockel mit eingebautem Kondensator, wenn die Vorgabe DIL 20 (Foto)
heißt. Und das bezweifele ich - es sei denn, die Sockelhersteller hätten
eine Affinität zu exorbitant schlechten Kondensatoren.

Möglicherweise interessiert es den Chip auch eher, was oben an den
Pinaufnahmen des Sockels los ist, als unten auf der Platine.

Hanno
Klaus Butzmann
2019-09-26 19:12:34 UTC
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Permalink
Post by Gerhard Hoffmann
Post by Wolfgang Allinger
Jau, so macht man das als Profi. Und gleich noch Sockel mit eingebautem C
für VCC/GND
Wie beschissen die sind, kannst du in dem Artikel sehen, den ich in
dem heute gestartetem Abblock-thread verlinkt habe.
Christian Dirks hat von 25 Jahren dazu schon geforscht,
Cs parallel ist meist Unsinn das Thema wird schnell komplex.

Erinnere mich an eine Leiterplatte unter dem IC mit Kondensatoren, einem
Stripline Stub und einem Bedämpfungs-R von 2,2 Ohm.
Modellierung in Spice / Supercompact.


Butzo
Wolfgang Allinger
2019-09-26 12:59:00 UTC
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Post by Ralph Aichinger
Post by Hanno Foest
Ich glaub, das mußte ich nie. Allenfalls umverdrahten. Außerdem: Man
benutzt ja Sockel. Selbst wenn man falsch lag, kann man den ja "umwidmen".
Neulich hab ich einen Sockel eingelötet, nur um feszustellen, daß beim
zweiten oder dritten mal rausziehen des Controllers ein Kontakt aus dem
Sockel abgerissen ist. Ich glaub in Zukunft verwende ich nur mehr gedrehte
Sockel für wichtige Sachen.
Gedrehte Sockel ist Pflicht, auch Streifen gibbet damit.



Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig)
Wolfgang
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ihr Niveau herunter und schlagen mich dort mit ihrer Erfahrung! :p
(lt. alter usenet Weisheit) iPod, iPhone, iPad, iTunes, iRak, iDiot
Peter Heitzer
2019-09-26 10:38:03 UTC
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Post by Volker Bartheld
Post by Johannes Bauer
IC-Fuß neben IC-Fuß [in Fädeltechnik verbinden] Einmal um
jeden Fuß rumwickeln, dann verlöten, oder wie macht man das?
Du meinst mehrere direkt nebenanander liegende through-hole Komponenten
direkt verbinden? Das mache ich üblicherweise auf Lochraster direkt mit
Zinn.
Müßte man noch kurz klären, ob Lochraster mit oder ohne Lötaugen gemeint
ist. Im Interesse des Seelenfriedens vergißt man am besten, daß letztere
Kategorie existiert. Streifenraster finde ich auch nicht so prickelnd,
obwohl manche drauf schwören (z. T. wegen Ähnlichkeit zu Steckbrettern).
Das kommt ganz auf die jeweilige Schaltung an. Wenn man nur wenige Unterbrechungen
braucht, ist Streifenraster fein. Bei vielen diskreten Bauteilen und Einzeltranstoren
ist Lochraster meist besser geeignet. Kleine (von der Anzahl der Komponenten)
Mikroprozessorkarten kann man sehr sauber mit Streifenraster aufbauen. Es wird aber
dann meist recht gross und man braucht viele Brücken.
--
Dipl.-Inform(FH) Peter Heitzer, ***@rz.uni-regensburg.de
Rafael Deliano
2019-09-26 11:31:04 UTC
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Post by Volker Bartheld
Streifenraster
Wurden in den 70er Jahren für Nf-Transistorschaltungen
mit axialen Bauteilen mit langen Anschlußdrähten
propagiert. Kann man mit etwas Planung viele Drähte
einsparen. Und mit klobigen Lötkolben arbeiten.
Zum Trennen der Kupferbahnen gabs Spezialkratzer mit
Achse und Schneide der in Bohrung gesteckt und gedreht
wurde.

