Discussion:
LCR-Messgerät anschaffen sinnvoll?
(zu alt für eine Antwort)
Norbert Beckmann
2007-02-02 15:00:45 UTC
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Hallo,

ist die Anschaffung eines halbwegs professionellen Messgerätes für
Widerstände, Kapazitäten und Induktivitäten sinnvoll, wenn man
Reparaturen an elektronischen Baugruppen durchführen will? Mein
Vielfachmessgerät lässt R-und C-Messungen allerdings schon einigermaßen
zu. Es fehlt mir im Grunde L. Die große Mehrzahl der Geräte, die ich
gefunden habe, sind allerdings RCL.


Gruß
Norbert
Dieter Wiedmann
2007-02-02 15:20:18 UTC
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Post by Norbert Beckmann
ist die Anschaffung eines halbwegs professionellen Messgerätes für
Widerstände, Kapazitäten und Induktivitäten sinnvoll, wenn man
Reparaturen an elektronischen Baugruppen durchführen will?
Ja.
Post by Norbert Beckmann
Mein
Vielfachmessgerät lässt R-und C-Messungen allerdings schon einigermaßen
zu. Es fehlt mir im Grunde L. Die große Mehrzahl der Geräte, die ich
gefunden habe, sind allerdings RCL.
Für einfache Reparaturen tuts auch ein einfaches Gerät, RCL ist
allerdings eh üblich.


Gruß Dieter
Rafael Deliano
2007-02-02 15:25:51 UTC
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Mein Vielfachmessgerät lässt R-und C-Messungen allerdings schon
einigermaßen zu. Es fehlt mir im Grunde L.
Es gab ehedem Bauanleitungen für externe Hilfsschaltungen
die L per Gyrator auf C umsetzten. Wenn man die Funktion selten benötigt
und Schätzwerte genügen ...

Allerdings war schon die Kondensatormessung in meinem Fluke 87 so mau,
daß das keine Lösung gewesen wäre.
Anschaffung eines halbwegs professionellen Messgerätes
Ich habe mir dann per ebay eine ältere
"Telemeter/Prism AIM6401 LCR Databridge" beschafft
was ehedem halbwegs preiswert war.
Das Ding tut zwar schön automatisch
und rechnet für Parallel/Serienschaltung,
aber mit Meßfrequenzen von 100Hz und 1kHz
etwas sehr beschränkt.

MfG JRD
Ralph A. Schmid, DK5RAS
2007-02-02 15:36:17 UTC
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Post by Norbert Beckmann
ist die Anschaffung eines halbwegs professionellen Messgerätes für
Widerstände, Kapazitäten und Induktivitäten sinnvoll, wenn man
Reparaturen an elektronischen Baugruppen durchführen will?
Kommt darauf an, was genau man reparieren will. Ich braucht ab und an
exakte Meßwerte der Kapazität bei Integrationsschaltungen, oder auch
von Induktivitäten (Spulenwicklungen), aber je nach zu reparierender
Elektronik kommt man auch mit einem einfachen C-Meßgerät im Multimeter
aus.
Norbert Beckmann
2007-02-02 16:51:29 UTC
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Post by Ralph A. Schmid, DK5RAS
Post by Norbert Beckmann
ist die Anschaffung eines halbwegs professionellen Messgerätes für
Widerstände, Kapazitäten und Induktivitäten sinnvoll, wenn man
Reparaturen an elektronischen Baugruppen durchführen will?
Kommt darauf an, was genau man reparieren will. Ich braucht ab und an
exakte Meßwerte der Kapazität bei Integrationsschaltungen, oder auch
von Induktivitäten (Spulenwicklungen), aber je nach zu reparierender
Elektronik kommt man auch mit einem einfachen C-Meßgerät im Multimeter
aus.
Hallo,

Dir und allen anderen, die mir geantwortet haben Dank.
Ich bin zu der Überzeugung gekommen, nicht zuletzt durch Eure Infos,
dass so ein Teil sinnvoll ist.
Ins Auge gefasst habe ich die LCR-Messbrücke ELC-3133A, die ich bei
Conrad gefunden habe (Internet). 100Hz, 120Hz, 1kHz, 10kHz. 1mO-10Mo,
0,1yH-1000H, 0,01pF-10mF.
Soll 474,81 € kosten. Tischgerät.
Könnte das was sein?

