Discussion:
Elektronikschrottverordnung?
(zu alt für eine Antwort)
Thorsten Ostermann
2005-04-06 06:38:49 UTC
Permalink
Bisher habe ich immer nur recht dürftige Kurzberichte über die kommende
Rücknahmeverpflichtung für Elektrogeräte gelesen. Betrifft das nur den
B2C-Markt, oder auch Anbieter von industriellen Produkten? Und ab wann
ist ein Produkt ein Produkt im Sinne der Verordnung? Beispiel PC: Ist
schon der Hersteller der Grafikkarte zur Rücknahme verpflichtet, oder
erst der "Hersteller" des kompletten PCs?

Gruß
Thorsten
--
Kunst kommt aber von 'können',
nicht von 'kennst du schon den neuesten trick?'
Gunther in oecher.computer zum Thema "Gutes Webdesign"
Rafael Deliano
2005-04-06 12:32:39 UTC
Permalink
Elektronikschrottverordnung
Gähn.
Bisher habe ich immer nur recht dürftige Kurzberichte
Mehr als halboffizielle Journalistenmeinung gibts derzeit
nicht, weil ja immer und überall noch gebastelt wird:
http://www.stiftung.ear.de
Daselbst auch das offizielle Gesetz.
Beispiel PC: Grafikkarte
Unglückliches Beispiel. Normalerweise ist die Baugruppe
Teil eines Geräts und damit nicht papperlpflichtig.
Bei PCs werden die Baugruppen aber vom Endkunden einzeln
gekauft und montiert und haben damit als Ausnahmefall auch
CE-Papperl.

Zum Neu-Papperl findet sich in der WEKA-"Elektronik" 5/2005
2 seitiger Bericht: sie wollen
* durchkreuzte Mülltonne als Hinweis für den Endanwender
daß das Teil nicht in Hausmüll gehört. Das wußte der
Endanwender bisher aber implizit ohnehin.
* einen Hinweis dass das Teil nach 13. August 2005 in
Verkehr gebracht wurde. Typisch wird das wohl
manufacturing date im Klartext sein.
* die Herstellerkennzeichnung
Die gabs aber bisher ja auch schon.
Ich vermute da kommt statt Name aber die ID dazu.
Es ist allerdings irrelevant dass der Name tatsächlich
Zuordnung zu Hersteller und damit Rückgabe an diesen und
"umweltverträgliche Entsorgung" eigenverantwortlich
ermöglicht, da das nicht beabsichtigt oder logistisch
auch nur möglich ist.

Die Details zum Abzockmodel "GrünerPunkt 2" sind
abgesehen vom Gesetzestext wohl noch nicht so klar.
Daß "nach Gewicht" gezahlt werden darf wird einen
meiner Kunden freuen: das Gerät hat winzige
SMD-Elektronik aber wiegt dank Mechanik 3kg.

MfG JRD
Joerg
2005-04-06 16:50:21 UTC
Permalink
Hallo Rafael,
Post by Rafael Deliano
Elektronikschrottverordnung
Gähn.
Gaeh...hae..hae...haehhhhhn.
Post by Rafael Deliano
Mehr als halboffizielle Journalistenmeinung gibts derzeit
http://www.stiftung.ear.de
Daselbst auch das offizielle Gesetz.
Wann nehmt ihr denn endlich Eure Politker mal in die Zange und fordert,
dass sie Naegel mit Koepfen machen oder den Saal verlassen sollen?
Waehlt doch mal einfach einen ab. Haben wir hier mit Arnold's Vorgaenger
gemacht, als wir die Faxen dicke hatten. Hat noch nie funktioniert,
sagte der selbstherrlich. Ihr haettet mal dessen Gesicht sehen sollen,
als er dann am Tag nach der Wahl seinen Job los war.
Post by Rafael Deliano
Die Details zum Abzockmodel "GrünerPunkt 2" sind
abgesehen vom Gesetzestext wohl noch nicht so klar.
Daß "nach Gewicht" gezahlt werden darf wird einen
meiner Kunden freuen: das Gerät hat winzige
SMD-Elektronik aber wiegt dank Mechanik 3kg.
Dadurch wird am Ende bei Euch alle Elektronik teurer als im Ausland.
Stichwort Standortnachteil.

Vermutlich geht das in die Richtung wie das Recycling-Abzocken in
Kalifornien: Man zahlt 60 Cents "Pfand" (auf gut deutsch "verkappte
Steuer") pro Palette Mineralwasser. Bringt man die leeren
Plastikflaschen zurueck, bekommt man ein paar einzelne Cents. Also
werfen die Leute wieder alles wie gehabt in den Hausmuell. Ach ja, nun
haben wir auch die gelbe Tonne. Man wirft es dort hinein, weil die
Recycling Stationen wegen mangelnden Teilnahme schon mal geschlossen
sind. Damit wird der "Pfand" zu 100% eine Steuer, plus die Gebuehr fuer
die Tonne, versteht sich.

Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com
Rafael Deliano
2005-04-06 17:55:55 UTC
Permalink
Post by Joerg
Waehlt doch mal einfach einen ab.
Das Gesetz ging im Bundestag mit den Stimmen von CDU/CSU,
Grünen, SPD bei Enthaltung der FDP durch. Wir haben
hierzulande ein defacto Einparteiensystem.
Echte Alternative gibts nur seehr weit rechts,
PDS ist auch nur pöstchengeiler Steigbügelhalter
wenns drauf ankommt.
Zwar nörgeln die Leute manchmal ein bisschen, dann
wählen sie aber doch wieder Schröder/Merkel/Stoiber.
Post by Joerg
Hat noch nie funktioniert, sagte der selbstherrlich.
Republikaner sollen in Kalifornien auch selten sein.

MfG JRD
Joerg
2005-04-06 18:04:18 UTC
Permalink
Hallo Rafael,
Post by Rafael Deliano
Das Gesetz ging im Bundestag mit den Stimmen von CDU/CSU,
Grünen, SPD bei Enthaltung der FDP durch. Wir haben
hierzulande ein defacto Einparteiensystem.
Das stimmt mich traurig. Die CDU hat das mitgetragen? Sehr traurig. Und
eine Enthaltung ist ja wohl auch kein besonders kerniger Standpunkt.
Post by Rafael Deliano
Republikaner sollen in Kalifornien auch selten sein.
Leider. Aber mit Arnold haben wir jetzt wenigstens einen, der Veto
einlegen kann und damit die schlimmsten und kostspieligsten
sozialistischen Exzesse verhindern kann. Am Veto des Governors gibt es
hier keinen Weg vorbei, ausser ein Referendum, die Waehler entscheiden
zu lassen. Doch da muss man erstmal einige hunderttausend Unterschriften
sammeln.

Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com
MaWin
2005-04-06 21:21:10 UTC
Permalink
Das stimmt mich traurig. Die CDU hat das mitgetragen? Sehr traurig. Und eine
Enthaltung ist ja wohl auch kein besonders kerniger Standpunkt.
?!? Was haettest du denn gerne ?!?

Das jeder Hersteller beliebig schwer zu entsorgenden und recykelbaren
Mist herstellt, fuer wenige Pfennige verkauft, und sich dann der Kunde
und damit die Gesellschaft mit dem Abfall rumschlagen soll und alle
Kosten tragen soll, die zur Beseitigung des Krempels notwendig sind,
waehrend sich der Hersteller mit der abgezockten Millioenchen auf einer
Suedseeinsel einen schoenen Lenz macht ?

Mann, gut das du nicht mehr hier lebst.

Es ist ja wohl mehr als in Ordnung, naemlich absolut selbstverstaendlich,
das jeder, der etwas in Verkehr bringt, auch dafuer gerade steht, den
Kram wieder zurueckzunehmen.
Da faellt einem auch gleich eine Firma ein, die vor der grossen
Rueckgabewelle mal schnell pleite geht um sich um ihre nicht in den
Bilanzen kalkulierten Beseitigungskosten zu druecken, also ist ein
Sicherungsfond auch notwendig.
Und da man nicht jedes Geraet unnotig in der Gegend herumtransportiert,
ist es auch logisch, das man das in Muenchen gekaufte Radio in Hamburg
bei einem Radioverkaeufer abgeben koennen muss.
Ebenso selbstverstaendlich ist es wohl, das wenn viele ihre Radios von
Muenchen nach Hamburg schleppen, aber keiner welche von Hamburg nach
Muenchen, das der Hamburger der den Muell entsorgen muss, die Aufwendungen
vom Muenchner in Geld ersetzt bekommt.

Nun geht es nur noch um die Umsetzung dieser Grundanforderungen, und die
EU hat sich dazu durchaus praktikable Gedanken gemacht. Ob Deutschland
nun mehr Buerokratie will, weil Siemens seine hunderten von rumsitzenden
Angestellten beschaeftigen will die eh nie was produktiven brachten,
aber vielleicht gerade als Muellmann durchgehen, zu Lasten von kleinen
Firmen, die dafuer keinen extra einstellen wollen alleine um den Berg
der Vorschriften zu lesen, ist typisch deutsch und typisch die aktuelle
Ausrichtig der Bundesregierung: Amigo der Grosskonzerne, den Mittelstand
knueppeln.
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at despammed.com
homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/
de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/
Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask.
Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.
Joerg
2005-04-06 22:01:59 UTC
Permalink
Hallo Manfred,
Post by MaWin
?!? Was haettest du denn gerne ?!?
So wie es hier ist: Wenn es schon sein muss, zahlt jeder beim Kauf einen
Obulus und dieser speist den Recyclingapparat. Oder der Haendler nimmt
beim Neukauf das alte Geraet zurueck. Es funktioniert. Habe vor zwei
Monaten einen Monitor ueber das Programm ins Recycling gefuehrt. Ich
musste nicht mal die Fracht bezahlen, selbst das uebernahm Dell. Ein
weiterer Frachtschein liegt bereit, falls noch etwas anfaellt.
Post by MaWin
Mann, gut das du nicht mehr hier lebst.
Das glaube ich langsam auch...
Post by MaWin
.... und typisch die aktuelle
Ausrichtig der Bundesregierung: Amigo der Grosskonzerne, den Mittelstand
knueppeln.
Das hast Du den Nagel auf den Kopf getroffen. Grosskonzerne gelten
wahrscheinlich meist aufgrund ihrer Finanzreserven als selbstversichert,
kleine Unternehmen werden gezwungen, Sonderfonds einzurichten. Damit
gehen etliche davon kaputt, wenn sie nicht rechtzeitig ins Ausland
umsiedeln.

Leute, hier beginnt eine Spirale. Eine Spirale nach unten.

Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com
Dschen Reinecke
2005-04-07 08:25:26 UTC
Permalink
Joerg wrote:

Moin!
Post by Joerg
Post by MaWin
?!? Was haettest du denn gerne ?!?
So wie es hier ist: Wenn es schon sein muss, zahlt jeder beim Kauf einen
Obulus und dieser speist den Recyclingapparat.
Oh, das System der (deutschen) Rentenversicherung? Also was an Geld
reinkommt wird für das Recycling von jetzt defekten Geräten verwendet.
Leider ein schlechtes System, da man da nie mehr von loskommt (siehe Rente).

Lieber zahle ich für das Recycling des Gerätes, welches ich gerade kaufe.
Post by Joerg
Oder der Haendler nimmt beim Neukauf das alte Geraet zurueck.
Das ist kein Unterschied: Beim Kauf bezahle ich das Recycling eines
alten Geräts.
Post by Joerg
Es funktioniert. Habe vor zwei
Monaten einen Monitor ueber das Programm ins Recycling gefuehrt. Ich
musste nicht mal die Fracht bezahlen, selbst das uebernahm Dell. Ein
weiterer Frachtschein liegt bereit, falls noch etwas anfaellt.
Röhren-TV und -Monitore sind eine der wenigen
Elektronik-Geräte-Gattungen, bei der es ein funktionierendes (und
lohnendes) Recycling gibt.
Post by Joerg
Leute, hier beginnt eine Spirale. Eine Spirale nach unten.
Nein, die beginnt, wenn man den Profit kurzsichtig macht, ohne zu
beachten, daß es teure Folgen haben wird (soziale oder ökologische). Und
eine nachhaltigere Wirtschaft zu verhindern, weil man auf andere
verweist, die es nicht so machen und darum etwas billiger sein können
ist blöd, denn irgendwer *muß* anfangen.

Ciao Dschen
--
Dschen Reinecke

=== der mit dem Namen aus China ===

http://WWW.DSCHEN.DE mailto:***@dschen.de
MaWin
2005-04-07 17:43:34 UTC
Permalink
Wenn es schon sein muss, zahlt jeder beim Kauf einen Obulus und dieser speist
den Recyclingapparat.
Haben wir, gruener Punkt, wollte die Elektrinikindustrie nicht.
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at despammed.com
homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/
de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/
Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask.
Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.
Joerg
2005-04-07 18:26:44 UTC
Permalink
Hallo Manfred,
Post by MaWin
Haben wir, gruener Punkt, wollte die Elektrinikindustrie nicht.
Warum denn nicht?

Mit WEEE Sperrkonten und dergleichen bekommen alle Kleinunternehmen
einen verplaettet. Neugruendungen und die Verwirklichung von Ideen
werden damit im Keim erstickt. Oder war das Sinn der Sache?

Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com
Stefan Hachmann
2005-04-07 21:29:58 UTC
Permalink
Post by Joerg
Hallo Manfred,
Post by MaWin
Haben wir, gruener Punkt, wollte die Elektrinikindustrie nicht.
Warum denn nicht?
Mit WEEE Sperrkonten und dergleichen bekommen alle Kleinunternehmen
einen verplaettet. Neugruendungen und die Verwirklichung von Ideen
werden damit im Keim erstickt. Oder war das Sinn der Sache?
Genau. Siehe Träger der Stiftung "Elektro-Altgeräte-Register".


Stefan
MaWin
2005-04-07 22:55:36 UTC
Permalink
Post by Joerg
Warum denn nicht?
Mit WEEE Sperrkonten und dergleichen bekommen alle Kleinunternehmen einen
verplaettet. Neugruendungen und die Verwirklichung von Ideen werden damit im
Keim erstickt. Oder war das Sinn der Sache?
Vermutlich. Lobbys und Amigos kommen von den Grossen, dort wo die
Portokasse reicht um am Hungertuch nagende Politiker zu fuettern.
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at despammed.com
homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/
de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/
Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask.
Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.
Joerg
2005-04-07 22:10:59 UTC
Permalink
Hallo Manfred,
Post by MaWin
Post by Joerg
Mit WEEE Sperrkonten und dergleichen bekommen alle Kleinunternehmen einen
verplaettet. Neugruendungen und die Verwirklichung von Ideen werden damit im
Keim erstickt. Oder war das Sinn der Sache?
Vermutlich. Lobbys und Amigos kommen von den Grossen, dort wo die
Portokasse reicht um am Hungertuch nagende Politiker zu fuettern.
Dann frage ich mich aber immer noch, warum die lokalen Handelskammern da
nicht maechtig zwischengefunkt haben. Hier bei uns wuerden die und auch
die Verbaende der Kleinunternehmer eine Riesenschlacht veranstalten und
vermutlich gewinnen.

Im Zweifelsfall ziehen die auch gleich vors Gericht und erwirken eine
einstweilige Verfuegung. Oder die Aussetzung der Ueberwachung einer
ansonsten bestehenden Verordnung wird angeordnet, alles schon passiert.
Ich halte zwar nicht viel davon, alles gleich den Juristen zu
ueberlassen, aber manchmal ist es der einzige Ausweg, wenn die
Buerokraten uebermuetig werden.

Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com
Rafael Deliano
2005-04-08 06:19:15 UTC
Permalink
Post by MaWin
Vermutlich. Lobbys und Amigos kommen von den Grossen,
Wie ein Brüsseler Bürokratenvorsteher mal erklärte: da
die Brüsseler Bürokratie unpopulär ist haben sie zuwenig
Personal. Insbesondere Fachleute für Spezialfragen.
Damit werden sehr viele Arbeiten an externe Consultants
auf kurzzeitigen Arbeitsverträgen weitergegeben. Da
diese von sowas natürlich nicht dauerhaft sicher leben
können ( Brüssel ist nicht ganz billig ), arbeiten die
gleichzeitig für Industrieverbände. Während in Berlin
Lobbyisten Gesetze nur indirekt beeinflussen können,
formulieren sie sie in Brüssel selbst.
Hier bei uns ...
Naja wie war das mit den Greencards für ausländische
Fachkräfte die die US-Industrie ( zu Boom-Zeiten )
ins Land holte und die heimische Ings vom Arbeitsmarkt
drängten ? Der Aufschrei allüberall war groß
selbst Bob Pease und IEEE Spectrum haben gewettert.
Scheint aber Washington wenig beeindruckt zu haben,
die Industrie-Lobbies stärker.

MfG JRD
horst-d.winzler
2005-04-08 07:58:24 UTC
Permalink
Post by Rafael Deliano
Post by MaWin
Vermutlich. Lobbys und Amigos kommen von den Grossen,
Während in Berlin
Lobbyisten Gesetze nur indirekt beeinflussen können,
Ähem, soll die Bundeswehr nicht ein neues Anti-Raketen-System
bekommen? Kosten (fürs Volk) etwa 6 Milliarden. Fachleute rechnen
mit über 8 Milliarden.

Naive Frage, gegen welchen Feind soll uns das schützen?
Gegen Amis? Das sind doch derzeit die Einzigen (außer Freund
Putin) gegen denen dieses System (zweifelhaften)Sinn machen würde?
Post by Rafael Deliano
Hier bei uns ...
Naja wie war das mit den Greencards für ausländische
Fachkräfte die die US-Industrie ( zu Boom-Zeiten )
ins Land holte und die heimische Ings vom Arbeitsmarkt
drängten ?
Ein Bekannter hat drüben nur deshalb eine Stelle bekommen, weil
Spezialist(Arzt) und einer seiner Söhne in USA das Licht dieser
Welt erblickte.
Nun ja, seine ausnehmend attraktive Gattin (ehemals
Flugbegleiterin) bekommt alles geregelt. Sogar seine
Seitensprünge ;-)
--
gruss horst-dieter
Rafael Deliano
2005-04-08 18:14:28 UTC
Permalink
Fachleute rechnen mit über 8 Milliarden.
Bei Discountern sollte man nicht kaufen.
Die Systemkosten für den US "Joint Strike Fighter"
sind $200 (US-)billion.
Zum Vergleich: Argentinien ist über
Staatsverschuldung von $103 (US-)billion
gestolpert.

MfG JRD
horst-d.winzler
2005-04-10 06:42:27 UTC
Permalink
Post by Rafael Deliano
Fachleute rechnen mit über 8 Milliarden.
Bei Discountern sollte man nicht kaufen.
Und was man kauft, kann nicht für zugedachte Zweck eingesetzt werden.
Ist so, als würde ein LKW gekauft. Mit dem LKW kann zwar gefahren
werden, jedoch darf er keine Last tragen.
--
gruss horst-dieter
Joerg
2005-04-08 17:40:27 UTC
Permalink
Hallo Rafael,
Post by Rafael Deliano
Naja wie war das mit den Greencards für ausländische
Fachkräfte die die US-Industrie ( zu Boom-Zeiten )
ins Land holte und die heimische Ings vom Arbeitsmarkt
drängten ? Der Aufschrei allüberall war groß
selbst Bob Pease und IEEE Spectrum haben gewettert.
Scheint aber Washington wenig beeindruckt zu haben,
die Industrie-Lobbies stärker.
Ja, die maulten alle herum. Was sie nicht kapierten oder manchmal nicht
kapieren wollten: Das Programm an sich ist gut und hat dem Lande mehr
genutzt als viele wissen. Was meinst Du, wo etwa der Wahl-Kalifornier
Linus Torvalds her kommt? Oder tausende von Unternehmensgruendern in
Silicon Valley?