MfG JRD
Rafael Deliano
2019-09-26 09:49:52 UTC
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Post by Ralph Aichinger
Findet man irgendwo eine kurze Einführung wie man das "richtig" macht,
Jeder Entwickler hat seinen eigenen Stil. Der aber oft nicht
effektiv ist.
Offiziell, weil publiziert:

a) Alte Bücher von Nührmann a la Werkbuch gibt es bei
z.B. booklooker.de billig. Das ist Stand 70er/80er Jahre,
damit habe ich angefangen und wenig daran ändern müssen.

b) etwas elitärer wäre Jim Williams "Linear Applications Handbook",
"Linear Applications Handbook I", "Linear Applications Handbook II"
Ist auch inhaltlich ergiebig.
Auf Papier im Original sieht es so aus:
https://www.ebay.com/itm/1987-LINEAR-APPLICATIONS-HANDBOOK-A-Guide-to-Linear-Circuit-Design/202694298795?hash=item2f31858cab:g:4TQAAOSwSOZc8JIc

Von den voluminösen/unhandlichen Nachdrucken ist nur Band 1 und
Band 2 empfehlenswert:
https://www.amazon.com/Analog-Circuit-Design-Applications-Solutions/dp/0123851858/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&keywords=Analog+Circuit+Design&qid=1569490166&s=gateway&sr=8-1

Es sind ApplicationNotes und damit sollten sie im www zu finden
sein.

Die Breadboards von Williams sind Drahtigel mit ground plane als
proof of concept. Sie würden im nächsten Schritt in Layouts umgesetzt.
Er beabsichtigt nicht daraus Geräte als Unikat zu bauen.
Post by Ralph Aichinger
die Sache mit den Kämmen,
Habe ich als Zwangsmaßnahme in der deutschen Lehrlingsausbildung
gesehen. Sonst nie.

MfG JRD
Ralph Aichinger
2019-09-26 10:01:34 UTC
Antworten
Permalink
Post by Rafael Deliano
a) Alte Bücher von Nührmann a la Werkbuch gibt es bei
z.B. booklooker.de billig. Das ist Stand 70er/80er Jahre,
damit habe ich angefangen und wenig daran ändern müssen.
4 Bände?

https://www.medimops.de/dieter-nuehrmann-das-grosse-werkbuch-elektronik-4-bde-gebundene-ausgabe-M03772365477.html?variant=UsedGood

Nein, der Preis schreckt mich dafür nicht, ich frag bloß ob das das gemeinte ist.
Post by Rafael Deliano
Post by Ralph Aichinger
die Sache mit den Kämmen,
Habe ich als Zwangsmaßnahme in der deutschen Lehrlingsausbildung
gesehen. Sonst nie.
OK, d.h. du würdest das für deine Projekte auch nicht verwenden,
wenn du nicht mußt? Ist das vor allem dafür, daß es "ordentlicher"
ausschaut, oder geht es da auch darum, daß man die fertigen
Platinen bei der Handhabung nachher nicht so leicht kaputt macht
(weil man Drähte nachträglich abreißt)?

/ralph
--
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https://aisg.at
ausserirdische sind gesund
Peter Heitzer
2019-09-26 10:46:11 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ralph Aichinger
Post by Rafael Deliano
a) Alte Bücher von Nührmann a la Werkbuch gibt es bei
z.B. booklooker.de billig. Das ist Stand 70er/80er Jahre,
damit habe ich angefangen und wenig daran ändern müssen.
4 Bände?
https://www.medimops.de/dieter-nuehrmann-das-grosse-werkbuch-elektronik-4-bde-gebundene-ausgabe-M03772365477.html?variant=UsedGood
Nein, der Preis schreckt mich dafür nicht, ich frag bloß ob das das gemeinte ist.
Post by Rafael Deliano
Post by Ralph Aichinger
die Sache mit den Kämmen,
Habe ich als Zwangsmaßnahme in der deutschen Lehrlingsausbildung
gesehen. Sonst nie.
OK, d.h. du würdest das für deine Projekte auch nicht verwenden,
wenn du nicht mußt? Ist das vor allem dafür, daß es "ordentlicher"
ausschaut, oder geht es da auch darum, daß man die fertigen
Platinen bei der Handhabung nachher nicht so leicht kaputt macht
(weil man Drähte nachträglich abreißt)?
AFAIK nur wegen des Aussehens. Für höhere Frequenzen ab wenigen MHz ist das wg.
Übersprechen sogar kontraproduktiv. Bei nur vielleicht 50 Verbindungen auf einer
Eurokarte ist eine kreuz und quer verdrahtete Schaltung im Fehlerfall auch leichter
durchschaubar, als wenn z.B. der Adressbus als Bündel verläuft.
--
Dipl.-Inform(FH) Peter Heitzer, ***@rz.uni-regensburg.de
Rafael Deliano
2019-09-26 11:04:07 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ralph Aichinger
Post by Rafael Deliano
Nührmann a la Werkbuch
4 Bände?
Nein. Und zu dem Preis schon gar nicht.
Das Werkbuch fing glaube ich einbändig an.
Wurde von Franzis gepusht mit jeder Auflage fetter
und wohl nicht besser.