Gruß
Norbert
MaWin
2007-02-02 17:09:42 UTC
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Post by Norbert Beckmann
Soll 474,81 € kosten. Tischgerät.
Könnte das was sein?
Kommt drauf an, was du messen willst.
Zum einordnen vorhandener unbeschrifteter Spulen in E6-Reihe tut
es auch was billigeres (z.B. Conrad 122211)
wenn du aber was ueber die Verluste bei Strombelastung rausbekommen
willst, tut es auch das von dir ausgesuchte nicht.
Die (teuer bezahlte) Genauigkeit deines Instruments braucht man
wohl eher nicht.
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net
homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/
de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/
Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask.
Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.
Norbert Beckmann
2007-02-02 17:52:33 UTC
Permalink
Post by MaWin
Post by Norbert Beckmann
Soll 474,81 € kosten. Tischgerät.
Könnte das was sein?
Kommt drauf an, was du messen willst.
Zum einordnen vorhandener unbeschrifteter Spulen in E6-Reihe tut
es auch was billigeres (z.B. Conrad 122211)
Hallo,

12211 kostet 40€. Kann mir nicht so recht vorstellen, das das was taugt.
Ich habe schon das 4080 von Voltkraft (Conrad) hier gehabt. War "nur" in
den oberen und unteren Bereichen nicht zufriedenstellend. Kosten:142€.
Post by MaWin
wenn du aber was ueber die Verluste bei Strombelastung rausbekommen
willst, tut es auch das von dir ausgesuchte nicht.
Ja, leider, da muss man wohl in den 2000€-4000€-Bereich vorstoßen.:-(

Gruß
Norbert
MaWin
2007-02-02 19:19:30 UTC
Permalink
Post by Norbert Beckmann
12211 kostet 40€. Kann mir nicht so recht vorstellen, das das was taugt.
Was heisst, 'was taugt', sozu taugt waere die richtigere Frage.

Um zu Reparaturzwecken eine Spule durchzumessen, reicht es,
denn ob 130 uH oder 122.7665 uH ist da eher wurscht.

Es misst den primaeren Wert, keine ESR-Daten.

Ob dir da reicht, musst du selber entscheiden.

Es reicht, um selbstgewickelte Spulen kontrollieren zu koennen,
die Nebenwerte wie Strombelastbarkeit und Guete hat man vorher
ueberschlaegig ermittelt bei der Auswahl des Kernmaterials,

es reicht nicht, (und das von dir ausgewaehlte auch nicht),
um die Verluste der Spule im 100kHz Schaltregler bei 1A zu
ermitteln.
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net
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Henry Kiefer
2007-02-02 20:02:11 UTC
Permalink
Kauf dir das Conrad LCR-Messgerät 4095 für etwas über 60 Euronen. Das Ding hat alles was man braucht und ist erstaunlich genau,
selbst im Frequenzmeßbereich. C und L ist etwas knapp für Hochfrequenzanwendungen, da Meßbereiche nicht sonderlich hochauflösend.
Wobei man sagen muß, das diese Werte eh auch stark von der Meßfrequenz abhängen und diese Frequenz selbst bei teuren Geräten nicht
sonderlich frei wählbar ist. Leider etwas ESR-empfindlich!

Es taugt für die Praxis! Habe davon sogar nochmal eines gekauft. Und das will was heißen!