Das Problem mit dem Gesetz ist das uebliche. Die Regeln werden weder
sinnvoll kontrolliert noch gross eingehalten. Verdraengung macht nur
Sinn bei Unterbezahlung. Da wir in USA in Sachen steuerbarem Einkommen
glaeserne Buerger sind, haette das Arbeitsministerium lediglich alle
elektronischen Gehaltsmeldungsen (W2 Filings) von Visa Haltern in den
Computer fuettern muessen. Geht vollautomatisch. Da waere jegliche
Unterbezahlung von Ingenieuren sofort aufgefallen. Sehr simpel. Hat man
aber nicht getan.

Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com
Rafael Deliano
2005-04-11 08:56:39 UTC
Permalink
Post by Joerg
Greencards für ausländische Fachkräfte
Das Programm an sich ist gut
Marktwirtschaft gilt auch am Arbeitsmarkt:
ein Mehrangebot an Arbeitskräften führt
zum Sinken der Löhne.
Post by Joerg
Da waere jegliche Unterbezahlung von
Ingenieuren sofort aufgefallen.
USA hat staatlichen Mindestlohn für
Berufsgruppen ?

Es wurde ehedem in der Boomzeit wohl
argumentiert, daß man jetzt schnell externe
Fachkräfte braucht, weil das Ausbrüten
an Hochschulen ja nicht schnell genug
geht. Nur: der Boom ist vorbei. Sind die
Inder alle zurück nach Indien deportiert
worden oder drücken sie in einen Arbeits-
markt der nichtmehr so üppig ist ?
Gastarbeiter lösen Probleme nicht,
schaffen nur neue.

MfG JRD
Joerg
2005-04-11 18:04:54 UTC
Permalink
Hallo Rafael,
Post by Rafael Deliano
ein Mehrangebot an Arbeitskräften führt
zum Sinken der Löhne.
Tut es, wenn "Prevailing Wage" nicht eingehalten oder nicht kontrolliert
wird. Sonst nicht.
Post by Rafael Deliano
Post by Joerg
Da waere jegliche Unterbezahlung von
Ingenieuren sofort aufgefallen.
USA hat staatlichen Mindestlohn für
Berufsgruppen ?
Nein, aber das Visagesetz hat eine "Prevailing Wage" Klausel. Danach
muss mindestens der Lohn gezahlt werden, den Erhebungen fuer die
entsprechende Gruppe von Ingenieuren ergeben haben. Und diese Erhebungen
sind recht akkurat, etwa die des IEEE.

Das Problem: Diese Gesetz wird eklatant ignoriert, doch kaum jemand tut
etwas dagegen. Das ist das einzige grosse Problem mit H1B, auch wenn die
ganzen Lamentierer das nicht verstehen.
Post by Rafael Deliano
Es wurde ehedem in der Boomzeit wohl
argumentiert, daß man jetzt schnell externe
Fachkräfte braucht, weil das Ausbrüten
an Hochschulen ja nicht schnell genug
geht. Nur: der Boom ist vorbei. Sind die
Inder alle zurück nach Indien deportiert
worden oder drücken sie in einen Arbeits-
markt der nichtmehr so üppig ist ?
Nein. Viele gingen von selbst zurueck und haben dort Firmen gegruendet,
weil der Standort in Indien nun vorteilhafter ist. Da herrscht Wachstum.
Post by Rafael Deliano
Gastarbeiter lösen Probleme nicht,
schaffen nur neue.
Das stimmt nicht. War auch mal einer und, einmal ganz arrogant
formuliert, die zugrundeliegende Technologie waere sonst schlicht und
einfach mangels Fachspezialisten eingegangen. Das nutzt dann keinem
etwas. Und nein, ich wurde natuerlich nicht unterbezahlt. Nur eben
dringend gebraucht.

Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com
Stefan Hachmann
2005-04-07 21:28:54 UTC
Permalink
Post by MaWin
Wenn es schon sein muss, zahlt jeder beim Kauf einen Obulus und
dieser speist den Recyclingapparat.
Haben wir, gruener Punkt, wollte die Elektrinikindustrie nicht.
Glaube kaum, daß da andere als die großen Lobbyisten gefragt wurden...

Stefan
Rolf Bombach
2005-04-08 19:59:43 UTC
Permalink
Post by MaWin
Es ist ja wohl mehr als in Ordnung, naemlich absolut selbstverstaendlich,
das jeder, der etwas in Verkehr bringt, auch dafuer gerade steht, den
Kram wieder zurueckzunehmen.
Sicher, aber ganz ohne Kostenfolge geht das nicht. In der
Schweiz wird auf jedes Elektro/Elektronik-gerät eine vor-
gezogene Entsorgungsgebühr kassiert, im einstelligen
Prozentbereich. Dafür kann ich jedes Elektrogerät bei
jedem Elektroladen (oder Supermarkt mit entsprechender
Abteilung) zurückgeben, ohne Schein/Nachweis oder was
auch immer. Ohne Neukauf, ohne, dass auf das Altgerät
je eine Gebühr bezahlt wurde. Nix Bürokratie. Geht.
Ich wart allerdings noch auf den Zeitpunkt, wo mir
CHF10 oder so angeboten werden, damit ich den Kühlschrank
bei der Konkurrenz ablade...
--
mfg Rolf Bombach
MaWin
2005-04-09 00:32:07 UTC
Permalink
Post by Rolf Bombach
Sicher, aber ganz ohne Kostenfolge geht das nicht. In der
Schweiz wird auf jedes Elektro/Elektronik-gerät eine vor-
gezogene Entsorgungsgebühr kassiert, im einstelligen
Prozentbereich. Dafür kann ich jedes Elektrogerät bei
jedem Elektroladen (oder Supermarkt mit entsprechender
Abteilung) zurückgeben, ohne Schein/Nachweis oder was
auch immer.
Ja nun, fuer dich als Endverbraucher wird sich auch das europaeische
System so ergeben. Einfach abgeben. Ohne zusaetzliche Kosten. Die
sind beim Kauf schon drin.
Bloss das die Industrie mal wieder glaubt, es besser zu koennen, als
ein staatlich organisiertes Ruecknahmesystem, und meint, es billiger
zu realisieren. Das wird dann so wie der gruene Punkt, Recykling durch
'thermische Wiederverwertung' statt oekonomischer Pappschachteln.
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at despammed.com
homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/
de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/
Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask.
Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.
horst-d.winzler
2005-04-09 04:27:39 UTC
Permalink
Post by MaWin
Post by Rolf Bombach
Sicher, aber ganz ohne Kostenfolge geht das nicht. In der
Schweiz wird auf jedes Elektro/Elektronik-gerät eine vor-
gezogene Entsorgungsgebühr kassiert, im einstelligen
Prozentbereich. Dafür kann ich jedes Elektrogerät bei
jedem Elektroladen (oder Supermarkt mit entsprechender
Abteilung) zurückgeben, ohne Schein/Nachweis oder was
auch immer.
Ja nun, fuer dich als Endverbraucher wird sich auch das europaeische
System so ergeben. Einfach abgeben. Ohne zusaetzliche Kosten. Die
sind beim Kauf schon drin.
Bloss das die Industrie mal wieder glaubt, es besser zu koennen, als
ein staatlich organisiertes Ruecknahmesystem, und meint, es billiger
zu realisieren. Das wird dann so wie der gruene Punkt, Recykling durch
'thermische Wiederverwertung' statt oekonomischer Pappschachteln.
Nur zur gefälligen Erinnerung. Im Osten gabs SERO
(Sekundärrohstoffe). Weil vom Staat organisiert, schonmal dem Tod
geweiht.
Ich denke, es wird Zeit, sich einmal darüber zu verständigen, das
es sinnvoll ist, einige Dinge gemeinschaftlich organisiert zu sehen.
Sero hat ja wohl gut funktioniert.
zB hätte ich bei der Wasserversorgung Bauchschmerzen, wenn die
privat, also gewinnorientiert organisiert würde. ;-)
Wichtig ist, das Abläufe und Kosten transparent sind.
Wer hat was warum beschlossen.
Würde ich mir gerade im Kommunalbereich wünschen.
Da beneide ich die USA Bürger ;-)
--
gruss horst-dieter
MaWin
2005-04-09 10:24:35 UTC
Permalink
zB hätte ich bei der Wasserversorgung Bauchschmerzen, wenn die privat, also
gewinnorientiert organisiert würde. ;-)
Würde ich mir gerade im Kommunalbereich wünschen.
Da beneide ich die USA Bürger ;-)
Wegen der privaten Wasserversorgung ? Gerade U.S.-Konzerne
betreiben mit Hilfe der Weltbank (nun unter Kontrolle des
groessten Eroberungskriegsstrategen der U.S.A.) massiv die
Umwandlung kummunaler Wasserversorgung in ihre Privatunternehmen
auf der ganzen Welt, ruinieren das System dort, und verlassen
dann das Land mit den Taschen voller Geld und durstiger
Bevoelkerung die dann nach der Revolution muehsam das in Dutt
gefahrene System wieder aufbauen muss, Beispiele gibt es genug.
Wichtig ist, das Abläufe und Kosten transparent sind.
Wer hat was warum beschlossen.
Hey, wie willst du da Abzockerei und Bestechlichkeit der Geld
verdienenden Beteiligten sicherstellen ? Das geht doch nicht,
auf die Art waere aus dem Muell doch kein gewinnbringendes
Geschaeft zu machen,

und ihr Trottel habt den Kapitalismus doch gewollt, wegen alls
der blinkenden Laempchen in den Schaufenstern, also jammere jetzt
nicht SERO und all den anderen guten Dinge der DDR hinterher,
das hast du gegen CD-Player, Videorecoder und Handy verkauft,
und sagŽ nicht, ihre waerŽt nicht gewarnt worden.
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at despammed.com
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horst-d.winzler
2005-04-09 15:54:54 UTC
Permalink
Post by MaWin
zB hätte ich bei der Wasserversorgung Bauchschmerzen, wenn die privat, also
gewinnorientiert organisiert würde. ;-)
Wichtig ist, das Abläufe und Kosten transparent sind.
Wer hat was warum beschlossen.
Post by MaWin
Würde ich mir gerade im Kommunalbereich wünschen.
Da beneide ich die USA Bürger ;-)
(So, jetzt stimmt die Reihenfolge wieder)

Die US Büger beneide ich tatsächlich um den "Freedom of
Information Act".
Ich sähe ihn bei uns lieber Heut als Morgen eingeführt!

Hat manchem US Bürgermeister schon schlaflose Nächte bereitet.
Den wurde durch Bürger nachgewiesen, das ihre angebliche
Dienstreise privater Natur war. Sie durften dann der Gemeinde die
Kosten voll ersetzen.
Sowas wäre für den Anfang schonmal eine gute Einübung für den
Deutschen Steuersklave.
Post by MaWin
Wegen der privaten Wasserversorgung ? Gerade U.S.-Konzerne
betreiben mit Hilfe der Weltbank (nun unter Kontrolle des
groessten Eroberungskriegsstrategen der U.S.A.)
Du rennst bei mir offene Tore ein. Nur, so einfach ist das leider
nicht ;-(
Post by MaWin
Wichtig ist, das Abläufe und Kosten transparent sind.
Wer hat was warum beschlossen.
Hey, wie willst du da Abzockerei und Bestechlichkeit der Geld
verdienenden Beteiligten sicherstellen ? Das geht doch nicht,
auf die Art waere aus dem Muell doch kein gewinnbringendes
Geschaeft zu machen,
Na ja, 1 April ist schon eine weile her ;-)
Post by MaWin
und ihr Trottel habt den Kapitalismus doch gewollt, wegen alls
der blinkenden Laempchen in den Schaufenstern, also jammere jetzt
nicht SERO und all den anderen guten Dinge der DDR hinterher,
das hast du gegen CD-Player, Videorecoder und Handy verkauft,
und sag´ nicht, ihre waer´t nicht gewarnt worden.
BTW ich war schon immer ein überzeugter "Besserwessi". Nur
hindert mich mein Wohnort nicht, manches auch mal von der anderen
Seite zu sehen.

BTW2 Glitzernde Frontplatten haben mich als passionierter
Selbstbauer nie sonderlich beeindruckt. Eher im Gegenteil. Sowas
entfacht grundsätzlich mein Mißtrauen. ;-)
--
gruss horst-dieter
Joerg
2005-04-09 19:45:42 UTC
Permalink
Hallo Horst-Dieter,
Post by horst-d.winzler
Post by horst-d.winzler
Da beneide ich die USA Bürger ;-)
(So, jetzt stimmt die Reihenfolge wieder)
Die US Büger beneide ich tatsächlich um den "Freedom of Information Act".
Ich sähe ihn bei uns lieber Heut als Morgen eingeführt!
Das funktioniert wie am Schnuerchen. Beispiel: Oeffentliche Organisation
wollte Leuten hier einen ueber die Muetze ziehen, nach dem Motto
Einflugschneise muss sicher sein und ihr bezahlt das. Einige Stunden
durch die offenzulegenden Board Meeting Minutes, einige handfeste
Schreiben und Auftritte bei Meetings im Stil von Dogbert. Dazu ein gutes
Quaentchen Presse. Schwupps, wurde ganz schnell ein Rueckzieher gemacht
und alles finanziell beglichen. Deren Anwaelte haben wohl gesehen, dass
es gruendlich in die Hose gehen wuerde.

Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com
Stefan Hachmann
2005-04-09 16:24:01 UTC
Permalink
MaWin schrieb:

[ElektroG - einfache Rückgabe]
Post by MaWin
Ja nun, fuer dich als Endverbraucher wird sich auch das europaeische
System so ergeben. Einfach abgeben. Ohne zusaetzliche Kosten. Die
sind beim Kauf schon drin.
Was ja prinzipiell vernünftig ist.
Post by MaWin
Bloss das die Industrie mal wieder glaubt, es besser zu koennen, als
ein staatlich organisiertes Ruecknahmesystem, und meint, es billiger
zu realisieren. Das wird dann so wie der gruene Punkt, Recykling durch
'thermische Wiederverwertung' statt oekonomischer Pappschachteln.
Müßte jeder Hersteller "seinen eigenen Dreck" entsorgen, könnte man ja
darauf hoffen, das man beim Design entsprechend sorgfältig vorgehen
würde um die Entsorgung kostengünstig zu gestalten. Da nun aber nach
Gewicht und Geräteklassen abgerechnet wird, werden wir nur die
Leichtbauweise erleben.

Zur staatlich organisierten Sammlung sei darauf verwiesen, daß die
Städte dies inzwischen auch ausgeschrieben und nach Timbuktu vergeben
haben. Es machen also bereits Privatunternehmen - Mülltourismus
inklusive.

Hauptsache billig, koste es auch, was es wolle.


Stefan
Rainer Knaepper
2005-04-09 11:30:00 UTC
Permalink
Moin MaWin,
Post by MaWin
Nun geht es nur noch um die Umsetzung dieser Grundanforderungen, und
die EU hat sich dazu durchaus praktikable Gedanken gemacht. Ob
Deutschland nun mehr Buerokratie will, weil Siemens seine hunderten
von rumsitzenden Angestellten beschaeftigen will die eh nie was
produktiven brachten, aber vielleicht gerade als Muellmann
durchgehen, zu Lasten von kleinen Firmen, die dafuer keinen extra
einstellen wollen alleine um den Berg der Vorschriften zu lesen, ist
typisch deutsch und typisch die aktuelle Ausrichtig der
Bundesregierung: Amigo der Grosskonzerne, den Mittelstand knueppeln.
Genau das ist der Punkt. Daß Mittelstand und Kleinunternehmer hier
reihenweise seit Jahren abkacken, scheint einfach nicht wahrgenommen
zu werden. Arbeitnehmer mit durchschnittlichem Einkommen kann man ja
kaum noch ausquetschen, die, die weniger als den Durchschnitt
verdienen, haben eh oft schon weniger in der Tasche als
Sozialhilfeempfänger.

Um den Abstand wieder herzustellen, senkt man dann eben die Hilfe zum
Lebensunterhalt. Ist ja völlig logisch.

Was wir hier brauchen, ist eine radikale Vereinfachung bei Steuern,
Verwaltung und Subventionen.

Was habe ich noch die tage gelesen? Wir haben rund 4 mio. Beschäftigte
im öffentlichen Dienst, also für je rund 20 Bundesbürger einen, der
irgendwas verwaltet. Ok, da sind auch die (zu wenigen) Lehrer,
Müllabfuhr usw. drin, aber Krankenkassen, Verbände, Kammern usw.
nicht.

Wird hierzulande einklich überhaupt noch nennenswert außerhalb des
Handwerks produktiv gearbeitet?

Rainer
--
Allerdings sparen die Firmen dann doch lieber an Klopapier
und anderen Dingen, wovon die Führungsetage etwas versteht.
(Jakob Krieger in dchm)
MaWin
2005-04-09 17:32:08 UTC
Permalink
Post by Rainer Knaepper
Genau das ist der Punkt. Daß Mittelstand und Kleinunternehmer hier
reihenweise seit Jahren abkacken, scheint einfach nicht wahrgenommen
zu werden.
Doch schon, man betrachtet die Erfolge seiner Politik doch gerne,
es ist doch ABSICHT ! Nur von Grossunternehmen fliessen grosse
Bestechungsgelder, ein Mittelstaendler kann sich doch gar keine
200000 EUR Zuwendung leisten, und billiger sind Politiker heute
nicht mehr zu haben.

Lies mal was ueber die Hoehe der Bestechungsgelder zu Zeiten von
FJS oder Prinz Bernhard der Niederlande, da lachst du heute drueber,
dort hat der wirtschaftliche Fortschritt stattgefunden.
Post by Rainer Knaepper
Was wir hier brauchen, ist eine radikale Vereinfachung bei Steuern,
Verwaltung und Subventionen.
Das waere doch kontraproduktiv. Wie sollte da Siemens ueberleben,
ohne die dauernden Zuwendungen aus Steuermitteln
Post by Rainer Knaepper
Wird hierzulande einklich überhaupt noch nennenswert außerhalb des
Handwerks produktiv gearbeitet?
Handwerk wohl weniger, Fabriken meinst du, die Bandarbeiter schaffen
hier den Reichtum, den die anderen verprassen. Es ist immer nur ein
Verteilungskampf, zwischen Mann und Frau, Kind und Vater und Rentner,
Fabrikbesitzer und Fabrikarbeiter und Politiker etc...
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at despammed.com
homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/
de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/
Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask.
Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.
Dietrich Schaffer
2005-04-06 18:34:28 UTC
Permalink
Rafael Deliano <***@t-online.de> wrote:

[...]
Post by Rafael Deliano
Die Details zum Abzockmodel "GrünerPunkt 2" sind
abgesehen vom Gesetzestext wohl noch nicht so klar.
Daß "nach Gewicht" gezahlt werden darf wird einen
meiner Kunden freuen: das Gerät hat winzige
SMD-Elektronik aber wiegt dank Mechanik 3kg.
IMHO noch nicht ganz klar. Als Inverkehrbringender müßt Du aber eine
Sicherheitsleistung (Sperrkonto o.ä.) für den Insolvenzfall zur Ver-
fügung stellen.