Klein und billig RPBs:

https://www.booklooker.de/B%C3%BCcher/Dieter-N%C3%BChrmann+Tips-und-Schliche-Erfahrungen-aus-Werkstatt-und-Labor-f%C3%BCr-den-Hobby-Elektroniker/id/A02k112P01ZZ8

Soweit noch nicht vorhanden, die englische Ausgabe von Art of
Electronics wäre selbst in älteren Ausgaben als der aktuellen 3.
nützlich für Schaltungstechnik:

https://www.amazon.de/Art-Electronics-Paul-Horowitz/dp/0521809266/ref=sr_1_1?adgrpid=74710423327&gclid=EAIaIQobChMIq6GK6KTu5AIVA-R3Ch169wdCEAAYASAAEgKwEPD_BwE&hvadid=352810805723&hvdev=c&hvlocphy=9042408&hvnetw=g&hvpos=1t1&hvqmt=e&hvrand=16034347543955883177&hvtargid=kwd-298837511695&hydadcr=27933_1728730&keywords=art+of+electronics&qid=1569494030&s=gateway&sr=8-1
Post by Ralph Aichinger
Post by Rafael Deliano
Post by Ralph Aichinger
die Sache mit den Kämmen,
Ist das vor allem dafür, daß es "ordentlicher"
ausschaut,
Letztlich ja, "Kunde" ist dort der Lehrlingsausbilder der
Leiterplatte als ordentlich aufgebaut absegnen muß.
Die Stromlauf den man aufbauen soll ist funktionstüchtig,
keine Anforderung an Debugging.

Man sollte ein klare Vorstellung haben warum und für wen man
baut, das beeinflußt die Technik. Wenn man auf dem Wiener
Maker Fair was ausstellen will kann sowas eine optische gute
Grundlage liefern:
http://www.embeddedFORTH.de/temp/Steckbretter.pdf
Die ehedem teueren Dinger fliegen in den USA reichlich rum,
weil sie von Bildungseinrichtungen gekauft wurden.
Für echtes Breadboarding sind sie ungeeignet.

MfG JRD
MaWin
2019-09-27 07:41:44 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ralph Aichinger
4 Bände?
4 x Müll. Nührmann war Profi darin, ohne Eigenleistung das Maximum
an Papierseiten vollzudrucken.
--
MaWin, Manfred Winterhoff, mawin at gmx dot net
Homepage http://flexiblebird.bplaced.net/
dse-FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/
olaf
2019-09-27 15:32:20 UTC
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Post by MaWin
4 x Müll. Nührmann war Profi darin, ohne Eigenleistung das Maximum
an Papierseiten vollzudrucken.
Naja, ich hab die zwar auch nie besessen, aber wenn man bedenkt das
die ja im Zeitalter vor dem Internet waren und sich wohl an Leute
gewendet haben die Datenbuecher nicht lesen konnten weil sie entweder
die Sprache nie konnten oder keinen Zugriff darauf hatten, dann hatte
er schon eine gewisse Berechtigung.

Olaf
MaWin
2019-09-27 07:39:11 UTC
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Post by Ralph Aichinger
Findet man irgendwo eine kurze Einführung wie man das "richtig" macht
http://elm-chan.org/docs/wire/wiring_e.html

dse-FAQ: http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.6
Post by Ralph Aichinger
z.B. die Sache mit den Kämmen
Keine Kämme, haben nur Nachteile (Übersprechen, erschweren Fehlersuche)
Post by Ralph Aichinger
wie man die Drähte von ICs wegführt etc.
Sauber, damit man Fehler überprüfen kann und nachbessern kann.