- Henry

--
www.ehydra.dyndns.info


"MaWin" <***@private.net> schrieb im Newsbeitrag news:eq0302$pgn$***@online.de...
| "Norbert Beckmann" <h-n-be-***@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
| news:epvtp5$alq$02$***@news.t-online.com...
| >
| > 12211 kostet 40€. Kann mir nicht so recht vorstellen, das das was taugt.
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| Was heisst, 'was taugt', sozu taugt waere die richtigere Frage.
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| Um zu Reparaturzwecken eine Spule durchzumessen, reicht es,
| denn ob 130 uH oder 122.7665 uH ist da eher wurscht.
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| Es misst den primaeren Wert, keine ESR-Daten.
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| Ob dir da reicht, musst du selber entscheiden.
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| Es reicht, um selbstgewickelte Spulen kontrollieren zu koennen,
| die Nebenwerte wie Strombelastbarkeit und Guete hat man vorher
| ueberschlaegig ermittelt bei der Auswahl des Kernmaterials,
|
| es reicht nicht, (und das von dir ausgewaehlte auch nicht),
| um die Verluste der Spule im 100kHz Schaltregler bei 1A zu
| ermitteln.
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Norbert Beckmann
2007-02-03 09:29:42 UTC
Permalink
Post by Henry Kiefer
Kauf dir das Conrad LCR-Messgerät 4095 für etwas über 60 Euronen. Das Ding hat alles was man braucht und ist erstaunlich genau,
selbst im Frequenzmeßbereich. C und L ist etwas knapp für Hochfrequenzanwendungen, da Meßbereiche nicht sonderlich hochauflösend.
Wobei man sagen muß, das diese Werte eh auch stark von der Meßfrequenz abhängen und diese Frequenz selbst bei teuren Geräten nicht
sonderlich frei wählbar ist. Leider etwas ESR-empfindlich!
Es taugt für die Praxis! Habe davon sogar nochmal eines gekauft. Und das will was heißen!
Hallo,


LCR 4095? Werde ich mir ansehen.

Gruß
Norbert
Oliver Bartels
2007-02-03 08:31:08 UTC
Permalink
On Fri, 02 Feb 2007 18:52:33 +0100, Norbert Beckmann
Ja, leider, da muss man wohl in den 2000€-4000€-Bereich vorstoßen.:-(
Für die, die SMD layouten können und I2C programmieren, hab' ich hier
einen sehr genauen und preiswerten Vorschlag mit fast beliebig fein
einstellbarer Frequenz bis 100kHz :

AD5933 : 1 MSPS, 12-Bit Impedance Converter, Network Analyzer
http://www.analog.com/en/prod/0%2C2877%2CAD5933%2C00.html
Kosten wenige zweistellige Euronen :-)

Spielt im Zusammenhang mit einem kleinen Controller, ggf. sollte man
noch einen schaltbaren Taktteiler für einen größeren Abstand der
Abtastpunkte bei niedrigen Messfrequenzen vorsehen.

Von dem gesparten Geld bis 4000 Euronen lassen sich locker die
Leiterkarten und selbst ein professionelles TFT Farbdisplay für
Impedanzkurvendarstellungen aller Art und sonstige Bunti Bildi ;-)
finanzieren, Tastaturen sind bekanntlich ebenfalls Katalogware.
Und selbst USB-Schnittstellen sollen heute auch kein Hexenwerk
mehr sein.

Mit externen OP's läßt sich auch problemlos ein Vierport-Anschluß
der üblichen Art eindesignen, siehe APnotes.

Ich hab' schon mal überlegt, so ein Design als Demoboard auf unsere
Homepage zu stellen, alleine, die liebe Zeit ist ein Problem ...

Gruß Oliver
--
Oliver Bartels + Erding, Germany + ***@bartels.de
http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax: -10
Jan Conrads
2007-02-02 15:49:10 UTC
Permalink
Post by Norbert Beckmann
Hallo,
ist die Anschaffung eines halbwegs professionellen Messgerätes für
Widerstände, Kapazitäten und Induktivitäten sinnvoll, wenn man
Reparaturen an elektronischen Baugruppen durchführen will? Mein
Vielfachmessgerät lässt R-und C-Messungen allerdings schon einigermaßen
zu. Es fehlt mir im Grunde L. Die große Mehrzahl der Geräte, die ich
gefunden habe, sind allerdings RCL.
Gruß
Norbert
Hallo,

ich hab mir ein LC Meter vor einiger Zeit selbst gebaut.