Da wiehert doch was...
Post by Rafael Deliano
MfG JRD
Servus,
Dietrich
Joerg
2005-04-06 18:41:56 UTC
Permalink
Hallo Dietrich,
Post by Dietrich Schaffer
IMHO noch nicht ganz klar. Als Inverkehrbringender müßt Du aber eine
Sicherheitsleistung (Sperrkonto o.ä.) für den Insolvenzfall zur Ver-
fügung stellen.
Da wiehert doch was...
Allerdings. Wollt Ihr denn Eure Wirtschaft ganz kaputt machen lassen?

Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com
Oliver Bartels
2005-04-06 21:20:08 UTC
Permalink
On Wed, 06 Apr 2005 18:41:56 GMT, Joerg
Post by Joerg
Post by Dietrich Schaffer
IMHO noch nicht ganz klar. Als Inverkehrbringender müßt Du aber eine
Sicherheitsleistung (Sperrkonto o.ä.) für den Insolvenzfall zur Ver-
fügung stellen.
Übrigens rein teutsche Sonderregelung unserer lieben grünen
Ideologen.

Weil man muß dem Mittelstand ja auch noch den letzten
Cent Liquidität wegnehmen. Basel 2 reicht da sicher nicht.
Post by Joerg
Allerdings. Wollt Ihr denn Eure Wirtschaft ganz kaputt machen lassen?
Na klar :-(

Deutschland ist jetzt schon EU Schlußlicht im Wachstum
und wir werden die Staatspleite schon noch hinbekommen :-(

Jörg: Das Volk *ist* hier leider nicht mit IQ gesegnet,
sonst wäre unser aller Kanzler schon 2002 mit seinem
Show-Auftritt in Gummistiefel auf dem Deich weg vom
Fenster gewesen.
Es war doch klar, dass dem die Flut gerade recht kam,
um Steuern "für die Flutopfer" zu erhöhen.
Am Ende war für die der dreifache Betrag da, ausgezahlt
wurde der einfache, der Rest verschwand in der maroden
Staatskasse. Das Manöver war doch offensichtlich :-(

Offenbar geht der Lernprozess nur auf die ganz harte
Tour, es sollte eigentlich klar sein, dass Deutschland
es sich nicht mehr leisten kann, auf jede EU Verordnung
noch ein kleines grünes Extra draufzusatteln, siehe
hier die Garantie, die es nur in .de und faktisch nur
für inländische Unternehmen geben wird.

Dafür fördern die Trotteln dann mit dem Steuerrecht
die Abwanderung von Arbeitsplätzen, so vor ca.
2 Wochen ist das Thema geworden und da haben
sie selber gemerkt, dass sie einen fetten Bock geschossen
haben. Nur ist jetzt zu spät :-(

An der Arbeitsplatz-Abwanderungsförderung (tm) sieht
man auch, dass diese Regierung nicht links oder
rechts ist, sondern einfach nur selbstherrlich und
leider in der Gesetzgebung ziemlich schlampig :-(

Einen Handwerker, der solche "Qualitätsware" wie die
Gesetze aus Berlin abliefert, oder den ominösen
Visa Erlass, den hätte man längst an die frische Luft
gesetzt.

Ciao Oliver
--
Oliver Bartels + Erding, Germany + ***@bartels.de
http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax: -10
Joerg
2005-04-06 22:08:44 UTC
Permalink
Hallo Oliver,
Post by Oliver Bartels
Offenbar geht der Lernprozess nur auf die ganz harte
Tour, es sollte eigentlich klar sein, dass Deutschland
es sich nicht mehr leisten kann, auf jede EU Verordnung
noch ein kleines grünes Extra draufzusatteln, siehe
hier die Garantie, die es nur in .de und faktisch nur
für inländische Unternehmen geben wird.
Dafür fördern die Trotteln dann mit dem Steuerrecht
die Abwanderung von Arbeitsplätzen, so vor ca.
2 Wochen ist das Thema geworden und da haben
sie selber gemerkt, dass sie einen fetten Bock geschossen
haben. Nur ist jetzt zu spät :-(
Als Kleinunternehmer wuerde ich ernsthaft eine moegliche Auswanderung
erwaegen. Wenn ich es nicht schon letztes Jahrzehnt getan und
durchgefuehrt haette.
Post by Oliver Bartels
An der Arbeitsplatz-Abwanderungsförderung (tm) sieht
man auch, dass diese Regierung nicht links oder
rechts ist, sondern einfach nur selbstherrlich und
leider in der Gesetzgebung ziemlich schlampig :-(
Wo sind denn da die (frueher?) machtvollen Unternehmerverbaende und
Handelskammern? Bei uns gehen die so etwas mit Fernsehsendungen und
ganzseitigen Anzeigen in den Zeitungen an. Das ruettelt die Leute wach.

Dazu wird es von "Talk Radio" (Rush Limbaugh etc.) aufgegriffen und
spaetestens dann gibt es fuer die verantwortlichen Politiker kein
Entrinnen mehr.

Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com
Nina Sattler
2005-04-07 11:32:37 UTC
Permalink
Hallo Joerg,
Post by Joerg
Post by Oliver Bartels
Dafür fördern die Trotteln dann mit dem Steuerrecht
die Abwanderung von Arbeitsplätzen, so vor ca.
2 Wochen ist das Thema geworden und da haben
sie selber gemerkt, dass sie einen fetten Bock geschossen
haben. Nur ist jetzt zu spät :-(
Als Kleinunternehmer wuerde ich ernsthaft eine moegliche Auswanderung
erwaegen. Wenn ich es nicht schon letztes Jahrzehnt getan und
durchgefuehrt haette.
Man kanns aber auch herbeireden, und es wird langsam augenfällig, wie
Dein einziges Patentrezept lautet. Auswandern ist nicht für alle die
Lösung, schon gar nicht für den Großteil der Kleinunternehmer.

Ausserdem ist das Symptombekämpfung. Das eigentliche Problem liegt
woanders. Das mit dem Weglaufen klappt in jeder Hinsicht nur sehr
begrenzt.

BTW, hab ich kürzlich wieder gelacht. Irgend ein Autokonzern (glaube
VW) mußte ja unbedingt nach Tschechien auslagern. Das ist einige Zeit
gutgegangen, dann wollten die Tschechen 10% mehr Lohn. Haben sie auch
tatsächlich gekriegt. Da fragt man sich doch: Haben die das schon von
vornherein miteinbezogen? Ist es jetzt immer noch billiger als eine
Fertigung in D? Oder wird ihnen das ewige Von-Land-zu-Land-Gehopse dann
im Endeffekt doch zu blöde weil zu teuer?
Post by Joerg
Wo sind denn da die (frueher?) machtvollen Unternehmerverbaende und
Handelskammern? Bei uns gehen die so etwas mit Fernsehsendungen und
ganzseitigen Anzeigen in den Zeitungen an. Das ruettelt die Leute wach.
Dazu wird es von "Talk Radio" (Rush Limbaugh etc.) aufgegriffen und
spaetestens dann gibt es fuer die verantwortlichen Politiker kein
Entrinnen mehr.
Das kratzt die hiesige Prominenz wenig bis gar nicht, die stecken das
munter weg, und der Deutsche hat ja sowieso ein Hirn wie ein Sieb, was
das angeht. Das ist ein urdeutscher Zug, der auch in den kleinen Leuten
steckt. Deswegen passiert auf Volksebene so gut wie nichts. Man braucht
nur die Protestmärsche bzgl Hartz-IV angucken. Da gingen auch nur
relativ wenige auf die Strasse, und auch erst viel, viel zu spät. Das
ist halt des jetzigen Deutschen Mentalität, da kann man wenig machen.
Sind eben anders als Amis, Franzosen, Italiener etc., das muss man
berücksichtigen.


ciao ... Nina
Joerg
2005-04-07 17:00:46 UTC
Permalink
Hallo Nina,
Post by Nina Sattler
Man kanns aber auch herbeireden, und es wird langsam augenfällig, wie
Dein einziges Patentrezept lautet. Auswandern ist nicht für alle die
Lösung, schon gar nicht für den Großteil der Kleinunternehmer.
Es ist nicht die einzige Loesung, aber es ist eine Loesung. Manchmal
reicht schon das Nachbarland, etwa als Anfang der 90er Unternehmen
reihenweise von NRW nach NL gingen. Habe die entsprechenden Palaeste
alle paar Wochen neben der Autobahn nach Rotterdam gesehen, weil ich
diese Strecke dann auch fahren musste. Natuerlich habe ich wie viele
andere die Entscheidungstraeger in NRW unermuedlich und lange vorher auf
diesen verheerenden Effekt hingewiesen und Vorschlaege gemacht. Genutzt
hat es nichts.

Bei WEEE und solchen Verzapfungen ist jedoch oft die weitere Ferne angesagt.
Post by Nina Sattler
Ausserdem ist das Symptombekämpfung. Das eigentliche Problem liegt
woanders. Das mit dem Weglaufen klappt in jeder Hinsicht nur sehr
begrenzt.
Kann ich fuer mein Business nicht bestaetigen.
Post by Nina Sattler
BTW, hab ich kürzlich wieder gelacht. Irgend ein Autokonzern (glaube
VW) mußte ja unbedingt nach Tschechien auslagern. Das ist einige Zeit
gutgegangen, dann wollten die Tschechen 10% mehr Lohn. Haben sie auch
tatsächlich gekriegt. Da fragt man sich doch: Haben die das schon von
vornherein miteinbezogen? Ist es jetzt immer noch billiger als eine
Fertigung in D? Oder wird ihnen das ewige Von-Land-zu-Land-Gehopse dann
im Endeffekt doch zu blöde weil zu teuer?
Ich wage mal zu behaupten: Haben sie eingerechnet. Ist immer noch
billiger. Ist weder zu bloede noch zu teuer. Ich war manchmal in solche
Standortentscheidungen einbezogen. Da geht das knallhart zu und mit
wesentlich laengerer Voraussicht als die sonst in borsennotierten Firmen
ueblichen drei Monate.

Hatte gerade mit einer Kostenkalkulation eines meiner Designs zu tun.
Selbst als gewiefter Kostenfuchs blieb mir doch kurz die Spucke weg, wie
billig das in Asien gefertigt werden kann.
Post by Nina Sattler
Post by Joerg
Dazu wird es von "Talk Radio" (Rush Limbaugh etc.) aufgegriffen und
spaetestens dann gibt es fuer die verantwortlichen Politiker kein
Entrinnen mehr.
Das kratzt die hiesige Prominenz wenig bis gar nicht, die stecken das
munter weg, und der Deutsche hat ja sowieso ein Hirn wie ein Sieb, was
das angeht. Das ist ein urdeutscher Zug, der auch in den kleinen Leuten
steckt. Deswegen passiert auf Volksebene so gut wie nichts. Man braucht
nur die Protestmärsche bzgl Hartz-IV angucken. Da gingen auch nur
relativ wenige auf die Strasse, und auch erst viel, viel zu spät. Das
ist halt des jetzigen Deutschen Mentalität, da kann man wenig machen.
Sind eben anders als Amis, Franzosen, Italiener etc., das muss man
berücksichtigen.
Schade. Da muss wohl ein Erziehungsprozess nachgeholt werden. Wer hier
in Amerika die Waehler zu sehr veraergert, sieht alt aus. Die politische
Karriere nimmt dann ein jaehes Ende. Siehe unser ex-Governor, der von
der politischen Bildflaeche vollends verschwunden ist.

Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com
Enno Middelberg
2005-04-09 06:39:50 UTC
Permalink
Post by Joerg
Schade. Da muss wohl ein Erziehungsprozess nachgeholt werden. Wer hier
in Amerika die Waehler zu sehr veraergert, sieht alt aus.
Mit dem Unterschied, dass man die Waehler in den USA gar nicht (oder nur
sehr schwer) veraergern kann. Die schlucken alles - Kriege ohne Ende
ohne Gruende, Staatsverschuldung von Null auf Fantastilliarden in 4
Jahren, Buergerrechtsbeschneidungen an allen Ecken...

Ausserdem glaub ich nicht, dass hier ein "Erziehungsprozess" in Sachen
Demokratie oder Protest nachgeholt werden muss. Das ist, mit Respekt,
ueberhebliches Geschwafel. Die Ursachen fuer fehlenden Protest sind IMHO
sehr komplex und haben viel mit Verunsicherung und Angst zu tun.

Die Einwohner nahezu eines jeden Landes neigen dazu, die Vorzuege zu
verkennen und nur auf die Nachteile zu schielen. Fuer jede Absurditaet
eines Landes findest Du eine Absurditaet in einem anderen (nur bei den
skanidinavischen Laendern hab ich so meine Zweifel, die machen immer so
einen verdammt vernuenftigen Eindruck).


Enno
--
Remove "REMOVE_ME" for PM replies
Rafael Deliano
2005-04-09 09:16:46 UTC
Permalink
Post by Rafael Deliano
Staatsverschuldung
Wie hoch Verschuldung sein darf hängt davon ab ob man
sie zahlen kann und wieviel man bereits aufgetürmt hat.
Hierzulande braucht man sich diesbezüglich keine
Sorgen über die USA machen.
Post by Rafael Deliano
Buergerrechtsbeschneidungen an allen Ecken...
"Free speech" war und ist in den USA besser geschützt
als hierzulande. Wo kann man Adolfs Opus im Laden kaufen ?
Post by Rafael Deliano
Ausserdem glaub ich nicht, dass hier ein "Erziehungsprozess"
in Sachen Demokratie oder Protest nachgeholt werden muss.
... Die Ursachen fuer fehlenden Protest ... haben viel mit
Verunsicherung und Angst zu tun.
Unterthanen erdulden eben.
Post by Rafael Deliano
(nur bei den skanidinavischen Laendern hab ich so meine Zweifel,
die machen immer so einen verdammt vernuenftigen Eindruck).
Sie werden in den hiesigen Medien so dargestellt. Eine
Auswanderungswelle nach Schweden hat bisher nicht
stattgefunden.

MfG JRD
MaWin
2005-04-09 11:01:16 UTC
Permalink
Post by Rafael Deliano
Post by Rafael Deliano
Staatsverschuldung
Wie hoch Verschuldung sein darf hängt davon ab ob man
sie zahlen kann und wieviel man bereits aufgetürmt hat.
Staatsverschuldung ist bloss vorweggenommene Inflation,
denn es wird nie zurueckbezahlt, sondern nur neues Geld
gedruckt.
Der Buerger muss wissen, das Neuverschuldung nichts anderes
als weitere Steuereinnahmen mit anderen Mitteln sind.
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at despammed.com
homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/
de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/
Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask.
Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.
Enno Middelberg
2005-04-09 11:18:16 UTC
Permalink
Post by Rafael Deliano
Wie hoch Verschuldung sein darf hängt davon ab ob man
sie zahlen kann und wieviel man bereits aufgetürmt hat.
Stimmt. Und jetzt denk noch mal nach.
Post by Rafael Deliano
"Free speech" war und ist in den USA besser geschützt
als hierzulande. Wo kann man Adolfs Opus im Laden kaufen ?
Das ist wegen verstaendlicher Empfindlichkeiten hierzulande etwas
schwieriger als anderswo, aber das ist ja auch ok. Insofern ein
schlechtes Beispiel. Buergerrechten gehen aber noch weiter. Wenn Leute
ohne Anklage in Haft genommen werden (duerfen), der Staat zu
Schnueffeleien aufruft und Haarfarbe allein ausreicht, des Terrorismus
verdaechtig zu sein, dann finde ich das schlimm.
Post by Rafael Deliano
Unterthanen erdulden eben.
Besser, als in voellig merkbefreiter Hysterie einem minderbemittelten
Texaner herzulaufen und dabei wie ein Elefant im Porzellanladen
aufzutreten. Ohne zu merken, dass man einer ist.
Post by Rafael Deliano
Sie werden in den hiesigen Medien so dargestellt.
Danke, ich kann selber denken.
Post by Rafael Deliano
Eine
Auswanderungswelle nach Schweden hat bisher nicht
stattgefunden.
Was nichts bedeutet.


Enno
--
Remove "REMOVE_ME" for PM replies
Axel Schwenke
2005-04-09 11:50:39 UTC
Permalink
Post by Enno Middelberg
Post by Rafael Deliano
Eine
Auswanderungswelle nach Schweden hat bisher nicht
stattgefunden.
Was nichts bedeutet.
Ich arbeite für die deutsche Tochter einer schwedischen AB.
Das ist schon halb ausgewandert.


XL
Rolf Bombach
2005-05-31 18:38:43 UTC
Permalink
Post by Rafael Deliano
"Free speech" war und ist in den USA besser geschützt
als hierzulande. Wo kann man Adolfs Opus im Laden kaufen ?
Ich glaub, es ist tatsächlich geschützt. Es geht die
UL rum, der Ausdruck "freedom of speech" sei juxeshalber
von einem Literaturprof zum Schutz angemeldet worden,
offenbar erfolgreich.
--
mfg Rolf Bombach
Olaf Schultz
2005-05-31 19:53:53 UTC
Permalink
Post by Rolf Bombach
Post by Rafael Deliano
"Free speech" war und ist in den USA besser geschützt
als hierzulande. Wo kann man Adolfs Opus im Laden kaufen ?
Ich glaub, es ist tatsächlich geschützt.
http://wiki.netbib.de/coma/UrheberRecht

,,... Auch in wissenschaftlichen Arbeiten darf aus unveröffentlichten
Quellen nach dem Wortlaut des Gesetzes (§ 51 UrhG?) nicht einmal zitiert
werden. Dass dies die zeithistorische Forschung, die sich bislang vilefach
über solche Beschränkungen hinweggesetzt hat, extrem behindert, liegt auf
der Hand. Rechteinhaber können nach Belieben unliebsame Veröffentlichungen
verhindern. (Dies ist z.B. die Praxis des Freistaats Bayern, an den nach
dem Krieg die Urheberrechte von Adolf Hitler gefallen sind, so dass derzeit
keine legalen wissenschaftlichen Gesamtausgaben von \"Mein Kampf\" möglich
sind.)...''

Olaf, bin AFAIR bis Seite 33 gekommen und hab mich dann mangels Inhalt
sinnvollerer Literatur wieder zugewandt, Schultz
Rafael Deliano
2005-06-01 09:02:46 UTC
Permalink
Post by Olaf Schultz
(Dies ist z.B. die Praxis des Freistaats Bayern, an den nach
dem Krieg die Urheberrechte von Adolf Hitler gefallen sind, so dass derzeit
keine legalen wissenschaftlichen Gesamtausgaben von \"Mein Kampf\" möglich
sind.)...''
Zum Pseudolegalismus: wenn der Autor lange genug tot ist ( Schiller z.B.
)
kann das Werk ja dann wohl jeder Verlag nachdrucken ...
Art.5 GG, 1.3 "Eine Zensur findet nicht statt." ist aber halt
offensichtlich eine Floskel.
Post by Olaf Schultz
Olaf, bin AFAIR bis Seite 33 gekommen
Bei Karl Marx "Das Kapital" ( auch in Bayern unzensiert, bei amazon zu
haben ) ist wohl deutlich mühsamer auch nur soweit zu kommen.
Die Sorte Bücher ist nicht dazu da gelesen zu werden, sie haben eher
Symbolcharakter. Vgl. Das Buch von Emmanuell Goldstein in Orwells
"1984".
Ein Verbot durch Zensur kommt praktisch der Heiligsprechung gleich,
was es sich nicht zu verbieten lohnt könnte ja irrelevant geworden sein.