Oder so: http://flexiblebird.bplaced.net/lochrast.htm
Post by Ralph Aichinger
Auf Youtube findet man zwar zig Videos wie man einen Druckbleistift
(oder sonstiges Röhrl) zu einem Fädelstift umbaut, aber kaum glaubwürdige
Demonstrationen der Fädeltechnik an sich, die auch Sinn ergeben.
Ich bin mir sicher, wenn Firmen wie Vero oder RoadRunner ein paar
Videos produzieren würden, dann würden sie auf einen Schlag 10x soviele
Produkte verkaufen. Seriously.
Vorweg gleich ein paar Fragen: IC-Fuß neben IC-Fuß (7-Segment-Displays
die im Block nebeneinanderstehen), das sollte gehen, oder? Einmal um
jeden Fuß rumwickeln, dann verlöten, oder wie macht man das?
Erst verzinnen, denn das rumbraten auf dem Draht bis endlich der Lack
schmilzt, lässt auch anderes auf der Platine schmelzen. Erst den
verzionnten Drant anläten. Dabei reicht einlöten in eine Lötzinnpille
auf dem Bauteileanschluss, man muss nicht drumrum wickeln.
Post by Ralph Aichinger
Gibts irgendwelche "Regeln" die zwar technisch nicht erforderlich
sind (ich vermute irgendwie kreuz und quer gespannt funktioniert genauso
in den meisten Fällen), die aber aus arbeitsorganisatorischer Sicht
sinnvoll sind?
Am besten eine (notfalls einseitige) Platine machen mit Stromzuführung
und den einfachen Leitungen, und erst die zweite, dritte und vierte Lage
der nicht selbst zu fertigenden Multilayerplatine fädeln.
--
MaWin, Manfred Winterhoff, mawin at gmx dot net
Homepage http://flexiblebird.bplaced.net/
Heinz Schmitz
2019-09-27 22:08:25 UTC
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Post by MaWin
Sauber, damit man Fehler überprüfen kann und nachbessern kann.
Oder so: http://flexiblebird.bplaced.net/lochrast.htm
Draht über längere Distanzen Lötauge für Lötauge festgelötet
zieht ggf beim Abkühlen die Platine krumm.
Die Eisenbahnschienen machen es im Sommer umgekehrt.

Grüße,
H.
Thomas Prufer
2019-09-28 10:13:29 UTC
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Post by Heinz Schmitz
Draht über längere Distanzen Lötauge für Lötauge festgelötet
zieht ggf beim Abkühlen die Platine krumm.
Die Eisenbahnschienen machen es im Sommer umgekehrt.
Mir fällt ein, von Damals(tm): die Fädler haben immer vier Absandsdingens in die
Ecken geschraubt. Bolzen, oder Kunststoffschrauben, oder was grad da war in der
Schublade, damit die Fädelseite immer schön Abstand zur Arbeitsfläche hat, wenn
die Bauteilseite oben ist. Nicht das sich die Drähte verhaken und beim Hochheben
von der Platine wegziehen. Und wenns fertig war, kam manchmal eine
Plexiglasscheibe auf die Bolzen, als Schutz.


Thomas Prufer
Hanno Foest
2019-09-28 11:59:32 UTC
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Post by Heinz Schmitz
Draht über längere Distanzen Lötauge für Lötauge festgelötet
zieht ggf beim Abkühlen die Platine krumm.
Schon beobachtet?
Post by Heinz Schmitz
Die Eisenbahnschienen machen es im Sommer umgekehrt.
Ich dachte eigentlich, da wäre das Problem, daß die Schienen bei
Wärmeausdehnung auf Stoß keinen Platz mehr haben und daher seitlich
ausweichen.

Bei Draht über längere Distanzen Lötauge für Lötauge festgelötet kann
ich mir zwar prinzipiell einen Bimetall-Effekt vorstellen, aber beim
System Kupfer/Lot/Leiterplatte, und einem lotumschlossenen Draht, müßte
man sich erst mal überlegen, wozwischen überhaupt. Solange man das nicht
als Problem beobachtet hat, würde ich mir da keine großen Gedanken machen.

Andererseits hab ich als Empfehlung gelesen, nie nur mit Lot zu brücken,
sondern immer auch einen Draht einzulöten, und hab das auch so
gehandhabt (ok, nur zwischen zwei Pins isses sicher nicht so wild). Bei
Bewegung (flexing, Vibration...) ist Lot halt nur auf kurze Distanzen
dauerhaft stabil, und außerdem braucht man weniger Lot. (Für den
Widerstand isses auch besser, aber der Effekt dürfte markinal sein.)

Hanno
--
The modern conservative is engaged in one of man's oldest exercises in
moral philosophy; that is, the search for a superior moral justification
for selfishness.
- John Kenneth Galbraith
Rainer Knaepper
2019-09-28 12:51:00 UTC
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Post by Hanno Foest
Post by Heinz Schmitz
Draht über längere Distanzen Lötauge für Lötauge festgelötet
zieht ggf beim Abkühlen die Platine krumm.
Schon beobachtet?
Ja. Sicher. Kann man aber vermeiden, wenn man dafür sorgt, daß nicht
die gesamte Drahtlänge gleichzeitig in flüssigem Lot schwimmt.


Rainer
--
Ich möchte einfach hier sitzen...
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