Einige Ausführungen:

http://www.sprut.de/electronic/pic/projekte/lcmeter/lcmeter.htm

http://www.janson-soft.de/lcmeter/lcmeter.htm

Gruß Jan Conrads
Joerg
2007-02-02 16:51:19 UTC
Permalink
Hallo Norbert,
Post by Norbert Beckmann
ist die Anschaffung eines halbwegs professionellen Messgerätes für
Widerstände, Kapazitäten und Induktivitäten sinnvoll, wenn man
Reparaturen an elektronischen Baugruppen durchführen will? Mein
Vielfachmessgerät lässt R-und C-Messungen allerdings schon einigermaßen
zu. Es fehlt mir im Grunde L. Die große Mehrzahl der Geräte, die ich
gefunden habe, sind allerdings RCL.
Es ist sinnvoll. Damit kann man z.B. mal schnell einen Uebertrager
durchmessen, ob er Windungsschluss hat. Klar geht das alles auch per
Scope und Funktionsgenerator, aber, wir wir hier sagen, "after a while
that gets old".

Wenn es nicht teuer werden soll:
http://www.aade.com/
--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com
Stefan Engler
2007-02-02 20:09:38 UTC
Permalink
Post by Joerg
Scope und Funktionsgenerator, aber, wir wir hier sagen, "after a while
that gets old".
bekomme ich hier nicht auch in etwa die Güte raus?
Schnell eine Schwinkreis aufgebaut und mit dem Funktionsgenerator
dran. Scope auf der anderen Seite (manche sagen dazu Oszi) und schon
kommt man auf eine Induktivität.
Ja einige werde sagen, wozu Funktionsgenerator, dafür gibt es doch Dip-
Meter, aber es gibt Leute die haben zwar Oszi und Generator aber kein
Dip-Meter.

Ich dachte die LCR Meter arbeiten nach ähnlichen Prinzip: ein
Referenzkondensator, eine HF-Gleichrichter einen Schwingkreis und
einen Spannungsmesser. Mit Prozessor ist dann eine automatische
Anzeige drin .
Joerg
2007-02-02 20:40:34 UTC
Permalink
Hallo Stefan,
Post by Stefan Engler
Post by Joerg
Scope und Funktionsgenerator, aber, wir wir hier sagen, "after a while
that gets old".
bekomme ich hier nicht auch in etwa die Güte raus?
Schnell eine Schwinkreis aufgebaut und mit dem Funktionsgenerator
dran. Scope auf der anderen Seite (manche sagen dazu Oszi) und schon
kommt man auf eine Induktivität.
Geht, aber dann muss man erst wieder zum Magazin rueber. Hier im Labor
liegt oft einer unserer Hunde vor der Magazintuer und schnurcht tief und
fest...
Post by Stefan Engler
Ja einige werde sagen, wozu Funktionsgenerator, dafür gibt es doch Dip-
Meter, aber es gibt Leute die haben zwar Oszi und Generator aber kein
Dip-Meter.
Ein Dip-Meter ist fuer HF Geschichten beinahe unverzichtbar. Hier im
Labor gibt es sogar zwei. Eines aus den 50's oder so. Es heisst noch
Megacycle Meter und hat eine Miniaturroehre im Messkopf.
Post by Stefan Engler
Ich dachte die LCR Meter arbeiten nach ähnlichen Prinzip: ein
Referenzkondensator, eine HF-Gleichrichter einen Schwingkreis und
einen Spannungsmesser. Mit Prozessor ist dann eine automatische
Anzeige drin .
Meist nicht, obwohl das fuer den uH und nH Bereich besser ist. Ich bin
allerdings verwoehnt, hier steht ein HP4191 im Labor. Das misst so gut
wie alle gewuenschten Parameter. Ist allerdings recht laut.
--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com
Norbert Beckmann
2007-02-03 09:44:44 UTC
Permalink
Post by Joerg
Hallo Stefan,
Post by Stefan Engler
Post by Joerg
Scope und Funktionsgenerator, aber, wir wir hier sagen, "after a while
that gets old".
bekomme ich hier nicht auch in etwa die Güte raus?
Schnell eine Schwinkreis aufgebaut und mit dem Funktionsgenerator
dran. Scope auf der anderen Seite (manche sagen dazu Oszi) und schon
kommt man auf eine Induktivität.
Ein Dip-Meter ist fuer HF Geschichten beinahe unverzichtbar. Hier im
Labor gibt es sogar zwei. Eines aus den 50's oder so. Es heisst noch
Megacycle Meter und hat eine Miniaturroehre im Messkopf.
Hallo,