MfG JRD

Joerg
2005-04-09 19:28:43 UTC
Permalink
Hallo Enno,
... Die Ursachen fuer fehlenden Protest sind IMHO
sehr komplex und haben viel mit Verunsicherung und Angst zu tun.
Wie? Ich weiss nicht, was fuer eine Verunsicherung oder Angst davon
abhalten sollte, konstruktive aber deutliche Forderungen an Politiker zu
richten. Schliesslich sind das unsere gewaehlten Repraesentanten. Ich
kann nur sagen, dass das hier funktioniert.

Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com
Rafael Deliano
2005-04-11 09:03:14 UTC
Permalink
Ich kann nur sagen, dass das hier funktioniert.
Läuft hier nicht nach Schema
"President proposes, congress disposes".
Abgeordnete sind hierzulande ein zahmer
Kanzlerwahlverein da der ja nicht beliebig
Abstimmungen im Bundestag verlieren kann
ohne innerhalb der Legislaturperiode per
Mißtrauensvotum zu stürzen. Deshalb stimmen
hiesige Abgeordnete nicht nach Einsicht oder
eigener Überzeugung sondern nach Parteivorgabe
ab.

MfG JRD
Joerg
2005-04-11 18:09:20 UTC
Permalink
Hallo Rafael,
.... Deshalb stimmen
hiesige Abgeordnete nicht nach Einsicht oder
eigener Überzeugung sondern nach Parteivorgabe
ab.
Hier leider auch oft. Ab und zu bricht allerdings mal jemand die
Bruderschaft und dann wird es lustig. Der Gouverneur eines Staates bzw.
der Praesident fuer das ganze Land kann jedoch Veto einlegen, um
allzuschlimme Auswuechse zu unterbinden. Das hat uns in Kalifornien seit
Arnold schon vor mancher Katastrophe bewahrt.

Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com
horst-d.winzler
2005-04-07 06:37:27 UTC
Permalink
Post by Oliver Bartels
On Wed, 06 Apr 2005 18:41:56 GMT, Joerg
Post by Joerg
Post by Dietrich Schaffer
IMHO noch nicht ganz klar. Als Inverkehrbringender müßt Du aber eine
Sicherheitsleistung (Sperrkonto o.ä.) für den Insolvenzfall zur Ver-
fügung stellen.
Übrigens rein teutsche Sonderregelung unserer lieben grünen
Ideologen.
Aber auch von den anderen Parteien abgesegnet. Außer von der FDP.
Die FDP ist jedoch eine spezielle Spielart.
Post by Oliver Bartels
Weil man muß dem Mittelstand ja auch noch den letzten
Cent Liquidität wegnehmen. Basel 2 reicht da sicher nicht.
Wir hier hatten hier flächendeckend Entrümpelung. Hat sehr gut
funktioniert. War jedoch angeblich zu teuer. Danach Entrümpelung
auf "Anruf". Stand mehr auf der Straße, zB von Nachbarn, wurde
das "Mehr" stehengelassen. Der Anrufende hatte dann ein Problem ;-(

Beschlossen wurde das alles vom Stadtrat. Überwiegend
Mittelständler die für das Desaster verantwortlich zeichnen.

Solange der Bürger kein Recht auf Einsicht in Verwaltungsakten,
in Protokolle hat so wie in USA, gibts auch wirkliche Möglichkeit
den Mauscheleien ein Ende zu machen.
Post by Oliver Bartels
Post by Joerg
Allerdings. Wollt Ihr denn Eure Wirtschaft ganz kaputt machen lassen?
Na klar :-(
Deutschland ist jetzt schon EU Schlußlicht im Wachstum
und wir werden die Staatspleite schon noch hinbekommen :-(
Der Staat verwaltet inzwischen >50% des Bruttosozialeinkommens.
Es zeigt sich, je mehr der Staat bekommt, um so mehr verschuldet
er sich.
Wg. Gründen muß nicht lange gesucht werden. Schaut man sich mal
die Abgreifmentalität von Managern der Großindustrie an, ists
kein Wunder. Wir waren ja in letzter Zeit wieder mal Zeugen, wie
Politiker geschmiert wurden und werden.
Post by Oliver Bartels
Jörg: Das Volk *ist* hier leider nicht mit IQ gesegnet,
sonst wäre unser aller Kanzler schon 2002 mit seinem
Show-Auftritt in Gummistiefel auf dem Deich weg vom
Fenster gewesen.
Wenn du jetzt noch die Matadore der CDU/CSU als Leuchte
hinstellst, darf an deinem IQ gezweifelt werden. Die FDP wirst du
doch wohl nicht als Alternative vorschlagen wollen?

Stell dir mal vor, die sozialen Einschnitte, die von rot/grün
durchgesetzt wurden, wären von schwarz versucht worden. Welch ein
Aufstand wäre die Folge gewesen. Gewerkschaften und und...

Rot/grün war schon notwendig. Anders hätte man den ausufernden
sozialen Kosten nicht mal ansatzweise Grenzen setzen können.
Andererseits, was hat den CDU gegen die, man kann schon sagen
Ausbeutung von Unternehmen durch ihre Manager hier in DL gesagt?
Post by Oliver Bartels
Dafür fördern die Trotteln dann mit dem Steuerrecht
die Abwanderung von Arbeitsplätzen, so vor ca.
2 Wochen ist das Thema geworden und da haben
sie selber gemerkt, dass sie einen fetten Bock geschossen
haben. Nur ist jetzt zu spät :-(
Sagen wir es mal so, jeder ist käuflich.
Bei Geldern die Politiker bekommen bzw Vorteile die für die
Regierenden für später mal vorgemerkt werden, sollte es nicht
verwundern, wenn Politiker im Sinne ihrer Geldgeber handeln.
Sollte es mal wieder zu offensichtlich werden, tut man überrascht.
Wen wundert denn das noch?
Post by Oliver Bartels
An der Arbeitsplatz-Abwanderungsförderung (tm) sieht
man auch, dass diese Regierung nicht links oder
rechts ist, sondern einfach nur selbstherrlich und
leider in der Gesetzgebung ziemlich schlampig :-(
Es gab mal eine quasi Richtlinie, nach der nur soviel Gesetz
sein durften, wie in den Kopf eines Staatssekretärs "passten".

Derzeit hat doch niemand mehr, auch nur ansatzweise, einen Überblick.

Mertz hatte mit seinem Bierdeckel schon Recht.Konsequenter Abbau
von Ausnahmen und Vergünstigungen. Nur so geht es.
Und wer vom Staat was haben will, kriegt vorsorglich erst einmal
einen auf den Deckel. Man muß schon konfliktfreudig sein. Nur,
wer ist das schon ;-)
--
gruss horst-dieter
Oliver Bartels
2005-04-07 06:58:59 UTC
Permalink
On Thu, 07 Apr 2005 08:37:27 +0200, "horst-d.winzler"
Post by horst-d.winzler
Der Staat verwaltet inzwischen >50% des Bruttosozialeinkommens.
Es zeigt sich, je mehr der Staat bekommt, um so mehr verschuldet
er sich.
Klar. Der Staat *kann nicht* effizient Wirtschaftsangelegenheiten
übernehmen.

Schließlich geht es um OPM (Other People's Money) und
mit dem gehen Management- und Verwaltungsfritzen seit
je her sehr unvorsichtig um.

Das sollte klar sein, ist es aber vielen Leuten wohl nicht.
Post by horst-d.winzler
Wenn du jetzt noch die Matadore der CDU/CSU als Leuchte
hinstellst, darf an deinem IQ gezweifelt werden. Die FDP wirst du
doch wohl nicht als Alternative vorschlagen wollen?
Schlimmer als mit rot grün geht es derzeit nimmer.
Und die FDP wäre schon besser, auch wenn sie
derzeit geschwächt ist.
Post by horst-d.winzler
Rot/grün war schon notwendig. Anders hätte man den ausufernden
sozialen Kosten nicht mal ansatzweise Grenzen setzen können.
Es war einmal eine Alternative zu Aussitz-Kohl nötig, ja.
Wenn die nix taugt, muss man sie nicht nochmal wählen,

Aber nur mal zur Erinnerung:

Es gab 2002 eine sehr gute Alternative, die wir aus Bayern
nur sehr ungerne abgegeben hätten.

Der Edmund mag zwar kantig und hölzern sein, aber er
macht eine sehr effiziente Politik. Die Eckdaten in
Bayern sehen gottseitdank noch etwas anders aus als
im Rest der Republik und aus diesem Grund ist
Bayern z.B. das einzige Bundesland, dessen Anleihen
noch mit AAA bewertet werden.

Sprich: Den Bayern glaubt man, dass sie ihre Schulden
zurückzahlen. Den anderen Ländern traut man nicht
mehr ganz so.

Aber unser schlaues Volk hat halt eine ganz schlaue
Wahl getroffen.

Gut für Bayern, schlecht für Deutschland.

Ob der Mann sich die Wahl 2006 nochmal antun will,
wage ich zu bezweifeln.
Post by horst-d.winzler
Sagen wir es mal so, jeder ist käuflich.
Es gibt welche, die sind mehr käuflich, und solche, die
es deutlich weniger sind.

Nur weil es ein paar verantwortunglose Politiker und Manager
gibt, sollte man daraus nicht auf alle schließen.

Aber ein Tipp: Eher käuflich sind rein nach Erfahrung
diejenigen, die eine riesen Show abziehen.
Das war mit Schauspielern schon immer so, die wollen
ihre Gage sehen.

Die knorrigen und hölzernen, sogenannte *Charakter*typen,
die bleiben eher bei dem, was *sie selber* für richtig halten.
Post by horst-d.winzler
Mertz hatte mit seinem Bierdeckel schon Recht.Konsequenter Abbau
von Ausnahmen und Vergünstigungen. Nur so geht es.
Und, was ist passiert:

Den Merz haben sie weggeeckelt. Der wollte irgendwann mit
den Show-Heinis nicht mehr.

Und das schlaue Brot und Spiele Volk hat ihn auch nicht unterstützt.

Jedes Volk bekommt die Politiker, die es verdient.

Gruß Oliver
--
Oliver Bartels + Erding, Germany + ***@bartels.de
http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax: -10
Rafael Deliano
2005-04-07 08:17:15 UTC
Permalink
Post by Oliver Bartels
Der Edmund
ist Generation Kohl und damit Vergangenheit,
weil sich die Zeiten schlicht geändert
haben. Er im Wahlkampf ja auch nicht als
"harter Reformer" aufgetreten, weil er
ja real keiner ist.
Post by Oliver Bartels
Die Eckdaten in Bayern
... hat Edmund von FJS geerbt. Es ist was
anderes einen funktionierenden Laden zu verwalten
als in Berlin einen kaputten Laden zu sanieren.
Bezüglich seiner überragenden wirtschaftlichen
Kompetenz: heute fährt er die Verschuldung in
Bayern zurück. Hat sie aber ehedem explizit
für ominöse Forschungsprogramme hochgefahren.
Sein "Biotechnologiecluster" in Martinsried
u.ä. Flops sind das was blieb. Staatlichen
Forschungs=Planwirtschaftseifer gibts hier-
zulande schwarz wie rot.
Post by Oliver Bartels
Den Merz haben sie weggeeckelt. Der wollte
irgendwann mit den Show-Heinis nicht mehr.
Der Merz war ihnen zu konkret. Die offizielle
CDU/CSU-Linie ist "Reformen-ja-
aber-niemandem-wehtun". Das ist als
Alternative unglaubwürdig fanden die Wähler
bei der letzten Wahl.

MfG JRD
Nina Sattler
2005-04-07 10:35:01 UTC
Permalink
Hallo Oliver,
Post by Oliver Bartels
Es gab 2002 eine sehr gute Alternative, die wir aus Bayern
nur sehr ungerne abgegeben hätten.
<vorLachenaufdemBodenkringel> spreche Er jetzt nur für sich, ja?!

Den Edmund hätten die da gern haben können. Jeder kann ihn von mir aus
haben. Ihn will bloss keiner. Das weiss er auch im Prinzip.
Post by Oliver Bartels
Der Edmund mag zwar kantig und hölzern sein,
aber er macht eine sehr effiziente Politik. Die Eckdaten in
Bayern sehen gottseitdank noch etwas anders aus als
im Rest der Republik und aus diesem Grund ist
Bayern z.B. das einzige Bundesland, dessen Anleihen
noch mit AAA bewertet werden.
Nur hat das mit Kausalität nichts mehr zu tun. Dass Bayern noch (!
Tendenz fallend) relativ gut dasteht, hat einige Gründe, aber Edi kann
man das garantiert nicht auf den Bierdeckel schreiben.

Klein Edmund kann nur nachplappern. Er sagt das, was das mittelbegabte
Volk im Schnitt hören will, und darin legt er inbrünstig geheuchelte
Überzeugung. Nur damit fängt er Wähler. Nicht dass es ihn davon
abhalten würde, 2 Wochen später das genaue Gegenteil genauso inbrünstig
von sich zu geben. In Bayern sagt man zu solchen Leuten "wie ein
Fahnerl im Wind, grad wie's eam recht is". Ansonsten ist das eine der
zweifelhaftesten Figuren, die Strauß je an seiner Brust genährt hat.
Ohne seine Staatssekretäre bringt dieser Mann nichts, aber auch gar
nichts zuwege, keine sinnvolle Wirtschaftlenkung (er lenkt nicht, er
wird gelenkt), und schon gar keine Rede. Äh-äh-äh.

Also nö. Muss nich sein. Man kann sich auch weniger masochistisch outen.
Post by Oliver Bartels
Aber unser schlaues Volk hat halt eine ganz schlaue Wahl getroffen.
allerdings. Von 2 Übeln hat es immerhin das kleinere erkannt. Hat mich
auch etwas erstaunt.
Post by Oliver Bartels
Die knorrigen und hölzernen, sogenannte *Charakter*typen,
die bleiben eher bei dem, was *sie selber* für richtig halten.
ROTFL!

Was die verholzten 'Charaktertypen' unter Situation X für sich selber
so für richtig halten haben schon Strauß, Kohl und viele, viele andere
bewiesen. Definition -> Trash.
Post by Oliver Bartels
Jedes Volk bekommt die Politiker, die es verdient.
Man sollte vorsichtig mit seinen Wünschen sein, sie könnten in
Erfüllung gehen. Ich wünsche mir für Dich, daß Stoiber nochmal antritt
und gewinnt. Für D und und insbesondere seine nicht-unternehmerisch
tätigen Bürger wird das zwar desaströs, aber wie sagen doch einige so
schön: "schlimmer kanns nimmer werden".

Wer's glaubt.

Wenn das Leben eins lehrt, dann: Alles ist steigerungsfähig.


ciao ... Nina (von der herrschenden Korruption desillusionierte
Ex-CSUlerin)
Oliver Bartels
2005-04-07 15:27:43 UTC
Permalink
Post by Nina Sattler
<vorLachenaufdemBodenkringel> spreche Er jetzt nur für sich, ja?!
Den Edmund hätten die da gern haben können. Jeder kann ihn von mir aus
haben. Ihn will bloss keiner. Das weiss er auch im Prinzip.
Es mag Dir ja komplett gegen Deinen rotgrünen Strich gehen
aber 2/3 der Bayern haben ihn wiedergewählt, was wohl für
gute Arbeit spricht.
Post by Nina Sattler
Klein Edmund kann nur nachplappern.
Aber irgendwie funktioniert das am Ende schon.

Könnte es vielleicht sein, dass *Du* es einfach nur nicht
verstanden hast ? ;-)

Hint : Es hat was mit Leben und Leben lassen zu tun,
Schröder kümmert sich nur um die Konzerne und fährt
eine knallharte Politik gegen den Mittelstand,
in Bayern sieht das noch etwas anders aus.
Post by Nina Sattler
Was die verholzten 'Charaktertypen' unter Situation X für sich selber
so für richtig halten haben schon Strauß, Kohl und viele, viele andere
bewiesen. Definition -> Trash.
Auch ein FJS hat für Bayern unwahrscheinlich viel bewirkt,
auch wenn Du es nicht wahrhaben willst.
Er hatte sicher auch seine Schattenseiten, aber am Ende
zählt das Ergebnis.
Post by Nina Sattler
Nina (von der herrschenden Korruption desillusionierte
Ex-CSUlerin)
Dann kennst Du das Schema: Feind, Erzfeind, Parteifreund ...

Gruß Oliver
--
Oliver Bartels + Erding, Germany + ***@bartels.de
http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax: -10
Andreas Lobinger
2005-04-07 15:59:56 UTC
Permalink
Aloha,
Post by Oliver Bartels
Post by Nina Sattler
Den Edmund hätten die da gern haben können. Jeder kann ihn von mir aus
haben. Ihn will bloss keiner. Das weiss er auch im Prinzip.
Es mag Dir ja komplett gegen Deinen rotgrünen Strich gehen
aber 2/3 der Bayern haben ihn wiedergewählt, was wohl für
gute Arbeit spricht.
Du möchtest dich zunächst mal aus dem amtlichen Wahlergebnis
informieren, wieviele Bayern Wahlberechtigt sind, wieviele
davon gewählt haben und wieviele davon CSU gewählt haben.

Ich kann mich dunkel daran erinnern, das es letztens zwar
eine Landtagswahl gab, aber keine Direktwahl des Minister-
präsidenten.

Desweiteren wage ich zu zweifeln, ob die Wiederwahl einer Partei
automatisch für gute Arbeit steht, es gab da mal so:
'Den Schröder, den wähl ich noch mal. So billig kommt der mir
nicht davon.'

Einen fröhlichen Tag wünschend
LOBI
Sebastian Suchanek
2005-04-07 18:54:27 UTC
Permalink
Post by Oliver Bartels
[Stoiber]
Den Edmund hätten die da gern haben können. Jeder kann ihn
von mir aus haben. Ihn will bloss keiner. Das weiss er auch
im Prinzip.
Es mag Dir ja komplett gegen Deinen rotgrünen Strich gehen
aber 2/3 der Bayern haben ihn wiedergewählt, was wohl für
gute Arbeit spricht.
[...]
Ich bin der festen Überzeugung, daß die CSU in Bayern auch einen
Dackel als MP-Kandiaten aufstellen könnte und trotzdem die Wahl
gewinnen würde.


Tschüs,

Sebastian, Bayer
--
http://www.baumaschinen-modelle.net

Neu: Schwerlast-FAQ
Dieter Wiedmann
2005-04-07 22:21:46 UTC
Permalink
Post by Sebastian Suchanek
Ich bin der festen Überzeugung, daß die CSU in Bayern auch einen
Dackel als MP-Kandiaten aufstellen könnte und trotzdem die Wahl
gewinnen würde.
Schwierig, man muss mindestens 21 Jahre alt sein.


CNR, Dieter
Rafael Deliano
2005-04-08 06:02:07 UTC
Permalink
Post by Dieter Wiedmann
Post by Sebastian Suchanek
Dackel als MP-Kandiaten
Schwierig, man muss mindestens 21 Jahre alt sein.
Dann schafft er halt nur noch eine Legislaturperiode.
Wenn Abgeordnete ein Mindestalter von 55 Jahre haben müssten
und damit nach einer Legislaturperiode ohnehin in Rente gingen
wären sie vermutlich weniger korrupt weil sie weniger
"Zukunftsvorsorge" betreiben müssten.

MfG JRD
Oliver Bartels
2005-04-08 08:34:42 UTC
Permalink
On Fri, 08 Apr 2005 00:21:46 +0200, Dieter Wiedmann
Post by Dieter Wiedmann
Schwierig, man muss mindestens 21 Jahre alt sein.
Hehe, es mag ja Methusalem-Dackel geben,
aber 21 Jahre ist schon ein verflucht hohes Alter
für so ein Viech. Bisher kenne ich keinen, der
so alt wurde.

Ob er dann wirklich die Legislaturperiode überstehen
würde, wage ich arg zu bezweifeln.

Ciao Oliver
--
Oliver Bartels + Erding, Germany + ***@bartels.de
http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax: -10
Nina Sattler
2005-04-08 13:46:00 UTC
Permalink
Hallo Dieter,
Post by Dieter Wiedmann
Post by Sebastian Suchanek
Ich bin der festen Überzeugung, daß die CSU in Bayern auch einen
Dackel als MP-Kandiaten aufstellen könnte und trotzdem die Wahl
gewinnen würde.
Schwierig, man muss mindestens 21 Jahre alt sein.
Kein Problem. Hunde- und Katzenjahre zählen 7fach.


ciao ... Nina
Rolf Bombach
2005-04-24 13:51:22 UTC
Permalink
Post by Nina Sattler
Post by Dieter Wiedmann
Post by Sebastian Suchanek
Ich bin der festen Überzeugung, daß die CSU in Bayern auch einen
Dackel als MP-Kandiaten aufstellen könnte und trotzdem die Wahl
gewinnen würde.
Schwierig, man muss mindestens 21 Jahre alt sein.
Kein Problem. Hunde- und Katzenjahre zählen 7fach.
Sehr eigenwillige Rechnung, nach welcher übrigens Nachbars
Katze am 182. Geburtstag überfahren wurde.
--
mfg Rolf Bombach
Holm Tiffe
2005-04-25 11:05:09 UTC
Permalink
Post by Rolf Bombach
Post by Nina Sattler
Post by Dieter Wiedmann
Post by Sebastian Suchanek
Ich bin der festen Überzeugung, daß die CSU in Bayern auch einen
Dackel als MP-Kandiaten aufstellen könnte und trotzdem die Wahl
gewinnen würde.
Schwierig, man muss mindestens 21 Jahre alt sein.
Kein Problem. Hunde- und Katzenjahre zählen 7fach.
Sehr eigenwillige Rechnung, nach welcher übrigens Nachbars
Katze am 182. Geburtstag überfahren wurde.
Hmm, damit war die aber mit 26 echten Jahren wirklich schon uralt.

Gruß,

Holm
--
L&P::Kommunikation GbR Holm Tiffe * Administration, Development
FreibergNet.de Internet Systems phone +49 3731 419010
Bereich Server & Technik fax +49 3731 4196026
D-09599 Freiberg * Am St. Niclas Schacht 13 http://www.freibergnet.de
Dieter Wiedmann
2005-04-25 11:58:21 UTC
Permalink
Holm Tiffe schrieb:

[Katze]
Post by Holm Tiffe
Hmm, damit war die aber mit 26 echten Jahren wirklich schon uralt.
Allerdings! Das Mindestalter wäre also kein Problem gewesen, allerdings
scheint es sich um eine Schweizer Katze gehandelt zu haben, müsste man
erst einbürgern.

Für das genannte Amt wäre eh ein Alouatta caraya wesentlich besser
geeignet, aber auch deren Lebenserwartung scheint nicht ausreichend zu
sein.


Gruß Dieter
Markus Becker
2005-05-02 07:55:54 UTC
Permalink
Hi,
Post by Dieter Wiedmann
[Katze]
Post by Holm Tiffe
Hmm, damit war die aber mit 26 echten Jahren wirklich schon uralt.
Allerdings! Das Mindestalter wäre also kein Problem gewesen, allerdings
scheint es sich um eine Schweizer Katze gehandelt zu haben, müsste man
erst einbürgern.
Axso, eine schwyzer Katze. Dann haut das mit den 7 Jahren (was ei-
gentlich eh nur für Hunde gilt...) nicht so ganz hin. Die Schweizer
sind ja bekanntlich ein wenig langsamer, evtl. 2-3 pro Menschen-
Jahr ;-)

Markus
Rolf Bombach
2005-05-31 18:38:18 UTC
Permalink
Post by Holm Tiffe
Post by Rolf Bombach
Post by Nina Sattler
Kein Problem. Hunde- und Katzenjahre zählen 7fach.
Sehr eigenwillige Rechnung, nach welcher übrigens Nachbars
Katze am 182. Geburtstag überfahren wurde.
Hmm, damit war die aber mit 26 echten Jahren wirklich schon uralt.
Wahrscheinlich wurde genau das zum Verhängnis, sie
war taub und sah wohl auch nicht mehr gut. Das
Fell war eigentlich auch kaum mehr eins :-(.
--
mfg Rolf Bombach
Nina Sattler
2005-04-08 13:51:00 UTC
Permalink
Hallo Oliver,
Post by Oliver Bartels
Post by Nina Sattler
<vorLachenaufdemBodenkringel> spreche Er jetzt nur für sich, ja?!
Den Edmund hätten die da gern haben können. Jeder kann ihn von mir
Es mag Dir ja komplett gegen Deinen rotgrünen Strich gehen
aber 2/3 der Bayern haben ihn wiedergewählt, was wohl für
gute Arbeit spricht.
Mein Parteienstrich ist im Moment eher farblos. Entsprechend der
Situation. Im Moment wäre jede Wahl die falsche Wahl. Außerdem bin ich
wegen der Bemerkung eines anderen Posters (das mit der Dackelwahl) fast
vor Lachen vom Stuhl gefallen. Das triffts recht genau. Wenn Edi das
Beste ist, was die zu bieten haben...
Post by Oliver Bartels
Post by Nina Sattler
Klein Edmund kann nur nachplappern.
Könnte es vielleicht sein, dass *Du* es einfach nur nicht
verstanden hast ? ;-)
Genau das ist es. Erwischt ;-)
Post by Oliver Bartels
Hint : Es hat was mit Leben und Leben lassen zu tun,
Jeder, der das befürwortet und auch durchzieht, hat meine Stimme.
Post by Oliver Bartels
Auch ein FJS hat für Bayern unwahrscheinlich viel bewirkt,
auch wenn Du es nicht wahrhaben willst.
Hat er, unbestritten. Davon profitiert Klein Edi heut noch. Auch wenn
er sich alle Mühe gibt, den Ruf seiner Partei durch Inkompetenz
nachhaltig zu töten.
Post by Oliver Bartels
Er hatte sicher auch seine Schattenseiten, aber am Ende
zählt das Ergebnis.
Also lassen wir doch das bisschen Korruption und Vetternwirtschaft
einfach unter den Tisch fallen. Naja, auch 'ne Lösung...

Vielleicht etwas überspitzt, aber: wo wären wir heute ohne den 2.
Weltkrieg?


ciao ... Nina
Rafael Deliano
2005-04-08 14:38:00 UTC
Permalink
Post by Nina Sattler
Vielleicht etwas überspitzt, aber: wo wären wir heute ohne den 2.
Weltkrieg?
Die politische korrekte Meinung: 1933 war ein Betriebsunfall
der Weltgeschichte.
Die Meinung einer kleinen aber immer stärker werdenden Minderheit:
1945 war der Betriebsunfall der Weltgeschichte.

MfG JRD
horst-d.winzler
2005-04-07 16:32:31 UTC
Permalink
Post by Oliver Bartels
On Thu, 07 Apr 2005 08:37:27 +0200, "horst-d.winzler"
Post by horst-d.winzler
Der Staat verwaltet inzwischen >50% des Bruttosozialeinkommens.
Es zeigt sich, je mehr der Staat bekommt, um so mehr verschuldet
er sich.
Klar. Der Staat *kann nicht* effizient Wirtschaftsangelegenheiten
übernehmen.
Der Staat ist wohl der Dukatenesel der sowieso gut Kassierenden.
Denn selbst Manager von gut verdienenden Autofirmen meinen, der
Staat schulde ihnen etwas. Siehe auch BMW in Leipzig.

Also, was ist zu machen?
Post by Oliver Bartels
Schließlich geht es um OPM (Other People's Money) und
mit dem gehen Management- und Verwaltungsfritzen seit
je her sehr unvorsichtig um.
Das sollte klar sein, ist es aber vielen Leuten wohl nicht.
Grundsätzlich hast du schon Recht.
Schaut man mal genauer hin, sind es weniger die
Verwaltungsfritzen sondern die oberen Etagen mit ihrem Klüngel
und eingefahrenen Subventionskanälen.

Die Lösung ist einfach. Wer vom Staat Geld haben will, kriegt
erst einmal, sozusagen prophylaktisch, einen Tritt in die Eier.
Nach dieser Begrüßung kann er dann unbefangen seine Wünsche
vortragen.
Aber, ich hege den Verdacht, das es sicher die Falschen erwischt.
Post by Oliver Bartels
Post by horst-d.winzler
Wenn du jetzt noch die Matadore der CDU/CSU als Leuchte
hinstellst, darf an deinem IQ gezweifelt werden. Die FDP wirst du
doch wohl nicht als Alternative vorschlagen wollen?
Schlimmer als mit rot grün geht es derzeit nimmer.
Und die FDP wäre schon besser, auch wenn sie
derzeit geschwächt ist.
Bist du ernsthaft der Ansicht, die FDP wäre eine Alternative?
Sicher, kennt man nur ihr Parteiprg. müßte sie umgehend gewählt
werden. Schaut man sich mal die Vorbeter an, dürfte das Urteil
schon sehr ernüchternd ausfallen.
Als nächsten Schritt empfehle ich mal die Befragung eines
Steuerfachmanns. zB bei einer schönen Flasche Wein.
Danach weiß man, wofür die FDP steht. Und, wer ein transparentes
logisches Steuersystem OHNE EXTRABRATWÜRSTE wünscht, darf sie
keinesfalls wählen.
FDP ist Klientelwirtschaft.
Post by Oliver Bartels
Es gab 2002 eine sehr gute Alternative, die wir aus Bayern
nur sehr ungerne abgegeben hätten.
Der Edmund mag zwar kantig und hölzern sein, aber er
macht eine sehr effiziente Politik. Die Eckdaten in
Bayern sehen gottseitdank noch etwas anders aus als
im Rest der Republik und aus diesem Grund ist
Bayern z.B. das einzige Bundesland, dessen Anleihen
noch mit AAA bewertet werden.
Sprich: Den Bayern glaubt man, dass sie ihre Schulden
zurückzahlen. Den anderen Ländern traut man nicht
mehr ganz so.
Aber unser schlaues Volk hat halt eine ganz schlaue
Wahl getroffen.
Gut für Bayern, schlecht für Deutschland.
Mag sein. Bayern hatte nach dem Krieg Berlin beerbt. Es waren
jene Industrien, die sich später als für die Zukunft wichtig
erweisen sollten. Mal abgesehen vom Länderfinanzausgleich, der
die Bayern damals sehr begünstigte.
Sie haben aus diesem Kapital aber auch etwas gemacht. Das sollte
auch gesehen werden. Die Folge war dann ein Kapitaltransfer von
Nord nach Süd. Durchaus verdient.
Nur, inzwischen hat sich die Staatsregierung auch einige Flops
geleistet.
Ich zweifle am Heiligenschein Edmunds. Er wußte, warum er in
Bayern bleiben will ;-)


Der Vorwurf, jetzt wo auch die Bayern mal zahlen sollen, wollen
sie nicht, geht am Kern vorbei.
Denn mindestens 80% (wenn nicht noch mehr) des Kapitaltransfers
West > Ost gehen in den Konsum. Das jedoch kann nicht Sinn der
Sache sein.
Post by Oliver Bartels
Die knorrigen und hölzernen, sogenannte *Charakter*typen,
die bleiben eher bei dem, was *sie selber* für richtig halten.
Die dürften in der heutigen aalglatten Lehrer und
Juristengeneration wohl eher Brauchtumspflege sein.
Post by Oliver Bartels
Post by horst-d.winzler
Mertz hatte mit seinem Bierdeckel schon Recht.Konsequenter Abbau
von Ausnahmen und Vergünstigungen. Nur so geht es.
Den Merz haben sie weggeeckelt. Der wollte irgendwann mit
den Show-Heinis nicht mehr.
März war zu kompetent. Er wußte genau, was gemacht werden muß.
Genau das ist offensichtlich unerwünscht.

Was gewünscht wird, zeigen folgende Beispiele:
Der Gesundheitsminister ist Lehrer.
Der Verkehrsminister ist Pfarrer.
Der Minister für Finanzen ist Studienrat.
Der Wirschaftsminister ist Jurist.
usw.
Nicht das ich aufgeführte Berufsgruppen gering achte, jedoch
hätte ich in der Regierung folgende Fachleute.

Als Minister für Wirschaft, einen Wirtschaftsfachmann oder besser
jemanden,
der eine Firma erfolgreich geleitet hat.
Als Chef des Finazministerium einen Finanzfachmann.
usw...
Post by Oliver Bartels
Und das schlaue Brot und Spiele Volk hat ihn auch nicht unterstützt.
Man wußte hier, das Edmund nicht wirklich Kanzler werden wollte.
Zur Ehrenrettung muß aber auch gesehen werden, das mit Merkel und
Co auch kein Staat zu machen ist.
Post by Oliver Bartels
Jedes Volk bekommt die Politiker, die es verdient.
Gruß Oliver
So wird es sein ;-)
--
gruss horst-dieter
Oliver Bartels
2005-04-07 18:49:49 UTC
Permalink
On Thu, 07 Apr 2005 18:32:31 +0200, "horst-d.winzler"
Post by horst-d.winzler
Also, was ist zu machen?
Nein sagen. Und Politikern, die nicht nein sagen, dann
bei der nächsten Wahl die Stimme verweigern.

Das setzt aber voraus, dass den Jungs richtig Angst
und Bange werden muss ;-)

Der Ansatz "die andern machen es auch nicht besser"
ist dann *völlig falsch*. Stattdessen muss einem Herrn
Schröder schon klar werden, dass er nicht mehr Kanzler
ist, wenn er gewisse Dinge nicht ändert.

Der Druck muss da sein ...

Wenn dann Wahltag ist, kann man die *tatsächlichen*
Ergebnisse als Wähler nochmal betrachten und
abwägen.

Aber dass $VOLK ihn wiedergewählt hat, weil er in
Gummistiefeln auf dem Deich stand, war von $VOLK
keine gute Idee. Das war nur ganz kurzsichtig bis
vermeintlich zum eigenen Geldbeutel gedacht.

Besser ist: Immer die Anderen wählen, jedenfalls
solange, bis es passt.
Post by horst-d.winzler
Bist du ernsthaft der Ansicht, die FDP wäre eine Alternative?
Sie hat in der Vergangenheit bis 1990 viel geholfen und auch
der Union manchen schwarzen Zahn gezogen.
Momentan ist sie leider in einem ziemlich schlechten Zustand.
Post by horst-d.winzler
Sie haben aus diesem Kapital aber auch etwas gemacht. Das sollte
auch gesehen werden. Die Folge war dann ein Kapitaltransfer von
Nord nach Süd. Durchaus verdient.
Exakt das ist der Punkt.

Und interessanterweise funktioniert mit einer pragmatischen
Politik das Modell in Sachsen und Thüringen auch.
Da gab es keinen Startvorteil, trotzdem hat es die dortige
Regierung geschafft, eine Fa. AMD dort hinzubekommen.

Und AMD ist im weltweiten Massstab eher Mittelstand,
also noch nicht Konzernklüngel.
Post by horst-d.winzler
Nur, inzwischen hat sich die Staatsregierung auch einige Flops
geleistet.
Mag sein, wo gehobelt wird fallen Späne.

Das ist aber immer noch 100 mal besser als nix oder völlig
sinnlos zu investieren und alles zu verfrühstücken,
siehe Bremen, siehe Neufünfland-Nord.

Auch eine schlechte Entscheidung ist besser als keine
Entscheidung.
Post by horst-d.winzler
Ich zweifle am Heiligenschein Edmunds. Er wußte, warum er in
Bayern bleiben will ;-)
Er hat es dort ganz klar viel leichter als im Bund.
Aber es ist auch ganz klar so, dass die Politik hierzulande
pragmatischer ist als anderswo.
Post by horst-d.winzler
Der Vorwurf, jetzt wo auch die Bayern mal zahlen sollen, wollen
sie nicht, geht am Kern vorbei.
Denn mindestens 80% (wenn nicht noch mehr) des Kapitaltransfers
West > Ost gehen in den Konsum. Das jedoch kann nicht Sinn der
Sache sein.
Ganz exakt das ist der Punkt.

Die Politiker im Nordosten wollen sich offenbar nur bei $VOLK
mit Geschenken beliebt machen und $VOLK ist - sorry wenn
ich es so sage - zu dumm, um den Haken zu erkennen.
Post by horst-d.winzler
März war zu kompetent. Er wußte genau, was gemacht werden muß.
Genau das ist offensichtlich unerwünscht.
Wer hierzulande *ehrlich* sagt, was Sache ist und kompetente
Lösungsvorschläge macht, wird angegriffen und weggeeckelt.

Das läßt sich aber auch im Kleinen beobachten, das
Peterprinzip ist überall. Und der jeweilige Ober sieht halt
einen Unter, der ihm das Wasser reichen kann, sofort als
Gefahr für sein Pöstchen an und wird zudem neidisch.
Und dieser Neid zerfrisst die Abteilung, die Firma, das Land.
Besser wäre es, wenn durch den Unter der Ehrgeiz des
Ober angestachelt würde, es allen kompetenzmäßig zu
zeigen, warum er der Ober ist. Das geht aber nur dann,
wenn der Ober sich den Posten nicht einfach nur
erklüngelt oder ersessen hat.

Der Neidkomplex ist hierzulande leider sehr tief in $VOLK
verankert, solange wie sich daran nichts ändert, wird auch
die Politik nicht besser werden.

Da kann sich jeder an die eigene Nase fassen.
Post by horst-d.winzler
Man wußte hier, das Edmund nicht wirklich Kanzler werden wollte.
IMHO wollte der schon.

Nur ist ein Bayer im, ähm nicht ganz so wirtschaftlich starkem
Norden und Osten schwer verkäuflich.
Und das hat auch wieder etwas mit dem Neidkomplex
von $VOLK zu tun.