Dip-Meter bei HF unverzichtbar? Aha, da werde ich mich also auch noch
drum kümmern müssen. Habe mich bisher fast nur im NF-Bereich aufgehalten.


Gruß
Norbert
Norbert Beckmann
2007-02-03 09:36:06 UTC
Permalink
Post by Stefan Engler
Post by Joerg
Scope und Funktionsgenerator, aber, wir wir hier sagen, "after a while
that gets old".
bekomme ich hier nicht auch in etwa die Güte raus?
Schnell eine Schwinkreis aufgebaut und mit dem Funktionsgenerator
dran. Scope auf der anderen Seite (manche sagen dazu Oszi) und schon
kommt man auf eine Induktivität.
Ja einige werde sagen, wozu Funktionsgenerator, dafür gibt es doch Dip-
Meter, aber es gibt Leute die haben zwar Oszi und Generator aber kein
Dip-Meter.
Hallo,

Funktionsgenerator, Oszi, aber kein Dip-Meter? Aua!
Woher weißt Du das von mir? ;-)


Gruß
Norbert
Marcel Müller
2007-02-02 21:58:24 UTC
Permalink
Post by Joerg
Es ist sinnvoll. Damit kann man z.B. mal schnell einen Uebertrager
durchmessen, ob er Windungsschluss hat. Klar geht das alles auch per
Scope und Funktionsgenerator, aber, wir wir hier sagen, "after a while
that gets old".
Für NF-Konponenten (bis gut 20kHz halt) mache ich es immer mit dem
Sounddevice vom PC (Notebook müsste auch gehen, da die Anforderungen an
die Soundkarte eher moderat sind.)

Mit ein wenig externer Hardware bekommt man es schon ziemlich genau hin.
(1 bekannter Referenzwiderstand, 2 Differenzverstärker, ggf. ein
Mini-HiFi-Verstärker, wenn Power gefragt ist.)

Die Stärke der PC-Lösung ist dass nach rund einer Sekunde gleich ESR(f)
und ESL(f) bzw. ESC(f) vorliegen. Elkos kann man damit sehr gut
charakterisieren, und Windungsschlüsse in SNT-Trafos für < 100kHz sieht
man auch schon gut.


Marcel
Karl Kalchgruber
2007-02-03 10:23:00 UTC
Permalink
Post by Marcel Müller
Die Stärke der PC-Lösung ist dass nach rund einer Sekunde gleich ESR(f)
und ESL(f) bzw. ESC(f) vorliegen. Elkos kann man damit sehr gut
charakterisieren, und Windungsschlüsse in SNT-Trafos für < 100kHz sieht
man auch schon gut.
Ist die SW fuer diese PC-Loesung frei verfügbar?

/Koarl

Michael Koch
2007-02-03 08:07:53 UTC
Permalink
Hi,
Post by Norbert Beckmann
ist die Anschaffung eines halbwegs professionellen Messgerätes für
Widerstände, Kapazitäten und Induktivitäten sinnvoll, wenn man Reparaturen
an elektronischen Baugruppen durchführen will? Mein Vielfachmessgerät
lässt R-und C-Messungen allerdings schon einigermaßen zu. Es fehlt mir im
Grunde L. Die große Mehrzahl der Geräte, die ich gefunden habe, sind
allerdings RCL.
Gerade bei L-Messungen scheint es mir wichtig, dass man die Messfrequenz
über einen grossen Bereich einstellen kann.

Michael, glücklicher Besitzer eines HP4274A
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