Gruß Oliver
--
Oliver Bartels + Erding, Germany + ***@bartels.de
http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax: -10
Holm Tiffe
2005-04-08 08:48:12 UTC
Permalink
Post by Oliver Bartels
Aber dass $VOLK ihn wiedergewählt hat, weil er in
Gummistiefeln auf dem Deich stand, war von $VOLK
keine gute Idee. Das war nur ganz kurzsichtig bis
vermeintlich zum eigenen Geldbeutel gedacht.
Besser ist: Immer die Anderen wählen, jedenfalls
solange, bis es passt.
Das unterschreibe ich.
Es ist eigentlich ein Sonderfall von:

Es ist völlig Wurscht was man wählt, Hauptsache Niemanden 2 Mal
hintereinander, damit zu wenig Zeit bleibt sich sind den Furtzsesseln
festzusitzen und Seilschaften zu bilden.

Gruß,

Holm
--
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Rafael Deliano
2005-04-08 09:29:58 UTC
Permalink
Post by Holm Tiffe
Es ist völlig Wurscht was man wählt, Hauptsache Niemanden 2 Mal
hintereinander, damit zu wenig Zeit bleibt sich sind den
Furtzsesseln festzusitzen und Seilschaften zu bilden.
Bei niederbayrischen Landratswahlen galt eher die Weisheit
den Amtsinhaber solange wiederzuwählen bis er in Pension geht:
der hat schon alle Schmiergelder kassiert, ist damit allen
Intressengruppen verpflichted und satt und zufrieden.
Wenn aber ein hungriger neuer käme wären die nützlichen
Zuwendungen wieder fällig.

MfG JRD
Dietrich Schaffer
2005-04-08 10:03:36 UTC
Permalink
Post by Rafael Deliano
Post by Holm Tiffe
Es ist völlig Wurscht was man wählt, Hauptsache Niemanden 2 Mal
hintereinander, damit zu wenig Zeit bleibt sich sind den
Furtzsesseln festzusitzen und Seilschaften zu bilden.
Bei niederbayrischen Landratswahlen galt eher die Weisheit
der hat schon alle Schmiergelder kassiert, ist damit allen
Intressengruppen verpflichted und satt und zufrieden.
Wenn aber ein hungriger neuer käme wären die nützlichen
Zuwendungen wieder fällig.
Ist teilweise noch so...
Post by Rafael Deliano
MfG JRD
Servus aus Niederbayern,
Dietrich
Thorsten Ostermann
2005-04-07 07:37:20 UTC
Permalink
Hallo Oliver!
Post by Oliver Bartels
Deutschland ist jetzt schon EU Schlußlicht im Wachstum
und wir werden die Staatspleite schon noch hinbekommen :-(
Das fürchte ich auch. Die Schuld läßt sich aber sicher nicht den
Politikern allein in die Schuhe schieben. Wenn ich sehe, das kerngesunde
Unternehmen Personal entlassen, nur um den Aktienkurz nach oben zu
bringen, wird mir speiübel.
Post by Oliver Bartels
Jörg: Das Volk *ist* hier leider nicht mit IQ gesegnet,
sonst wäre unser aller Kanzler schon 2002 mit seinem
Show-Auftritt in Gummistiefel auf dem Deich weg vom
Fenster gewesen.
Glaubst du ernsthaft, die alternativen wären weniger schlimm? Ich war
damals auch froh, den Helmut endlich loszusein. Und wenn ich mir die
K-Kanditaten aus der Union heute ansehe frage ich mich allen ernstes,
was denn da das kleinste Übel ist.
Post by Oliver Bartels
Es war doch klar, dass dem die Flut gerade recht kam,
um Steuern "für die Flutopfer" zu erhöhen.
Am Ende war für die der dreifache Betrag da, ausgezahlt
wurde der einfache, der Rest verschwand in der maroden
Staatskasse. Das Manöver war doch offensichtlich :-(
Jetzt wirst du aber polemisch.
Post by Oliver Bartels
Offenbar geht der Lernprozess nur auf die ganz harte
Tour, es sollte eigentlich klar sein, dass Deutschland
es sich nicht mehr leisten kann, auf jede EU Verordnung
noch ein kleines grünes Extra draufzusatteln, siehe
hier die Garantie, die es nur in .de und faktisch nur
für inländische Unternehmen geben wird.
Welche Garantie? Ist doch heue alles "Privatverkauf, daher nach EU-Recht
keine Garantie" ;-)

Gruß
Thorsten
--
Kunst kommt aber von 'können',
nicht von 'kennst du schon den neuesten trick?'
Gunther in oecher.computer zum Thema "Gutes Webdesign"
Rainer Buchty
2005-04-07 07:53:42 UTC
Permalink
In article <***@news.dfncis.de>,
Thorsten Ostermann <***@Ostermann-net.de> writes:
|> Glaubst du ernsthaft, die alternativen wären weniger schlimm? Ich war
|> damals auch froh, den Helmut endlich loszusein. Und wenn ich mir die
|> K-Kanditaten aus der Union heute ansehe frage ich mich allen ernstes,
|> was denn da das kleinste Übel ist.

Gegenfrage: Wählst Du nach Sympathie der Hackfresse auf den Werbeplakaten
oder nach dem, was dahintersteht?

Bei Produkten wählst Du doch auch nicht das in der tollen Hochglanz-
verpackung, welches aber einen bekanntermaßen suboptimalen Inhalt/Nutzen
hat.

Rainer
Michael Eggert
2005-04-07 09:06:56 UTC
Permalink
***@atbode100.lrr.in.tum.de (Rainer Buchty) wrote:

Hi!
Post by Rainer Buchty
Gegenfrage: Wählst Du nach Sympathie der Hackfresse auf den Werbeplakaten
oder nach dem, was dahintersteht?
Bei Produkten wählst Du doch auch nicht das in der tollen Hochglanz-
verpackung, welches aber einen bekanntermaßen suboptimalen Inhalt/Nutzen
hat.
Eben. Und wenn auf der Hochglanzverpackung "unsere Arbeitslosenquote
in München ist soooo niedrig" steht, in Wirklichkeit aber "auf unserem
Wohnungsmarkt haben Arbeitslose keine Chance" drin ist, dann weiß ich
auch was ich von dem Produkt zu halten habe.

Gruß,
Michael.
Rafael Deliano
2005-04-07 10:40:56 UTC
Permalink
Post by Michael Eggert
in Wirklichkeit aber "auf unserem
Wohnungsmarkt haben Arbeitslose keine Chance" drin ist,
Ich glaube in Frankfurt ists auch nicht billiger nur
weil sie dort "sozialere" Politiker haben.
Teuer ist ein Standort dessen Wirtschaft funktioniert,
weil dort Arbeitsplatzbesitzer mit gutem Einkommen
die Preise hochtreiben können. Wenn jemand also
mit entsprechend dotiertem Arbeitsvertrag in der Tasche
nach München umsiedelt sollte er kein ungebührliches
Problem haben. Selbst ein Arbeitsloser der auf Suche
nach Job ist hat in München noch Chancen, hier wimmelt
es von Ossis.
Für Arbeitsscheue, Dauerstudenten die auf high life
machen, "soziale Spät-68er" im niederen Staatsdiener-
verhältnis, sonstige Parasiten usw. ist München
eventuell nicht der optimale Standort.

MfG JRD
Michael Eggert
2005-04-07 18:58:35 UTC
Permalink
Rafael Deliano <***@t-online.de> wrote:

Hi!
Post by Rafael Deliano
Teuer ist ein Standort dessen Wirtschaft funktioniert,
weil dort Arbeitsplatzbesitzer mit gutem Einkommen
die Preise hochtreiben können.
Ja natürlich, Geld zieht Geld an.
Post by Rafael Deliano
Wenn jemand also
mit entsprechend dotiertem Arbeitsvertrag in der Tasche
nach München umsiedelt sollte er kein ungebührliches
Problem haben.
Das wurde auch nicht bestritten.
Post by Rafael Deliano
Selbst ein Arbeitsloser der auf Suche
nach Job ist hat in München noch Chancen, hier wimmelt
es von Ossis.
Für Arbeitsscheue, Dauerstudenten die auf high life
machen, "soziale Spät-68er" im niederen Staatsdiener-
verhältnis, sonstige Parasiten usw. ist München
eventuell nicht der optimale Standort.
Nun, unsere Bevölkerung hat halt einen gewissen Prozentsatz eben
solcher Leute. Wenn diese Leute nun aufgrund gewisser Umstände
(Wohnungsmarkt, Lebenshaltungskosten) in eher geringer Konzentration
an Punkt A auftreten und dafür an Punkt B in entsprechend höherer
Konzentration, ist das allein noch lange kein Grund damit zu prahlen.

Oder meinst Du, wir könnten unsere wirtschaftlichen Probleme lösen,
indem wir ganz Deutschland für "Arbeitsscheue [...] sonstige
Parasiten" unattraktiv machen und darauf hoffen, daß die alle
auswandern?

Gruß,
Michael.
Oliver Bartels
2005-04-07 19:47:39 UTC
Permalink
On Thu, 07 Apr 2005 20:58:35 +0200, Michael Eggert
Post by Michael Eggert
Oder meinst Du, wir könnten unsere wirtschaftlichen Probleme lösen,
indem wir ganz Deutschland für "Arbeitsscheue [...] sonstige
Parasiten" unattraktiv machen und darauf hoffen, daß die alle
auswandern?
Es wurde manchen Leuten in der Vergangenheit hier leider sehr
leicht gemacht, es sich es auf Gemeinschaftskosten ohne eigene
Arbeit gut gehen zu lassen, daher der bekannte Spruch:

"Arbeitslos und Spass dabei"

Es ist daher durchaus *ein* sinnvoller Schritt, *ganz Deutschland*
für genau diese Klientel unattraktiv zu machen,

*damit sie ihr Verhalten ändert*
(und nicht zwecks Auswanderungsförderung).

Alles andere wäre ein falsches Signal an die, die für ihr
Brot noch selber schaffen.

Ohne Stress und Ärger geht das leider nicht :-(

Ciao Oliver
--
Oliver Bartels + Erding, Germany + ***@bartels.de
http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax: -10
Sebastian Suchanek
2005-04-07 21:48:00 UTC
Permalink
Post by Oliver Bartels
[...]
Es wurde manchen Leuten in der Vergangenheit hier leider
sehr leicht gemacht, es sich es auf Gemeinschaftskosten
ohne eigene Arbeit gut gehen zu lassen, daher der bekannte
"Arbeitslos und Spass dabei"
Es ist daher durchaus *ein* sinnvoller Schritt, *ganz
Deutschland* für genau diese Klientel unattraktiv zu
machen,
*damit sie ihr Verhalten ändert*
(und nicht zwecks Auswanderungsförderung).
[...]
Das ist prinzipiell zwar richtig, ist aber auf der anderen Seite
eine Verhöhung derjenigen Arbeitslosen, die tatsächlich arbeiten
*wollen*, aber keine Arbeitsstelle finden.
Und das dürften nicht wenige der aktuellen ~5 Mio. sein. (Auch
wenn dort natürlich auch eine Menge Schmarotzer darunter sind.)


Tschüs,

Sebastian
--
http://www.baumaschinen-modelle.net

Neu: Schwerlast-FAQ
Lutz Schulze
2005-04-08 04:44:28 UTC
Permalink
On Thu, 07 Apr 2005 23:48:00 +0200, Sebastian Suchanek
Post by Sebastian Suchanek
Das ist prinzipiell zwar richtig, ist aber auf der anderen Seite
eine Verhöhung derjenigen Arbeitslosen, die tatsächlich arbeiten
*wollen*, aber keine Arbeitsstelle finden.
Und auch das liegt zum Teil mit daran, dass hier in der Vergangenheit
einiges falsch gelaufen ist. Und nicht nur an der Spitze.

Lutz
--
Temperatur und mehr mit dem PC messen - auch im Netzwerk: http://www.messpc.de
jetzt neu: Ethernetbox für direkten Anschluss der Sensoren im Netzwerk
Test im IT-Administrator: http://www.messpc.de/MessPC-Testbericht-ITA.pdf
http://www.netzwerkseite.de - die Seite rund um EDV-Netzwerke
Holm Tiffe
2005-04-08 09:03:08 UTC
Permalink
Post by Oliver Bartels
On Thu, 07 Apr 2005 20:58:35 +0200, Michael Eggert
Post by Michael Eggert
Oder meinst Du, wir könnten unsere wirtschaftlichen Probleme lösen,
indem wir ganz Deutschland für "Arbeitsscheue [...] sonstige
Parasiten" unattraktiv machen und darauf hoffen, daß die alle
auswandern?
Es wurde manchen Leuten in der Vergangenheit hier leider sehr
leicht gemacht, es sich es auf Gemeinschaftskosten ohne eigene
"Arbeitslos und Spass dabei"
Es ist daher durchaus *ein* sinnvoller Schritt, *ganz Deutschland*
für genau diese Klientel unattraktiv zu machen,
Naja, das wird man aber mit 1 Euro Jobs und Spragelstechen nicht schaffen.
Ich kenne mehr als genug Leute, die arbeitslos sind und nach einem ver-
nünftigen Jobangebot suchen, aber abblitzen, weil es hier a) zu wenige Jobs
gibt und b) die verfügbaren so unterbezahlt sind, das es damit selbst hier
in Sachsen nicht möglich ist davon eine Familie zu ernähren. Das letzte
Arbeitslosengeld liegt da meißt höher und wenn man einmal so einen Job
angenommen hat und wieder verliert, ist das nächste ALG noch niedriger.
Ergo: lassen wir es so wie es ist.

Natürlich kenne ich auch Schmarotzer, zugegeben.
Post by Oliver Bartels
*damit sie ihr Verhalten ändert*
(und nicht zwecks Auswanderungsförderung).
Alles andere wäre ein falsches Signal an die, die für ihr
Brot noch selber schaffen.
Ohne Stress und Ärger geht das leider nicht :-(
Ja.
Man geht für einen Billiglohn auf Montage (befreundeter Trockenbauer) nach
München und bastelt dort am Europäischen Patentamt, während $Trockenbauer
aus München für gutes Geld hier am Ort einen Halbleiterbetrieb baut.
Richtig lustig wird das dann, wenn sich Trockenbauer A und B abends mal in
der Dorfkneipe treffen und an einem Tisch sitzen (ich war dabei).

Mindestens Trockenbauer A hatte Streß und Ärger..

Gruß,

Holm
--
L&P::Kommunikation GbR Holm Tiffe * Administration, Development
FreibergNet.de Internet Systems phone +49 3731 419010
Bereich Server & Technik fax +49 3731 4196026
D-09599 Freiberg * Am St. Niclas Schacht 13 http://www.freibergnet.de
Nina Sattler
2005-04-08 14:11:57 UTC
Permalink
Hallo Oliver,
Post by Oliver Bartels
Post by Michael Eggert
Oder meinst Du, wir könnten unsere wirtschaftlichen Probleme lösen,
indem wir ganz Deutschland für "Arbeitsscheue [...] sonstige
Parasiten" unattraktiv machen und darauf hoffen, daß die alle
auswandern?
Es wurde manchen Leuten in der Vergangenheit hier leider sehr
leicht gemacht, es sich es auf Gemeinschaftskosten ohne eigene
"Arbeitslos und Spass dabei"
Leicht dahergesagt, aber Du weisst nicht, wovon Du da redest.
Schlichter Selbsterfahrungsmangel. Die paar, die Du ansprichst, und die
es zweifellos gibt, erlauben keine Pauschalverurteilung von 5 Mio
Menschen. Zu denen könntest selbst Du eines Tages gehören, ein paar
ungünstige Jahre und Entwicklungen, vielleicht etwas Krankheit und
schon sitzt auch der Herr Unternehmer auf der Strafbank. Wärst Du nicht
der Erste. Auch nicht der Erste, der geglaubt hat, ihm würde sowas NIE
passieren.

Also bitte: etwas mehr Respekt und nicht soviel billige
Klischee-Reiterei.
Post by Oliver Bartels
Es ist daher durchaus *ein* sinnvoller Schritt, *ganz Deutschland*
für genau diese Klientel unattraktiv zu machen,
ach Oliver.... Du weisst hoffentlich selber, was das für ein Quark ist.
Die Parasiten der Oberklasse sind doch wesentlich effektiver in Sachen
das-Geld-Anderer-verbrennen, dagegen sind die paar Erwerbslosen und
Asylanten doch kleine Fische. Im Gegenteil, das meiste Geld von denen
fließt doch in Form von jeder Art von Konsum-Steuern sofort wieder
zurück, der Schaden ist also lange nicht so groß wie bei der immer noch
schwer in Mode befindlichen Subventionsabzocke mit anschließendem
Auslandstransfer auf Privatkonten.
Post by Oliver Bartels
*damit sie ihr Verhalten ändert*
(und nicht zwecks Auswanderungsförderung).
sie sollen also zaubern lernen? Gerne, wo? Ich bin zwar nicht
erwerbslos, aber diese Gabe würde sich gut in meinem Lebenslauf machen.

Da fällt mir ein, Du bist doch auch Unternehmer: Stell Du halt ein paar
ein, sagen wir mal 10-15 für den Anfang, kannst sie Dir sogar
aussuchen, gibt ja genug davon. Das wäre mit gutem Beispiel vorangehen.
Das machen Dir dann alle nach und wir haben sofort Vollbeschäftigung
und keine Probleme mehr, weil keine Erwerbslosen. Alle packen mit an,
keiner drückt sich.

Falls Du meinst, das ginge nicht...warum?
Post by Oliver Bartels
Alles andere wäre ein falsches Signal an die, die für ihr
Brot noch selber schaffen.
Du schreibst an anderer Stelle was von

a) Neidgesellschaft. Das hier klingt, als würdest Du ihnen neiden, daß
sie quasi fürs Nichtstun unendlich viel Geld einstreichen können. Im
Gegensatz zu Dir, der hart 32h/Tag für sein Existenzminimum arbeiten
muss, das nur deswegen so wenig ist, weil Du noch mindestens 2 dieser
Nichtsnutze mit durchfüttern mußt.

b) "Leben und leben lassen". Dazu paßt Deine Forderung irgendwie nicht.


ciao ... Nina (die jetzt bestimmt keinen neuen Unternehmerthread
anstrengt)
Oliver Bartels
2005-04-08 19:19:19 UTC
Permalink
Post by Nina Sattler
Leicht dahergesagt, aber Du weisst nicht, wovon Du da redest.
Schlichter Selbsterfahrungsmangel.
Nicht unbedingt. Hast Du mal eine Arbeitgeber-Anfrage an das
Arbeitsamt nach Jobsuchenden geschickt ?

Ich schon, es ist zwar schon einige Zeit her, aber es war eine
sehr lehrreiche Erfahrung. Viele kamen nicht, manche wollten
offensichtlich nur eine Unterschrift unter den Zettel.
Und die Erwählte trat schließlich den Job nicht an.

Es ist zwar schon einige Jährchen her, aber es hat mir restlos
gereicht. Ich hab' demnächst etwas Teilzeitarbeit (Haus+Garten)
zu vergeben, werde aber wohl selber eine Kleinanzeige schalten.

Die Zetteltour macht man als Arbeitgeber genau einmal mit :-(
Post by Nina Sattler
Also bitte: etwas mehr Respekt und nicht soviel billige
Klischee-Reiterei.
*Lies einfach*, was ich *exakt* geschrieben habe.
Und kommt nicht immer gleich mit Allgemeinplätzen aus
Rundfunk und Fernsehen ;-/

Nochmal: *Genau* denjenigen, die auf der
"Arbeitslos und Spass dabei" Welle reiten, und die gibt es
leider immer noch, gehört auch aus Achtung vor den
wirklich Arbeitslosen das Wärmkissen entzogen.
Post by Nina Sattler
ach Oliver.... Du weisst hoffentlich selber, was das für ein Quark ist.
Die Parasiten der Oberklasse sind doch wesentlich effektiver in Sachen
das-Geld-Anderer-verbrennen, dagegen sind die paar Erwerbslosen und
Asylanten doch kleine Fische.
Mal ganz klar gesagt: Mir ist es egal, wer mein sauer verdientes
Geld absaugt und verprasst, es ist so oder so ein Unding.

Weil: Das Geld fehlt mir nämlich in der Firma, auch um
Arbeitsplätze zu schaffen, die *produktive* Arbeit leisten.

Es ist schlicht keine Lösung, produktive Unternehmen
steuerlich auszusaugen und so plattzumachen, nur damit das
Geld verfrühstückt wird.

Nur mal so als konkretes Beispiel: Wir entwicklen innovative
Funktechnik, z.B. für den Breitbandanschluß.
Wir täten gerne mehr entwickeln und produzieren, nur leider
gibt es einen kontinuierlichen Geldabfluß Richtung öffentlicher
Stellen.

Das Geld wird dann verfrühstückt, oder noch schlimmer,
unter Umgehung aller Vergaberichtlinien von Gemeinden
einem Wettbewerber zugeschoben, um ihm das DSL
Erschließungsrisiko abzunehmen. Damit bekommt
$VOLK in $KAFF DSL, auch wenn es völlig unwirtschaftlich
ist. Bestenfalls landet das Geld bei ausländischen
Geräteherstellern und in einer fetten Verwaltung.

Wir könnten hier eine neue Technik etablieren (Patente
sind am laufen, es ist was wirklich neues) aber man wirft
uns Knüppel zwischen die Beine, zieht über alle
erdenklichen Steuern und Abgaben Geld raus.

Funkstandorte sind wegen der lieben Gemeinderäte
auch ein Problem, weil man hat ja Angst vor 100mW
Sendeleistung. Jedes Handy bläst mehr raus, aber das
zählt nicht, Fakten sind uninteressant, es *könnte* ja
einer etwas fürchten wollen. Die Probleme möchten
andere Länder gerne haben ;-/

Irgendwann wird uns vermutlich nix anderes übrig
bleiben, als Lizenzen ins Ausland zu vergeben,
weil man hierzulande einfach nicht will, das geforscht,
entwickelt und produziert wird.

Der Teutsche möchte nach meinem Eindruck am liebsten
nur verwalten und sozial sein. Produktion macht Krach
und Lärm, stinkt womöglich und könnte Risken beinhalten.

Oder hart gesagt: $VOLK ist völlig verwöhnt.

=> Wasch mir den Pelz (Arbeit in Produktion gesucht).
Aber mach mich nicht nass (Produktion unerwünscht).

Nur mit dem Verwöhnaroma lassen sich 80 Mio.
leider schlecht ernähren.

Noch Fragen ?

Ich rede hier - im Gegensatz zu Deinen "wir müssen alle
Bedauern" Allgemeinplätzen von *ganz konkreten
Erfahrungen*.
Post by Nina Sattler
sie sollen also zaubern lernen?
Again: Lesen => Vorteil ;-)

Ciao Oliver
--
Oliver Bartels + Erding, Germany + ***@bartels.de
http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax: -10
Axel Schwenke
2005-04-08 23:00:23 UTC
Permalink
Post by Oliver Bartels
Post by Nina Sattler
Leicht dahergesagt, aber Du weisst nicht, wovon Du da redest.
Schlichter Selbsterfahrungsmangel.
Nicht unbedingt. Hast Du mal eine Arbeitgeber-Anfrage an das
Arbeitsamt nach Jobsuchenden geschickt ?
Äpfel. Birnen.

Wie gerade du, der du permanent über die Unfähigkeit staatlicher
Stellen herziehst, auf die Idee kommt, vom Arbeitsamt *irgendwas*
zu erwarten, ist mir rätselhaft.

BTW, ich kenne das Arbeitsamt von der anderen Seite. Ich war schon
zweimal arbeitslos und geholfen habe ich mir letztlich immer selber.
Vom Amt kam nur Geld. Das ist zwar zugegebenermaßen auch nett, löst
aber das Problem nicht. Die Erfahrungen im Bekanntenkreis sind
übrigens exakt die gleichen.
Post by Oliver Bartels
Nochmal: *Genau* denjenigen, die auf der
"Arbeitslos und Spass dabei" Welle reiten, und die gibt es
leider immer noch, gehört auch aus Achtung vor den
wirklich Arbeitslosen das Wärmkissen entzogen.
Da an deiner Integrität ja kein Zweifel bestehen kann: Gehst du jetzt
bitte los und sortierst die 5 Mio Kandidaten in "gut" und "böse"?
Post by Oliver Bartels
Es ist schlicht keine Lösung, produktive Unternehmen
steuerlich auszusaugen und so plattzumachen, nur damit das
Geld verfrühstückt wird.
Es wird dich jetzt überraschen, aber ein Problem im Inland ist, daß
einfach *zu wenig* Geld "verfrühstückt" wird. Absatzkrise halt.
Uraltes Problem des Kapitalismus. Nachzulesen bei Karl Marx.

Um es mal technisch auszudrücken: ein kapitalistisches Wirschafts-
system enthält vorwiegend positive Rückkopplungen. Das ist so lange
toll, wie es aufwärts geht. Wenn das System dann mal irgendwo
anschlägt, geht es wieder abwärts. Und die Mitkopplung führt dazu,
daß sich das kaum aufhalten läßt. Kurz vor dem Nullpunkt passiert
dann immer etwas Ungewöhnliches. Mal eine Weltwirtschaftskrise,
mal ein Weltkrieg. Und das Spiel beginnt von vorne.

Ob das Geld außer Landes gebracht wird, oder von den 10% Superreichen
gehortet wird oder von den 50% Mittelschicht auf die hohe Kante gelegt
wird weil "Rente kriegen *wir* wohl keine mehr" ist für den Effekt un-
erheblich: wenn nix gekauft wird, geht auch der beste Produzent pleite.
Ob es besonders geschickt ist, gerade denen das Geld zu kürzen, die gar
keine andere Wahl haben als es schnellstens auszugeben, darfst du dir
jetzt an den Fingern abzählen. Die Krise kann man so sicherlich nicht
aufhalten.
Post by Oliver Bartels
Nur mal so als konkretes Beispiel: Wir entwicklen innovative
Funktechnik, z.B. für den Breitbandanschluß.
Wir täten gerne mehr entwickeln und produzieren, nur leider
gibt es einen kontinuierlichen Geldabfluß Richtung öffentlicher
Stellen.
Du wirst es nicht gern hören: aber ihr produziert Luxusartikel.
Vermutlich ist dir das unbewußt klar. Deswegen hast du wohl auch
kein Problem damit denjenigen, die sich deine Luxusartikel ohnehin
niemals leisten könnten, das Geld zu kürzen.
Ach ja: die Mittelschicht (eiserne Sparer, s.o.) können sich leider
nur "Geiz ist geil" leisten. Du gehst also schon wieder leer aus.


XL
Oliver Bartels
2005-04-09 08:09:00 UTC
Permalink
On Sat, 9 Apr 2005 01:00:23 +0200, Axel Schwenke
Post by Axel Schwenke
Wie gerade du, der du permanent über die Unfähigkeit staatlicher
Stellen herziehst, auf die Idee kommt, vom Arbeitsamt *irgendwas*
zu erwarten, ist mir rätselhaft.
Ich geb' auch dem Amt vorurteilsfrei eine Chance.

* Einmal. *

Deshalb ist das auch schon einige Zeit her.
Aber wer das nicht ausprobiert hat, kann nicht mitreden.
Post by Axel Schwenke
BTW, ich kenne das Arbeitsamt von der anderen Seite. Ich war schon
zweimal arbeitslos und geholfen habe ich mir letztlich immer selber.
Vom Amt kam nur Geld. Das ist zwar zugegebenermaßen auch nett, löst
aber das Problem nicht. Die Erfahrungen im Bekanntenkreis sind
übrigens exakt die gleichen.
Das wundert mich ehrlich gesagt nicht.

Nachdem, was man so hört, bedindet sich die "Arbeitsagentur"
im Dauerchaos und ist nicht sehr effizient.
Post by Axel Schwenke
Da an deiner Integrität ja kein Zweifel bestehen kann: Gehst du jetzt
bitte los und sortierst die 5 Mio Kandidaten in "gut" und "böse"?
Danke für die Blumen, aber das werde ich nicht wollen
und können.

Ergo muss man die Regeln so machen, dass daraus eine
Post by Axel Schwenke
Es wird dich jetzt überraschen, aber ein Problem im Inland ist, daß
einfach *zu wenig* Geld "verfrühstückt" wird. Absatzkrise halt.
Uraltes Problem des Kapitalismus. Nachzulesen bei Karl Marx.
Ich glaube (woher soll ich es wissen ;-) dass das Geld *falsch*
"verfrühstückt" wird.

Eben *unproduktiv*.

Wir erleben das doch fast täglich: $KUNDE fragt nach "Treiber"
für Uralt-DOS-Version BAE für Windows oder neue Grafikkarten.
Ich muss mit den Schultern zucken und ihm sagen:
Für den alten Kram gibt es nix mehr, aber wie wäre es mit einem
Software-Update, dass auch die alten Daten lesen kann.
"Ja das würde schon helfen, aber wir kriegen kein Geld."

Im Klartext: *Weil* aus den Firmen soviel Geld für unproduktive
Zwecke rausgezogen wird, können die nicht mehr die
Investitionen tätigen, welche sie brauchen, um auf dem
Weltmarkt konkurrenzfähig zu sein. Und davon lebt dieses
Land, der Binnenmarkt ist zu klein.

( Leasing läuft dann auch nicht, weil der jeweilige Cheffe
nicht unberechtigte Zukunftsängste hat, was manchmal
geht, sind Mietlizenzen mit kurzer Kündigungsfrist, wobei
das Ärgerliche für uns ist, dass das natürlich keine Bank
finanziert, ergo müssen wir selber Bank spielen. )
Post by Axel Schwenke
Um es mal technisch auszudrücken: ein kapitalistisches Wirschafts-
system enthält vorwiegend positive Rückkopplungen. Das ist so lange
toll, wie es aufwärts geht. Wenn das System dann mal irgendwo
anschlägt, geht es wieder abwärts. Und die Mitkopplung führt dazu,
daß sich das kaum aufhalten läßt. Kurz vor dem Nullpunkt passiert
dann immer etwas Ungewöhnliches. Mal eine Weltwirtschaftskrise,
mal ein Weltkrieg. Und das Spiel beginnt von vorne.
Für Regelkreise gibt es Regelungsspezialisten.
Leider sind die in der Politik selten zu finden.
Post by Axel Schwenke
Ob das Geld außer Landes gebracht wird, oder von den 10% Superreichen
gehortet wird oder von den 50% Mittelschicht auf die hohe Kante gelegt
wird weil "Rente kriegen *wir* wohl keine mehr" ist für den Effekt un-
erheblich: wenn nix gekauft wird, geht auch der beste Produzent pleite.
Was bei der Rentendabatte leider sehr ärgerlich ist:

Wenigen Leuten dürfte klar sein, dass sie auch mit zurückgelegtem
Geld nur eine begrenzte Altersvorsorge haben.

Weil: Das Geld ist nur Papier oder sogar einfach ein paar gesetzte
Bits in einem Rechenzentrum einer Bank.

*Ware* gibt es dafür nur, wenn die Wirtschaft funktioniert.
Wenn wir nur noch Rentner haben, steht dem Geld keine Produktion
oder kein Warenangebot mehr gegenüber.

Was dann passieren kann: Saftige Inflation für alles, was neu
hergestellt werden muss, Preissenkungen für alle "eh' da" Waren.
Den Effekt kann man gut am Grundstücksmarkt beobachten,
die Preise *sinken*, weil eben nichts produziert werden muss.

Oder auch bei bestimmten Qualitätsprodukten mit viel Handarbeit,
die gibt es nämlich plötzlich nicht mehr, weil der Handarbeiter
ausgestorben ist oder keinen Bock mehr hat, gegen Geizgeil
zu arbeiten.

( Du solltest mal sehen, wie kleinlaut manche Kundschaft werden
kann, die erst Äpfel-Birnen Geizgeil Vergleiche anführt, aber
etwas ganz Spezielles braucht, wenn man sie freundlich an den
Massenwettbewerb verweist: "Darf ich ihnen die Telefonnummer
geben ?" - "Hmhmhmgrmbl dann müssen wir wohl doch in den
sauren Apfel beissen und mehr Geld ausgeben ?!" )
Post by Axel Schwenke
Ob es besonders geschickt ist, gerade denen das Geld zu kürzen, die gar
keine andere Wahl haben als es schnellstens auszugeben, darfst du dir
jetzt an den Fingern abzählen. Die Krise kann man so sicherlich nicht
aufhalten.
Man sollte das Geld da kürzen, wo es unproduktiv verballert
wird. Und da spielt die Mentalität schon eine Rolle.

Oder, um vom anonymen Geld auf Konkretes runterzukommen:

Es soll fleißige Bauern geben, die mit Saatgut tatsächlich auf dem
Acker Anbau tätigen und im Herbst die Ernte einfahren.

Und es gibt faule Bauern, die lassen das Saatgut im Regen
vergammeln oder verfüttern es an Haustiere.

Wenn man das Saatgut dem falschen Bauern gibt, braucht
man sich nicht zu wundern, wenn im Herbst die Ernte ausbleibt.

* Und genau das * ist der Punkt, was unsere Regierung und
auch deren Vorgänger (Ostförderung Kohl) falsch macht.

Es gibt einfach keinerlei Konzept, um das Geld möglichst in
produktive Ecken zu lenken.

Und wenn es dann mal einen Ansatz gibt (die *Idee* hinter
Hartz-n ist nicht schlecht), dann reißen sie so extrem das
Ruder rum und/oder machen ein Bürokratenmonster draus,
dass es auch wieder nicht mehr funktioniert.

( Ich meine, dass speziell bei Rot-Grün ein Kernproblem darin
liegt, dass zuviele Köche mitreden und keiner mal auf den
Tisch haut. Ein Edi in Bayern hat es da natürlich viel leichter,
der hat halt eine satte Mehrheit und braucht auf den
Abgeordneten aus Hintersttupfing-Glümpfelbach keine
Rücksicht zu nehmen. Und bei Konzepten ist es halt so:
Es gibt gute und nicht ganz so gute Konzepte, aber wenn
jeder dranrummurkst, wird es konzeptlos. Lieber einmal ein
nicht ganz so gutes Konzept als ständig konzeptloses
Rumgemurkse. Der Edi braucht keine Angst um seine
Mehrheit zu haben, solange wie es nicht in den Augen
*vieler* Abgeordneter seiner Fraktion totaler Murks ist.
Das wird es sein, was Bayern dem Bund voraus hat ;-)
Post by Axel Schwenke
Du wirst es nicht gern hören: aber ihr produziert Luxusartikel.
Vermutlich ist dir das unbewußt klar. Deswegen hast du wohl auch
kein Problem damit denjenigen, die sich deine Luxusartikel ohnehin
niemals leisten könnten, das Geld zu kürzen.
Ach ja: die Mittelschicht (eiserne Sparer, s.o.) können sich leider
nur "Geiz ist geil" leisten. Du gehst also schon wieder leer aus.
Naja, ob Investionsgüter (EDA, Sat.-Funk) und Breitband-Internet
jetzt soooo die Luxusartikel sind, dass wage ich zu bezweifeln.

Aus der Sicht des afrikanischen Bauern nahe der Wüste vielleicht
ja, bereits aus der Sicht des Landwirts in Südafrika eher nein,
und hier wohl auch nicht.

Gruß Oliver
--
Oliver Bartels + Erding, Germany + ***@bartels.de
http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax: -10
Rafael Deliano
2005-04-09 09:38:48 UTC
Permalink
Post by Axel Schwenke
geholfen habe ich mir letztlich immer selber.
Vom Amt kam nur Geld.
Klar: wer heute zu einer Firma geht und sagt
das-Arbeitsamt-schickt-mich ist chancenlos.
Die Unternehmen gehen inzwischen generell davon
aus das von dort nur Drückeberger oder
Minderproduktive kommen.
Insofern kommen die heutigen, vermutlich zum Gutteil
ernst gemeinten Bemühungen um "Vermittlungserfolge"
bei der Behörde zu spät: die haben ihr Image weg.
Umgekehrt arbeitet die Behörde aber "kostenlos" und
gräbt damit privaten Arbeitsvermittlungen das
Wasser ab. Letztlich hat der Arbeitslose also keine
wirksame organisatorische Hilfe und darf privat
wursteln. Was natürlich nicht sehr effizient ist
und zu mehr Arbeitslosigkeit als nötig führt.
Post by Axel Schwenke
Uraltes Problem des Kapitalismus. Nachzulesen bei Karl Marx.
Marx kannte den Wohlfahrtsstaat mit 50% Staatsquote nicht.
In der DDR mit 70-80% Staatsquote stellte der Staat, wenn auch
ineffizient, die reale wirtschaftliche Produktion. D.h. die
Semmeln wurden vom Staat hergestellt. In der BRD sind die
50% Staatsquote zumeist nutzlose Dienstleistungen a la
Bürokratie. Für die Semmeln ist der verbleibende Rest freie
Wirtschaft zuständig der immer hypereffizienter werden muß.
Dafür wird ihm dann vorgeworfen er würde die Arbeitnehmer
ausbeuten.

MfG JRD
Nina Sattler
2005-04-09 08:14:43 UTC
Permalink
Hallo Oliver,
Post by Oliver Bartels
Post by Nina Sattler
Leicht dahergesagt, aber Du weisst nicht, wovon Du da redest.
Schlichter Selbsterfahrungsmangel.
Nicht unbedingt. Hast Du mal eine Arbeitgeber-Anfrage an das
Arbeitsamt nach Jobsuchenden geschickt ?
Ich redete von der Erwerbslosen-Seite (spielen wir jetzt
"lies-genau"-Pingpong?). Allerdings kenne ich beide Seiten. Was Du
erzählst, ist nichts neues und vorwiegend der etwas hirnrissigen
Jobverteilungsmentalität der BA-Mitarbeiter zuzuschreiben. SO finden
beide Seiten nie zusammen. Nach wie vor gilt: von der BA kann man zwar
Hilfe in Form von Geld bekommen, und, damit das klar ist: das
Arbeitslosengeld ist eine Versicherungsleistung, kein Almosen. Ab
ALG-II wird es das erst. Deshalb auch die ausführlichen
ALG-II-Formulare, wo jeder alles peinlich genau aufschlüsseln muß, was
er so besitzt. Das erst ist Sozialhilfe.

Aber wer heute erwerbslos ist hat am ehesten Chanchen auf einen Job,
wenn er/sie das selbst anpackt. Es bringt einfach nicht viel, wenn man
einen Zwischenhändler einschaltet, der eigene Interessen verfolgt. Auch
das sind alte Hüte.
Post by Oliver Bartels
Post by Nina Sattler
Also bitte: etwas mehr Respekt und nicht soviel billige
Klischee-Reiterei.
*Lies einfach*, was ich *exakt* geschrieben habe.
Und kommt nicht immer gleich mit Allgemeinplätzen aus
Rundfunk und Fernsehen ;-/
Du missverstehst da was: Das ist Praxis, am eigenen Leib gespürt und
von nicht wenigen anderen berichtet. Mit Rundfunk und Fernsehen hat das
erst mal gar nichts zu tun.

Ansonsten hätte ich es nicht besser als Axel formulieren können. Auf
den Punkt gebracht.

ciao ... Nina
horst-d.winzler
2005-04-10 07:28:21 UTC
Permalink
Post by Oliver Bartels
Post by Nina Sattler
Leicht dahergesagt, aber Du weisst nicht, wovon Du da redest.
Schlichter Selbsterfahrungsmangel.
Nicht unbedingt. Hast Du mal eine Arbeitgeber-Anfrage an das
Arbeitsamt nach Jobsuchenden geschickt ?
Ich schon, es ist zwar schon einige Zeit her, aber es war eine
sehr lehrreiche Erfahrung.
Wie, du hast einer Organisation getraut, die 90`000 Angestellte
benötigt, damit 10`000 ihrem eigentlich zugedachtem Zweck, der
Vermittlung von Arbeitslosen, nachkommen kann?

Wäre ich Unternehmer und bräuchte Mitarbeiter, würde ich jenen,
die voll auf die Vermittlungsleistung dieser Organisation setzen,
mit ausgesuchter Skepsis begegnen müßen.
Post by Oliver Bartels
Post by Nina Sattler
Also bitte: etwas mehr Respekt und nicht soviel billige
Klischee-Reiterei.
*Lies einfach*, was ich *exakt* geschrieben habe.
Und kommt nicht immer gleich mit Allgemeinplätzen aus
Rundfunk und Fernsehen ;-/
Nochmal: *Genau* denjenigen, die auf der
"Arbeitslos und Spass dabei" Welle reiten, und die gibt es
leider immer noch, gehört auch aus Achtung vor den
wirklich Arbeitslosen das Wärmkissen entzogen.
Immerhin sitzen doch im Aufsichtsrat dieser Organisation
Arbeitgeber und Gewerkschaften paritätisch.
Gäbe es nicht mehr genügend Arbeitslose zu vermitteln, müßten
welche erfunden werden. Schließlich kann man dem Apparat doch
seinen Daseinszweck nicht nehmen.

Nach dem LZBs und Bundesbank ja bereits überflüßig sind, das auch
noch bei den 100´000 Mitarbeitern der Arbeitsverwaltung?
Dann müßte die politische Elite ja vielleicht tatsächlich etwas
sinnvolles entscheiden müßen. Welch ein Horrorgedanke.
Post by Oliver Bartels
Post by Nina Sattler
ach Oliver.... Du weisst hoffentlich selber, was das für ein Quark ist.
Die Parasiten der Oberklasse sind doch wesentlich effektiver in Sachen
das-Geld-Anderer-verbrennen, dagegen sind die paar Erwerbslosen und
Asylanten doch kleine Fische.
Mal ganz klar gesagt: Mir ist es egal, wer mein sauer verdientes
Geld absaugt und verprasst, es ist so oder so ein Unding.
Sind das etwa schon Anflüge von (Alters)Weisheit?
Post by Oliver Bartels
Weil: Das Geld fehlt mir nämlich in der Firma, auch um
Arbeitsplätze zu schaffen, die *produktive* Arbeit leisten.
Es ist schlicht keine Lösung, produktive Unternehmen
steuerlich auszusaugen und so plattzumachen, nur damit das
Geld verfrühstückt wird.
Von M.Wächtler, "Firmengründer" der Funkpeilfirma C.Plath KG ist
ein bemerkenswerter Ausspruch verbürgt. Zitat: "Man muß gute
Leute einstellen, wenn man sie findet und nicht erst wenn man sie
braucht".
Eine Vereinbarung garantierte Wächtler (er hielt 10% an C.Plath)
die Möglichkeit persönlich bezahlter Mitarbeiter. Er steckte
seine Bezüge in risikobehaftete private Peilobjekte, die er bei
Erfolg seiner Firma übertrug.

Das waren noch Unternehmer. Heute haben wir Manager!
Post by Oliver Bartels
Der Teutsche möchte nach meinem Eindruck am liebsten
nur verwalten und sozial sein. Produktion macht Krach
und Lärm, stinkt womöglich und könnte Risken beinhalten.
Du hättest der Vollständigkeit halber noch erwähnen sollen, das
viele ihre "Steuermannsqualitäten" ungenügend gewürdigt sehen.
Man sieht sich zu Einmaligem ausersehen.
Trifft nicht von ungefähr auf "unsere" Managereliten zu.
--
gruss horst-dieter
Oliver Bartels
2005-04-09 02:42:33 UTC
Permalink
Post by Nina Sattler
Da fällt mir ein, Du bist doch auch Unternehmer: Stell Du halt ein paar
ein, sagen wir mal 10-15 für den Anfang, kannst sie Dir sogar
aussuchen, gibt ja genug davon. Das wäre mit gutem Beispiel vorangehen.
Das machen Dir dann alle nach und wir haben sofort Vollbeschäftigung
und keine Probleme mehr, weil keine Erwerbslosen. Alle packen mit an,
keiner drückt sich.
Nachtrag:

1. Wir haben eingestellt. Nicht in dem Umfang, aber trotzdem.
2. Wir stellen erst dann weiter ein, wenn ich als Unternehmer
das Gefühl habe, dass unsere Tätigkeit hier im Land erwünscht
und respektiert ist.

Dazu zählt:
- dass man nicht von der Politik ständig verar(zensiert) wird,
z.B. mit Pseudo-KfW-Kapital-für-Arbeit Programmen, bei denen
es die stinkearrogante KfW noch nicht mal für nötig hält,
zurückzurufen, wenn man sie kontaktiert.
-dass man nicht von das_recht_ist_immer_bei_uns Kassen
mit vier Jahre alten wir_brauchen_Geld Nachzahlungen
traktiert werden.
- dass man nicht den Banken völlig überzogenen Basel 2
Auflagen macht, auf dass die kein Geld mehr rausgeben,
was man leider braucht, da die Steuer zuvor zugelangt hat.
- dass man uns nicht weitere Bürokratie aufhalst und
Liquidität entzieht, z.B. durch das hier diskutierte
Elektroschrott-"Spezial" inklusive rot-grüner Garantie-
Draufsattelei, oder z.B. durch unnütze Rechtsberatungskosten
für Softwarepatente, die das Parlament ablehnt, wobei die
Parlamentsmeinung eine Justizministerin von Gottes Gnaden
aber nicht schert.

Das sind alles ganz *konkrete* Punkte, so wie eben besagte
"Elektroschrottverordnung".

Und solange wie $VOLK diese "wir nerven die Unternehmer
und wollen trotzdem Arbeitsplätze" Politik gut findet und
auch noch verteitigt, solange wird es ein Arbeitsplatzdefizit
geben.

Um es deutlich zu sagen: An dieser supermittelstandsfeindlichen
Politik gibt es nix zu verteidigen. Und da kaum zu erwarten ist,
dass einer der verantwortlichen Politiker in den Firmen
aufkreuzt, ein "Mea Maxima Maxima Culpa" herbetet,
sämtliche anstehenden Bürokratiearbeiten eingenhändig
ausführt und einen Scheck für erlittene Unbill daläßt, damit
$CHEFFE auch mal in Urlaub fahren kann, bleibt nur eines:

=> Die Bagage gehört an die frische Luft gesetzt.

Alleine das zu sehen täte schon sehr gut und würde
rein mental mindestens einen Prozentpunkt Wachstumsschub
geben.

Unternehmer sind halt auch nur Menschen und die lassen
sich nicht beliebig tritzen und nerven.
Irgendwann geht mal die Lust verloren und dann merkt
das anspruchsvolle $VOLK plötzlich, dass es ein Problem
hat ...

Gruß Oliver
--
Oliver Bartels + Erding, Germany + ***@bartels.de
http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax: -10
Nina Sattler
2005-04-07 11:36:19 UTC
Permalink
Hallo Rainer,

Rainer Buchty schrieb am 07.04.05 an All :

|>> Glaubst du ernsthaft, die alternativen wären weniger schlimm? Ich
|>> war damals auch froh, den Helmut endlich loszusein. Und wenn ich mir
|>> die K-Kanditaten aus der Union heute ansehe frage ich mich allen
|>> ernstes, was denn da das kleinste Übel ist.
Post by Rainer Buchty
Gegenfrage: Wählst Du nach Sympathie der Hackfresse auf den
Werbeplakaten oder nach dem, was dahintersteht?
Nach beidem natürlich, wie jeder, wenn er/sie wirklich ehrlich ist.
Oder würdest Du den fachlichen Mr. Omnipotent wählen, wenn der aussieht
wie Hitler oder sein Kampfhund persönlich? Stellst Du Dir einen
Rollstuhlfahrer mit kränklichem Wieselgesicht als Repräsentanten für D
vor, auch wenn er fachlich noch so kompetent erscheint? Betonung auf
'erscheint', wir können nur verarbeiten was wir an Daten serviert
bekommen. Und das wird in aller Regel und nach allen Regeln der Kunst
vorher schon entsprechend aufbereitet.

Der obligatorische und irgendwie lästige aber dennoch in D
unverzichtbare political-correctness-Hinweis: nein, ich hab natürlich
nichts gegen Rollstuhlfahrer.
Auch nicht gegen kränkliche Wieselgesichter. Gegen Kampfhunde und
Hitler schon.
Post by Rainer Buchty
Bei Produkten wählst Du doch auch nicht das in der tollen Hochglanz-
verpackung, welches aber einen bekanntermaßen suboptimalen
Inhalt/Nutzen hat.
Mensch, Rainer, es ist doch längst bekannt: Der Kopf denkt, der Bauch
lenkt. Jeder, der z.B. schon mal im Verkauf tätig war, kann ein Lied
davon singen: Der König Kunde greift zu dem Markenartikel mit dem
seines Erachtens besten Ruf. Wie sich das Adelsprädikat "seines
Erachtens" zusammensetzt ist höchst unterschiedlich. Erklärt man ihm
dann, dass im Aldi-Joghurt orginal dasselbe drin ist wie im doppelt so
teuren Zott-Joghurt, fühlt er sich höchsten verscheissert und greift
trotzdem zum Zott. Auch wenn beides vom selben Hersteller + aus der
gleichen Fertigung/Charge stammt, das an Aldi gelieferte aber ein
vermeintliches Noname-Label trägt. Selbes für Arzneimittel: Wenn der
Kunde sich nun mal Orginal-Aspirin in den Kopf gesetzt hat, kannst Du
Dir bei den meisten den Mund fransig reden, auch wenn es ein wesentlich
preiswerteres Ersatzpräparat mit exact den gleichen Inhaltsstoff mit
den selben Eigenschaften gibt. Selbst wenn Du sie zum Kauf überreden
kannst, kommen mindesten 2/3 das nächste Mal mit der Forderung nach dem
"echten" Aspirin zurück, das "Billigzeug" hätte längst nicht so gut
gewirkt"...

Erfahrungswert: Nur etwa 1 von 5 ist dankbar für so einen Tipp und
fähig sich umzustellen.


ciao ... Nina
Thorsten Ostermann
2005-04-07 15:10:09 UTC
Permalink
Hallo Rainer!
Post by Rainer Buchty
|> Glaubst du ernsthaft, die alternativen wären weniger schlimm? Ich war
|> damals auch froh, den Helmut endlich loszusein. Und wenn ich mir die
|> K-Kanditaten aus der Union heute ansehe frage ich mich allen ernstes,
|> was denn da das kleinste Übel ist.
Gegenfrage: Wählst Du nach Sympathie der Hackfresse auf den Werbeplakaten
oder nach dem, was dahintersteht?
Falls du auf den Unterschied im Aussehen zwischen Merkel und Schröder
anspielst: Das ist mir beim Wählen herzlich egal.
Post by Rainer Buchty
Bei Produkten wählst Du doch auch nicht das in der tollen Hochglanz-
verpackung, welches aber einen bekanntermaßen suboptimalen Inhalt/Nutzen
hat.
Ich sehe bei der Konkurenz aber nicht mal eine orderntliche Verpackung.
Und selbst wenn sie die hätten, wäre nichts drinn. Die sind doch nur mit
Personalfragen und Untersuchungsausschüssen beschäftigt. Aber jetzt
wird's richtig OT...

Gruß
Thorsten
--
Kunst kommt aber von 'können',
nicht von 'kennst du schon den neuesten trick?'
Gunther in oecher.computer zum Thema "Gutes Webdesign"
Holm Tiffe
2005-04-08 09:06:57 UTC
Permalink
Post by Thorsten Ostermann
Hallo Rainer!
Post by Rainer Buchty
|> Glaubst du ernsthaft, die alternativen wären weniger schlimm? Ich war
|> damals auch froh, den Helmut endlich loszusein. Und wenn ich mir die
|> K-Kanditaten aus der Union heute ansehe frage ich mich allen ernstes,
|> was denn da das kleinste Übel ist.
Gegenfrage: Wählst Du nach Sympathie der Hackfresse auf den Werbeplakaten
oder nach dem, was dahintersteht?
Falls du auf den Unterschied im Aussehen zwischen Merkel und Schröder
anspielst: Das ist mir beim Wählen herzlich egal.
Post by Rainer Buchty
Bei Produkten wählst Du doch auch nicht das in der tollen Hochglanz-
verpackung, welches aber einen bekanntermaßen suboptimalen Inhalt/Nutzen
hat.
Ich sehe bei der Konkurenz aber nicht mal eine orderntliche Verpackung.
Und selbst wenn sie die hätten, wäre nichts drinn. Die sind doch nur mit
Personalfragen und Untersuchungsausschüssen beschäftigt. Aber jetzt
wird's richtig OT...
Schlimmer noch, ich höhre da immer "die sollen jetzt mal Vorschläge machen,
danach können wir darüber diskutieren..."

Gruß,
Holm
--
L&P::Kommunikation GbR Holm Tiffe * Administration, Development
FreibergNet.de Internet Systems phone +49 3731 419010
Bereich Server & Technik fax +49 3731 4196026
D-09599 Freiberg * Am St. Niclas Schacht 13 http://www.freibergnet.de
M.Randelzhofer
2005-04-06 23:18:14 UTC
Permalink
Post by Joerg
Allerdings. Wollt Ihr denn Eure Wirtschaft ganz kaputt machen lassen?
Gruesse, Joerg
http://www.analogconsultants.com
Hallo Joerg,

Hauptproblem ist wohl, dass (meines Wissens) die genauen Einzelheiten des
Gesetzes noch nicht feststehen. Z.B. ist mir noch nicht klar wie das mit
Blei verseuchten Bauteilen aussieht. Ob man die dann auf den Müll kippen
muss (besonders umweltfreundlich und effektiv), oder ob der Bleigehalt sich
an der ganzen Platine (oder Geraet) misst, da ist das Lot bei der Fertigung
dann wohl massgeblich, und die Teile sind am Gesamtgehalt prozentual (IMHO)
zu vernachlässigen. Sollten da hysterische Nichtmehrverwertbarkeitsgrenzen
aufgezogen werden, ist das für den Mittelstand sicher ein krasser
Standortnachteil, da viele Unternehmen ein Lager besitzen. Aber was Genaues
weiss ich/man nicht, deshalb schreit auch noch keiner, aber das wird sicher
noch kommen. (Vielleicht ist's dann zu spaet).

Aber ganz unverständlich ist für mich die Regelung nicht. Als ich mal mit
dem Radel in Griechenland war, quollen aus allen Naturschutzgebieten
stinkende Müllberge, und am Strand war alles voller Plastikmüll. Auch
scheisse sowas.
Sowas kann leicht auch mit (Konsumer-) Elektronik passieren. Als ich an
Weihnachten eine DVD und einen Ghettoblaster kaufte, war der
Elektronikklumpen billiger (19,80 Oiro, war nicht der billigste). Da kauft
man zu viert einen Groovomat, und lässt ihn nach dem Picknick einfach
liegen. Den muss man dann vielleicht das nächste mal nicht mehr
mitschleppen.

Dass die Verhältnisse bei industrieller Elektronik anders liegen, kann man
einem Politiker (jeglicher Coleur) nicht verklickern. Wegen dem besagten IQ.


MIKE
Joerg
2005-04-07 00:11:25 UTC
Permalink
Hallo Mike,
Post by M.Randelzhofer
Aber ganz unverständlich ist für mich die Regelung nicht. Als ich mal mit
dem Radel in Griechenland war, quollen aus allen Naturschutzgebieten
stinkende Müllberge, und am Strand war alles voller Plastikmüll. Auch
scheisse sowas.
Das ist alles eine Frage der Erziehung. Man kann nicht jedes
Fehlverhalten verantwortungsloser Buerger mit neuen und zum Teil
unsinnigen Auflagen fuer Unternehmen bekaempfen.
Post by M.Randelzhofer
Sowas kann leicht auch mit (Konsumer-) Elektronik passieren. Als ich an
Weihnachten eine DVD und einen Ghettoblaster kaufte, war der
Elektronikklumpen billiger (19,80 Oiro, war nicht der billigste). Da kauft
man zu viert einen Groovomat, und lässt ihn nach dem Picknick einfach
liegen. Den muss man dann vielleicht das nächste mal nicht mehr
mitschleppen.
Doch was nutzt WEEE, wenn der Konsument solche Sachen trotz eines
Ruecknahmekanals einfach wegwirft?

Es ist leider die Marotte einer bestimmten politischen Gruppierung, das
Bewusstsein des einzelnen Buergers durch immer wachsenden
Paragraphendschungel zu ersetzen. Big Government. Es hat nur noch
nirgendwo funktioniert.

Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com
Peter Reiter
2005-04-07 08:23:02 UTC
Permalink
Post by M.Randelzhofer
Gesetzes noch nicht feststehen. Z.B. ist mir noch nicht klar wie das mit
Blei verseuchten Bauteilen aussieht. Ob man die dann auf den Müll kippen
muss (besonders umweltfreundlich und effektiv), oder ob der Bleigehalt sich
an der ganzen Platine (oder Geraet) misst, da ist das Lot bei der Fertigung
dann wohl massgeblich, und die Teile sind am Gesamtgehalt prozentual (IMHO)
zu vernachlässigen. Sollten da hysterische Nichtmehrverwertbarkeitsgrenzen
Hallo Mike!

Dieser Punkt ist bereits abgehakt. Es gilt der kleinste zerlegbare
Teil, somit bleibt das Lot auf der Lötstelle alleine übrig und da muss
man halt die Grenzen einhalten.


Im übrigen nehme ich mir zu abendlichen Erheiterung gerne die
RoHS-Richtlinie zur Hand, selten habe ich über ein Gesetz so gelacht.
(Bitte beachten: Ich lache über das Gesetz nicht über den Gedanken
dahinter!)

Schönen Tag noch
Peter Reiter
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